Kategorie: ‘Krankenhaus’
Arzneimittelsicherheit auf Station
Um die Arzneimittelsicherheit auf Station zu erhöhen, werde in der Asklepios Klinik Barmbek auch der Krankenhausapotheker in die Therapie miteinbezogen, so der Pflegedirektor Axel Techam. Der Leiter des pharmazeutischen Teams der Klinik äußerte, dass rund 20% der ärztlichen Verordnungen interventionsbedürftig seien. Vorteil der Anwesenheit eines Apothekers auf Station sei ebenfalls, dass Fragen seitens des Pflegepersonals direkt geklärt werden könnten.
Ob dieses System schon bald Normalität werden sollte, wird derzeit auf dem Hamburger Pflegekongress diskutiert.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 24.10.2014
Elektronischer Arztbrief im Testverfahren
Ziel des Projekts „eArztbrief“ der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) sei, laut KVWL-Vorstand Kriedel, die Praxistauglichkeit des Briefes sicherzustellen. Mit Hilfe des elektronischen Arztbriefes wolle man die Vernetzung und Kommunikation verbessern, so der Vorstand. An dem Projekt würden etwa 300 Ärzte und Kliniken teilnehmen, die ersten hätten bereits begonnen.
Der Brief enthalte eine Kopfzeile und ein nicht änderbares PDF. In der nächsten Stufe solle der elektronische Brief direkt in die Patientenakte miteinfließen, gab Kriedel bekannt.
Bewähre sich das Programm, so ziehe man in Betracht nächstes Jahr auch das elektronische Einweisungs- und Entlassungsmanagement zu testen.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 23.10.2014
Radiologie – die erste globale Medizin
Die erste globale Medizin könne laut Forsting, Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft, die Radiologie sein. Für kleinere Kliniken sei es schwierig, die vielen Röntgenaufnahmen auszuwerten. Diese könnten dann ihre Aufnahmen über Nacht verschlüsselt an teleradiologische Unternehmen versenden und von dort die Befunde bekommen.
Laut Untersuchungen könne belegt werden, dass teleradiologische Kooperationen etwa 25% der Kosten einsparen könnten, vor allem durch die geringeren Gehälter in Ländern wie Indien oder China. Laut der teleradiologischen Konzerne sei vor allem auch die Qualität hochwertig. Forsting zweifle das, aufgrund der hohen Spezialisierung der Betriebe, nicht an.
Laut dem Radiologen der Charité in Berlin sei das Problem jedoch die fehlende Kommunikation, denn die Interpretation sei oft nicht eindeutig.
Quelle:
Der Tagesspiegel, 21.10.2014
Testlauf für Telematikinfrastruktur
Im kommenden Jahr solle, laut gematik, nun der sechsmonatige Probelauf für die Telematikinfrastruktur beginnen. Im Prüfstand befände sich vor allem alles rund um die eGk und der Heilberufsausweis.
Mit Hilfe des Heilberufsausweises könnten sich Ärzte und andere Heilberufler gegenüber der Telematikinfrastruktur ausweisen, auch die elektronische Signatur erfolge mittels des Ausweises, so die gematik.
Nach erfolgreichem Abschluss und der parallelen Evaluierung werde die Infrastruktur für den gesamten Bund erweitert und für alle Praxen bereitstehen. Danach würden auch die Apotheken mittels Heilberufsausweis angeschlossen, um den Bereich Arzneimitteltherapiesicherheit einzugliedern.
Quelle:
DAZ.online, 16.10.2014
Standard-Schnittstelle vor E-Health Gesetz praxistauglich
Laut Bundesverband Gesundheits IT (bvitg) sei die einheitliche IT-Schnittstelle zum Austausch von Gesundheitsdaten bereits vor dem E-Health Gesetz praxistauglich. Die sogenannte BVITG-transfer solle in nächster Zeit sämtlichen Einrichtungen zur Verfügung stehen.
Diese Schnittstelle ermögliche nicht nur den Import und Export von Bestandsdaten, sondern könne auch mittels Prüfung die Arzneimittel-Therapiesicherheit sicherstellen, so der Verband.
Für den Geschäftsführer der bvitg sei es daher verwunderlich, wie „unzutreffende Nachrichten zu den Themen der Interoperabilität und Datenportabilität die Runde machen.“
Quelle:
Ärzte Zeitung, 15.10.2014
ehealth.com, 15.10.2014
E-Arztbrief muss anspruchsvolle Bedingungen erfüllen
Laut Dr. Bickmann, Vorsitzender des Ärztlichen Beirats in NRW, müsse der E-Arztbrief nicht nur schneller und besser sein, sondern auch genauso zuverlässig und sicher, wie der herkömmliche Arztbrief.
Folgende Empfehlungen äußerte der Ärztliche Beirat zum elektronischen Arztbrief:
Der E-Arztbrief solle nicht nur aktuelle Informationen zum Krankheitsbild enthalten, sondern genauso vergangene Diagnostik, Empfehlungen und Hinweise. Hinzu komme, dass der Brief für jedes Praxisverwaltungssystem und Krankenhausinformationssystem kompatibel sein müsse. Auch eine eindeutige Regelung der Verantwortlichkeiten müsse verankert sein. Wichtig erscheine auch, dass die Daten ohne Vertraulichkeits- und Authentizitätsverlust konvertierbar seien.
Das Modellprojekt in Düren zeige, laut KV-Telematik, dass der elektronische Arztbrief täglich einsetzbar sei.
Quelle:
ÄrzteZeitung, 07.10.2014
Arzneimitteltherapiesicherheit in der Klinik
Nach einer Klinik in der Münster, sei das Ziel des Medikationsmanagements, bei der Medikation möglichst wenig Interaktion zu erzeugen. Zu diesem Zweck holte ein Münster Klinikum den Apotheker auf Station. Erfahrungen mit diesem Verfahren würden zeigen, dass sich bezüglich der Arzneimittelsicherheit viel erreichen lasse.
Bereits bei der Patientenaufnahme würde ein Stationsapotheker in die Medikation mit einbezogen, um pharmazeutisches Fachwissen und konkrete Empfehlungen einzubringen. Neben dem Interaktionscheck gehöre auch das Medikationsmanagement zur Aufgabe des Apothekers.
Die Datenauswertung von 100 Patienten hätte laut der Klinik Folgendes ergeben: Die Zahl der eingesetzten Wirkstoffe sei um 5,2 Prozent, die Gesamtzahl der Wechselwirkungen sei um 24,4 Prozent gesunken.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 11.07.2014
Milliardengrab: Elektronische Gesundheitskarte
Noch immer seien nicht alle Versicherten mit der neuen elektronischen Gesundheitskarte ausgestattet. In das Projekt seien bereits fast eine Milliarde Euro geflossen und noch immer würden sich die Beteiligten nicht einig werden.
Für den anstehenden Test der eGK sei man sich immer noch nicht einig, ob das der KVB geforderte KV-SafeNet oder die IT-Lösung der Gematik verwendet werden solle. Christian Zahn des Kassenverbands sehe das Projekt in Gefahr, werde nicht bald eine Lösung gefunden.
Quelle:
Spiegel Online, 18.06.2014
heise online, 18.06.2014
Arzneimittelneuordnungsgesetz
Das im Jahr 2011 in Kraft getretene Arzneimittelneuordnungsgesetz (AMNOG) sollte ursprünglich einen Ausgleich zwischen Innovation und Preisbildung schaffen und so die Arzneimittelkosten senken.
Für den stellvertretenden Vorsitzenden der Techniker Krankenkasse sei das Gesetz ein Erfolg. Obwohl noch immer neue Medikamente ohne nachgewiesenen Nutzen für die Patienten als Innovation gelten, gäbe es deutliche Einsparpotentiale.
Laut der Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller e.V. müsse an Problemen weitergearbeitet werden. Dazu gehörten der niedrig angesetzte Preis der die Innovationskraft beeinflusse, der Bewertungsprozess und die Wissenschaftlichkeit der Untersuchung.
Quelle:
Rhein-Main-Presse, 03.06.2014
Pilotprojekt des Westdeutschen Teleradiologieverbundes startet
Das Pilotprojekt des Westdeutschen Teleradiologieverbundes startet in Niedersachsen. Die erste Übertragung erfolgte von Osnabrück zum Klinikum Lingen. Geplant sei, dass bis November rund 20 klinische Einrichtungen mit den über 100 Kliniken in NRW verbunden würden.
Möglich sei es dann zwischen den Kliniken Bildmaterial und Daten austauschen, um effektiver zusammen arbeiten zu können. So ließen sich leichter Zweitmeinungen einholen oder Verlegungen vorbereitet werden.
Quelle:
ehealth.com, 05.05.2014