Kategorien
Seiten
-

SmartMed

Schlagwort: ‘Bundesärztekammer (BÄK)’

Schnellere Verfahren für die Bewertung digitaler Medizinprodukte

28. Mai 2019 | von

Digitale Medizinprodukte müssen, wie auch andere Medizinprodukte, ihrem klinischen Nutzen nach anerkannte, wissenschaftliche Standards nachweisen. In einem Positionspapier der Arbeitsgruppe Digitalisierung und E-Health der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und Gestaltung (GVG) wird dies jedoch als problematisch angesehen. Der Fortschritt der digitalen Anwendungen sei zu schnell für die herkömmliche Nutzenbewertung. Die Autoren des Positionspapiers, darunter Krankenkassen, die Bundes­ärzte­kammer, der Marburger Bund, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Ärztekammer Nordrhein, schlagen deshalb ein „Innovationsbüro“ vor. Dieses soll Anbieter digitaler Gesundheitsanwendungen kostenfrei beraten, beispielsweise bei Fragen zu Zugangsvoraussetzungen. Dies sei notwendig, weil Softwarehäuser und Anbieter häufig nicht mit den Anforderungen des Gesundheitsmarktes vertraut seien.

Weiterhin kritisieren die Autoren eine fehlende Transparenz über das Angebot an digitalen Gesundheitsanwendungen und fordern, dass Anbieter eine strukturierte Selbstauskunft zu ihrem Produkt veröffentlichen. Diese sollen dann in einem unabhängigen, öffentlichen Verzeichnis einzusehen sein.

Quelle: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/103268/Zur-Bewertung-digitaler-Medizinprodukte-sind-schnellere-Verfahren-noetig, 28. Mai 2019

Notfalldatensatz überzeugt auch im Praxistest

13. April 2017 | von

Zwischen Mai und Dezember 2016 haben 31 niedergelassene und sieben Klinikärzte aus der Region Münster und Umgebung gut 2500 Notfalldatensätze auf Wunsch von Patienten angelegt. Ziel dieses Projektes war es, herauszufinden ob sich das Anlegen dieser Daten gut in den Praxisalltag integrieren lässt.

Das erste Fazit zog das Uniklinikum Münster nun anlässlich eines Besuchs von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Sowohl bei den teilnehmenden Patienten, als auch bei den Ärzten sei das Projekt mehrheitlich gut angekommen, so Dr. Christian Juhra, Leiter der UKM-Stabstelle Telemedizin. Ab 2018 sollen die Datensätze laut E-Health Gesetz auf der eGK gespeichert werden, in dem Pionierprojekt in Münster erfolgte die Datensammlung zunächst noch auf Papier.

Quelle:
www.aerztezeitung.de, 13.04.2017

Vorwurf an die Ärztekammer Hessen

19. September 2016 | von

Die Ärztekammer Hessen hat mit Vorwürfen zu kämpfen, die Einführung der neuen Gesundheitskarte zu bremsen.

In anderen Regionen sind Ärzte bereits mit dem E- Arztausweis, dem sogenannten elektronischen Heilberufeausweis (eHBA) ausgestattet, während die Hessische Ärztekammer dies für ihre Ärzte noch nicht ermöglicht. Laut des LÄK-Präsidenten Dr. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach liege dies an der nicht vorhandenen, aber benötigten Infrastruktur.

Quelle:
www.aerztezeitung.de, 16.09.2016

Sinnvolle Telemedizin-Projekte

29. Mai 2015 | von

Mit der Veröffentlichung eines Positionspapiers „Ärztliche Priorisierung von Einsatzgebieten telemedizinsicher Patientenversorgung“ präsentiert die Bundesärztekammer (BÄK) einige für die Patienten sinnvolle Telemedizinische-Verfahren.

Laut Vorsitzenden des Telematik-Ausschusses der BÄK, Dr. Franz-Joseph Bartmann, müsse man zwischen angebotsgetriebenen Anwendungen und medizinisch sinnvollen Anwendungen unterscheiden. Ziel der telematischen Verfahren müsse immer eine hochwertige Patientenversorgung sein. Hier müsse man vor allem demographische Veränderungen und dem zunehmenden Ärztemangel entgegen wirken.

Folgende Verfahren wurden als nützlich eingestuft:

  • Telekonsile, die die innerärztliche Kommunikation verbessern und Zugang zu Expertenwissen stellen, wie Teletumorkonferenzen in der interdisziplinären Versorgung oder Telekonsile in der Notfall- und Palliativversorgung
  • Telemonitoring und -casemanagement chronisch Kranker, um Ärztemangel entgegen zu wirken
  • Systeme der psychotherapeutischen Versorgung
  • Verfahren zu Überbrückung von Versorgungslücken

Quelle:
Ärzte Zeitung, 22.05.2015

 

Notfalldatenmanagement noch immer nicht geklärt

26. Mai 2015 | von

Vor allem in der Notfallbehandlung kann die elektronische Gesundheitskarte von hohem Nutzen sein. Neben der Eigenanamnese des Patienten könnte die eGK relevante Untersuchungsbefunde unmittelbar zur Verfügung stellen, die auch einen entscheidenden Einfluss auf die Versorgung der Patienten haben können. Zur Umsetzung fehlt zum einen jedoch eine funktionsfähige und sichere Telematikinfrastruktur, zum anderen ist die Frage welche medizinischen Daten gespeichert werden sollen noch ungeklärt.

Um dieser Frage nachzugehen bediente sich die Bundesärztekammer (BÄK) in einem mehrstufigen Prozess verschiedener Expertenmeinungen, um einen wissenschaftlich validierten Notfalldatensatz zu beschreiben, wobei vor allem die Gebrauchstauglichkeit und der Nutzen der Daten im Vordergrund stand.

Die Ergebnisse der Umfrage finden Sie in der zugehörigen Quellenangabe.

Quelle:
ärzteblatt, 08.05.2015

Milliardengrab: Elektronische Gesundheitskarte

01. Juli 2014 | von

Noch immer seien nicht alle Versicherten mit der neuen elektronischen Gesundheitskarte ausgestattet. In das Projekt seien bereits fast eine Milliarde Euro geflossen und noch immer würden sich die Beteiligten nicht einig werden.

Für den anstehenden Test der eGK sei man sich immer noch nicht einig, ob das der KVB geforderte KV-SafeNet oder die IT-Lösung der Gematik verwendet werden solle. Christian Zahn des Kassenverbands sehe das Projekt in Gefahr, werde nicht bald eine Lösung gefunden.

Quelle:
Spiegel Online, 18.06.2014
heise online, 18.06.2014

Arzneimitteltherapiesicherheit: Genuine Aufgabe der Ärzte

17. Juni 2014 | von

Trotz Vorteile des modernen Kommunikationsmanagements sehe die Ärzteschaft keine Unterstützung durch das neue Versichertenstammdatenmanagement mit der eGK.

Die neue eGK dürfe nicht zu mehr Bürokratieaufwand führen, sondern müsse sich in den Alltag eingliedern. Es sei klar, dass eine gesetzlich erzwungene Umsetzung der Telematik Infrastruktur nicht erfolgreich sein könne, sondern nur auf freiwilliger Basis funktioniere. Deshalb lehne die Ärzteschaft ab, einen quartalsmäßigen Datencheck vorzunehmen.

Die Einführung einer Online-Medikationsdatei und die Speicherung von Diagnosen werde von den Ärzten abgelehnt, denn die Arzneimitteltherapiesicherheit müsse in der Hand der Ärzteschaft bleiben.

Quelle:
DAZ online, 02.06.2014
heise online, 02.06.2014

Verbände der Leistungserbringer streiten Blockadevorwürfe ab

17. Juni 2014 | von

Die im März geäußerten Vorwürfe des GKV-Spitzenverbandes gegenüber den Leistungserbringern, diese würden das Projekt der elektronischen Gesundheitskarte boykottieren, wiesen diese nun in einem offenen Brief zurück.

Verbände der Leistungserbringer wie der Bundesärztekammer (BÄK), dem Deutschen Apothekerverband (DAV) und weiteren Organisationen erklärten in dem Brief, dass eine sichere Infrastruktur aus Sicht der Versorgungssicherheit seit vielen Jahren für notwendig erachtet würde.

Quelle:
ehealth.com, 14.05.2014

Ärztenetz will Versorgung der Patienten ausbauen

28. Juni 2013 | von

Das Medizinische Qualitätsnetz MedQN will die Versorgung der Patienten ausbauen. Mit einem neuen, landesweit einzigartigen Versorgungskonzept, das den Titel
„Die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Bochum“ trägt, soll die Therapie zum Wohle des Patienten effizienter und kostengünstiger gestaltet werden.

Das Besondere an diesem Projekt ist ein Lotse, der „Case Manager“ genannt wird. Dieser soll in einer eigenen MedQN-Praxis den Krankheits- und Behandlungsverlauf jedes Patienten überwachen, Termine koordinieren und die Nachsorge bis hin zum Einsatz eines Pflegedienstes regeln.

In das neue Netzwerk sollen alle Akteure miteinbezogen werden. Die Haus- und Fachärzte ebenso wie die Fachabteilungen der Kliniken und weitere, nicht ärztliche Dienstleister wie Pflegeheime und -dienste. Der Aufbau erfolge in Etappen und starte mit Patienten, die unter Herzschwäche leiden.

Quelle:
Der Westen, 19.6.2013

Kassenärzte verlangen Korrektur der Gesundheitskarte

12. Juni 2013 | von

Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) haben sich gegen die elektronische Gesundheitskarte (eGK) in ihrer bisherigen Form ausgesprochen. Das System sei technisch nicht ausgereift und verzögere die Abläufe in den Praxen.

Sie lehnten eine weitere Mitarbeit in der Betreibergesellschaft Gematik ab, sofern die elektronische Gesundheitskarte weiterhin nur die Interessen der gesetzlichen Krankenkassen berücksichtige. Notfalls werde der Verband auch die Auflösung der Gematik fordern, hieß es in dem Beschluss der Delegiertenversammlung.

Quellen:
Heise Online, 27.5.2013
Der Westen (WAZ), 27.5.2013