Kategorie: ‘Krankenhaus’
Rheinland-Pfalz testet den elektronischen Medikationsplan
Den Startschuss zum Modellprojekt „Vernetzte Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) mit dem elektronischen Medikationsplan in Rheinland-Pfalz“ gab gestern das Gesundheitsministerium Rheinland-Pfalz.
Ca. 600 Patienten verschiedener Kliniken in Bad Kreuznach, Kaiserslautern, Koblenz, Mainz und Trier erhalten nach ihrem stationären Aufenthalt einen Medikationsplan. Dieser soll von Apotheker und Ärzten elektronisch bearbeitet werden können. Mit Hilfe eines Codes können Patienten Änderungen bei Apotheker und Ärzt vornehmen, welcher bei genannten in elektronischer Form hinterlegt ist.
Laut Sabine Bätzing-Lichtenthäler trage ein elektronischer Medikationsplan vor allem zur Patienten-Sicherheit bei. Dr. Andreas Kiefer betont die Vernetzung von Krankenhäuser, Hausärzte und Apotheker, die den Patienten zu Gute komme.
Ende des Projekts ist Anfang 2016.
Quelle:
DAZ.online, 02.03.2015
Ärzte Zeitung, 03.03.2015
Projekt soll Medikationsfehler ermitteln
Seit Beginn dieses Jahres läuft das Projekt der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ). Ziel ist das Erfassen und Bewerten von Medikationsfehlern. Dazu sind Ärzte zunehmend aufgefordert Medikationsfehler und deren Auswirkungen über das übliche System zu melden.
Zur Meldung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen existieren spezielle Meldebögen. Jedoch können sich Fehler in der Einnahme auch durch Verwechslungen oder Fehldosierungen ergeben. Diese Anwendungsfehler werden nun gesondert betrachtet.
Auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) startete ein neues Projekt, in dessen Rahmen Medikationsfehler in der Notaufnahme drei verschiedener Krankenhäusern aufgenommen werden. Ziel dieses Projekts ist vor allem die Erfassung der Häufigkeit.
Quelle:
DAZ.online, 11.02.2015
Digitalisierung als Möglichkeit zur Loyalisierung
Eine aktuelle Studie der Münchener Managementberatung Mücke, Sturm & Company zeige, dass Arztpraxen und Kliniken mit digitalen Gesundheitsangeboten besonders digital begeisterte Patienten für sich begeistern könnten.
Sie prognostizieren für den Gesundheitsmarkt eine deutliche Strukturänderung durch die zunehmende Digitalisierung. Nutzung von e-health Produkte, wie Gesundheitsapps ließen darauf schließen, dass die Patienten mehr Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen wollen. Die Auswahl der Leistungserbringer erfolge mittlerweile zum Großteil über soziale Netzwerke. Dabei spiele auch die Meinung anderer Patienten eine ganz wesentliche Rolle.
Diese Bewegung zeige, dass Patienten vermehrt auf Transparenz setzen, digitale Kommunikationswege zu ihrem Arzt suchen würden und ihren Gesundheitszustand selbst überwachen wollen. Den Zugang zu diesen Patienten ergebe sich daher nur durch die Digitalisierung der eigenen Praxis.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 27.01.2015
Behandlungserfolg – Dokumentenmanagement
Um effizienter arbeiten zu können, installierte eine bayrische Rehaklinik in Zusammenarbeit mit einem IT-Unternehmen, die erforderliche Infrastruktur für den Umgang mit elektronischen Patientenakten.
Problematisch sei vorher vor allem die Erfassung von Bildmaterial gewesen, welches von Patienten oft auf Datenträgern in verschiedensten Formaten mitgebracht wurde, so Scherrer. Mit dem neuen System konnte Abhilfe geschaffen werden. Nun würden die relevanten CD-Daten und Papierdokumente unmittelbar ins System eingespeist werden, so dass von jeder Station im Haus die Daten abrufbar seien.
Auch die Forderung des Patientenrechtegesetzes könne mit dem neuen System erfüllt werden, was neben Qualitätsverbesserung und Effizienzsteigerung, laut Geschäftsführung ebenfalls Ziel des Projekts war.
e-health.com. 15.01.2015
Digitaler Laborbericht im Testlauf
Ein Pilotprojet zur digitalen Übertragung von Laborberichten soll nun in Schleswig-Holstein erstmals starten. Weil man Laborberichte schon online erstellen und abspeichern könne, wolle man sie jetzt auch online verschicken, gaben die Projektpartner bekannt.
Nicht nur weniger Papieraufwand könne man dadurch erreichen, man erhoffe sich auch eine effektivere Arbeitsweise, wie Geschäftsführer Kramer berichtete. Die Signatur erfolge mittels elektronischem Arztausweis oder Vergleichbarem. Alle Teilnehmer würden eine solche Signaturkarte erhalten.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 14.01.2015
Telemedizin als Notfallhelfer auf See
Um die Notfallversorgung auf Nord- und Ostsee zu erleichtern, arbeiten nun die Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), die Berliner Charité und das Unfallkrankenhaus Berlin zusammen. Zur Umsetzung nutzt man die Notfallleitstelle der DGzRS und die Telemedizin-Technik der Charité Tochtergesellschaft GHC Global Health.
Mit diesem Zusammenschluss kann eine Versorgung rund um die Uhr gewährleistet werden. Mittelfristig sei laut Angaben geplant, die Zusammenarbeit der Notfallbehandlung auf See auszuweiten. Geschäftsführer Stadeler gab bekannt, dass dazu die Seenotkreuzer mit der notwendigen Technik ausgerüstet würden.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 05.12.2014
Praxissoftware mobil
Der Hersteller einer Praxissoftware gab nun bekannt, dass die passende App zur Software erhältlich sei. Mit der App sei ein lesender Zugriff auf die Patientendaten möglich ebenso die Ergänzung über Texteingabe und die Verknüpfung mit aufgenommenen Bildern. Neben Cave-Informationen würden Chipkarten-Status, Dauermedikation und Dauerdiagnose angezeigt.
Der Mehrwert ergebe sich durch die Verfügbarkeit der Patientenkontakte, so der Hersteller. Mit der App-Funktion ermögliche im gesicherten Netz auf Telefon- und Emailkontakte zuzugreifen. Persönliche und medizinische Daten würden dabei auf dem lokalen Rechner in der Praxis gespeichert, die öffentlichen Daten seien in einer Cloud abgelegt und somit mobil abrufbar.
Quelle:
ehealth.com, 28.11.2014
Elektronischer Arzneimittelcheck
Patienten des Unfallkrankenhauses in Berlin können wohl bald auf einen elektronischen Check ihrer Pillencocktails hoffen. Der eletronische Pharmecheck sei, laut ukb bundesweit einmalig. Mit der Neueinführung halte man sich an den Weg, kontinuierlich innovativ zu handeln, gab der Ärztliche Direktor des ukb bekannt.
Der elektronische Pharmacheck gibt Warnhinweise für Neben-, Wechselwirkungen, Überdosierung und Kontraindikationen. Man könne so, laut Chefapotheker Brüggmann Fehlinterpretationen durch handschriftliche Eintragungen vermeiden.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 25.11.2014
Arzneimittelsicherheit auf Station
Um die Arzneimittelsicherheit auf Station zu erhöhen, werde in der Asklepios Klinik Barmbek auch der Krankenhausapotheker in die Therapie miteinbezogen, so der Pflegedirektor Axel Techam. Der Leiter des pharmazeutischen Teams der Klinik äußerte, dass rund 20% der ärztlichen Verordnungen interventionsbedürftig seien. Vorteil der Anwesenheit eines Apothekers auf Station sei ebenfalls, dass Fragen seitens des Pflegepersonals direkt geklärt werden könnten.
Ob dieses System schon bald Normalität werden sollte, wird derzeit auf dem Hamburger Pflegekongress diskutiert.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 24.10.2014
Elektronischer Arztbrief im Testverfahren
Ziel des Projekts „eArztbrief“ der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) sei, laut KVWL-Vorstand Kriedel, die Praxistauglichkeit des Briefes sicherzustellen. Mit Hilfe des elektronischen Arztbriefes wolle man die Vernetzung und Kommunikation verbessern, so der Vorstand. An dem Projekt würden etwa 300 Ärzte und Kliniken teilnehmen, die ersten hätten bereits begonnen.
Der Brief enthalte eine Kopfzeile und ein nicht änderbares PDF. In der nächsten Stufe solle der elektronische Brief direkt in die Patientenakte miteinfließen, gab Kriedel bekannt.
Bewähre sich das Programm, so ziehe man in Betracht nächstes Jahr auch das elektronische Einweisungs- und Entlassungsmanagement zu testen.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 23.10.2014