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SmartMed

Archiv für Juli 2019

Künstliche Intelligenz könnte zusätzliche Informationen im Röntgenthorax erkennen

26. Juli 2019 | von

In einer Studie vom Radiologen Michael Lu vom Massachusetts General Hospital wurde untersucht, ob künstliche Intelligenz die Lebenserwartung von Patienten anhand von einem Röntgenthorax erkennen kann. Durch maschinelles Lernen mit neuronalen Netzwerken, die aus Algorithmen bestehen, soll der Computer ein Gespür für den Patienten entwickeln. Ein wesentlicher Vorteil des maschinellen Lernens ist, dass es anders als die Radiologen Informationen über das spätere Schicksal der Patienten berücksichtigt. Die Software wurde zu Beginn mit Daten der PLCO-Studie geschult, in denen nach Merkmalen der verstorbenen Patienten gesucht werden sollte, die sie von den anderen unterschied. Der Hazard Ratio war hoch signifikant und konnte auch mit einer anderen Studie überprüft werden.

Ein möglicher Nutzen der Risikoabschätzung durch die künstliche Intelligenz könnte sein, dass ein Arzt einen Patienten mit einem hohen Wert früher genauer untersucht, um bei einer Erkrankung frühzeitig intervenieren zu können. Ob dies dem Patienten nutzt, müsse in weiteren Studien untersucht werden.

Quelle: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/104796/Kuenstliche-Intelligenz-koennte-Lebenserwartung-im-Roentgenthorax-erkennen, 26. Juli 2019

Gematik streitet Verantwortung für den Anschluss der Ärzte an die Telematikinfrastruktur ab

19. Juli 2019 | von

Die gematik GmbH sieht bei sich keinerlei Verantwortung für den Anschluss der Ärzte an die Telematikinfrastruktur (TI). Begründet wird dies dadurch, dass die Ausstattung und der Anschluss der medizinischen Einrichtungen an die TI durch die jeweiligen IT-Dienstleister erfolgt und deshalb außerhalb des Verantwortungsbereichs der gematik liegen würde.

Jedoch würden Fachanwendungen, Komponenten und Dienste der gemäß den gesetzlichen Vorgaben von der gematik spezifiziert. Weiterhin prüfe die gematik die Komponenten und Dienste der TI, vergibt Zulassungen und würde den datenschutzgerechten Betrieb der Telematikinfrastruktur überwachen.

Die gematik versichert, dass sie sich im Kontakt mit den Anbietern zu Zugangsdiensten zur TI befinden würde und Installateuren Hinweise und Hilfsdokumente zur Verfügung stellen würde.

Quelle: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/104744/gematik-sieht-bei-sich-keine-Verantwortung-fuer-Anbindung-der-Praxen-an-die-Tele%C2%ADma%C2%ADtik%C2%ADinfra%C2%ADstruk%C2%ADtur, 19. Juli 2019

Rechtssichere Regulierung für freiwillige Datenspende im Gesundheitsbereich

04. Juli 2019 | von

Die Arbeitsgruppe „Gesundheit, Medizintechnik, Pflege“ der Plattform Lernende Systeme empfiehlt die Erarbeitung einer rechtssicheren Regulierung für die freiwillige Datenspende im Gesundheitsbereich. Hierbei solle eine unabhängige Partei die Rolle eines Datentreuhändlers einnehmen. Analog zur Organspende soll die Datenspende auf den Prinzipien der Freiwilligkeit und Autonomie basieren. Eine zentrale Rolle werden Regeln zur Anonymisierung, Pseudonymisierung, das Recht auf Nichtwissen sowie eine Opt-out-Option.

Laut Klemens Budde, AG-Leiter von der Charité – Universitätsmedizin Berlin, werde auch in der EU-Kommission über Regularien nachgedacht, die es ermöglichen etwas nicht nur zu schützen, sondern auch zum Wohle aller spenden zu können.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/104366/KI-Experten-der-Plattform-Lernende-Systeme-plaedieren-fuer-freiwillige-Datenspende, 4. Juli 2019