Kategorie: ‘Apotheker’
conhIT- Bilanz: Die Gesundheits-IT-Branche hat geliefert
Vom 17. bis zum 19. April präsentierten 577 Aussteller ihre Lösungen zum Thema Interoperabilität, IT-Sicherheit und digitale Transformation im Gesundheitswesen den rund 10.000 Besuchern aus aller Welt.
Das Motto des diesjährigen Health-IT-Branchengipfels war „Transforming Healthcare“ und Veranstalter ziehen eine positive Bilanz. Jens Neumann, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Gesundheits-IT hebt hervor, dass die Digitalisierung im Gesundheitswesen angekommen sei, man diskutiere nicht mehr ob die Digitalisierung in ärztlichen Einrichtungen stattfinden soll, sondern in welcher Geschwindigkeit, mit welchen Chancen und welchen Risiken.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 25.04.2018
Arzneimittelinitiative ARMIN
ARMIN, eine Arzneimittelinitiative aus Sachsen/Thüringen ermöglicht das digitale Austauschen zwischen Arzt und Apotheker. Apotheker Stefan Fink berichtet von seinen positiven Erfahrungen, so sei die Kommunikation zwischen Ärzten und Apothekern unkompliziert und die Zuständigkeitsbereiche klar definiert.
Laut Fink sind mehr als 3000 Versicherte der AOK Plus bei ARMIN eingeschrieben, von 1500 Apotheken in Thüringen und Sachsen nehmen 1000 teil sowie 570 von circa 4000 Arztpraxen.
Quelle:
/www.pharmazeutische-zeitung.de, 04.04.2018
Patienten-Zugang zu ihren Gesundheitsdaten?
Nach bisherigen Plänen sind Patienten bei der Einsicht ihrer Gesundheitsdaten auf die Freigabe durch Heilberufler angewiesen. Die Grünen wehren sich gegen diese Pläne.
Geplant ist ein so genanntes „Zwei-Schlüssel-Prinzip“, bei dem eine doppelte Legitimation durch Versicherten- sowie Heilberufsausweise nötig ist. Nach Ansicht der Grünen-Expertin Maria Klein-Schmeink sei dies „ein Witz“ und eine vollkommen veraltetete Vorstellung – die Patientenakte gehöre in die Hand des Patienten.
Quelle:
www.deutsche-apotheker-zeitung.de, 10.11.2017
Digitalisierung benötigt Strategie
Eine übergreifende E-Health Strategie ist wichtig, um die Chancen der Digitalisierung für die Versorgung möglichst effizient nutzen zu können. Dabei muss insbesondere bedacht werden, dass Digitalisierung kein autonomes Ziel ist, sondern „ein Instrument zur Unterstützung der Versorgung“.
Thomas Kriedel, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung betont, es müsse darauf geachtet werden, dass technische Anwendungen auf die Bedürfnisse der Praxis und der ambulanten Versorgung ausgerichtet werden und nicht umgekehrt. Aufgrund des, von Seiten der Industrie bemängeltem, langsamen Tempos der Weiterentwicklung digitaler Anwendungen fordert der KVB in solchen Fällen die Möglichkeit zu haben eigene Produkte anzubieten oder die Entwicklung von Anwendungen zu beauftragen.
Quelle:
www.aerzteblatt.de, 29.09.2017
Enttäuschung bezüglich elektronischer Gesundheitskarte
AOK-Chef Martin Litsch kritisiert bei dem gevko-Symposium „Digitales Gesundheitswesen 2021“ in Berlin die Entscheidungsstrukturen in der gematik. Es gäbe zu viele Regulären und zu wenig Handlungsspielraum.
Das Hauptproblem sei, dass die Gesetzgebung, insbesondere das E-Health Gesetz zu eng gefasst ist. So käme es zustande, „dass wir alle Smartphones mit uns herumtragen und mit Geräten in der Küche kommunizieren, und an einer E-Card herumdoktern, die heute genauso wenig kann, wie in Zeiten der Magnetstreifenkarte“
Quelle:
www.ärztezeitung.de, 17.09.2017
Nutzenbewertung des IQWIK zum Telemonitoring fällt neutral aus
Die vorläufige Nutzenbewertung des IQWiG zum Telemonitoring kardialer Implantate ist neutral ausgefallen.
Durch das durchlaufen des Health Technology Assessement Programm steht damit zum ersten Mal des ambulanten telemedizinischen Verfahrens gleichberechnet zwischen Tabletten und therapeutischen Medizinprodukten. Die Bewertung im Vorbericht der IQWIK fällt hinsichtlich Mortalität, Dekompensation, Herzinfarkt/Schlaganfall, Hospitalisierung und ICD-Schockabgabe allerdings eher neutral aus.
www.aerztezeitung.de, 29.08.2017
Diabetes-App erhält Auszeichnung
Im Rahmen des Diabetes Kongresses 2017 der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Hamburg stattfand wurde die App „MyTherapy“ ausgezeichnet.
Die App wurde mit dem DiaDigital Siegel der DiaDigital AG ausgezeichnet. Die DiaDigital AG ist ein Zusammenschluss verschiedener Diabetesverbände und hat das Ziel, Patienten und Diabetologen bei der Nutzung von Apps zu unterstützen. MyTherapy gilt als besonders benutzerfreundlich für Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes, da sie barrierefrei gestaltet ist und so auf von Menschen mit Seheinschränkungen genutzt werden kann.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 26.08.2017
Medikationsplan- Rolle der Apotheker soll gestärkt werden
Die Grünen fordern mehr Einbindung und Handlungskompetenz für Apotheker bezüglich des Medikationplans. Die aktuelle Bundesregierung betrachte die Digitalisierung allein aus dem Blickwinkel der Ärzte, dies müsse sich ändern.
Den Medikationsplan ausstellen können nur Ärzte, laut Grünen gibt es aber keinen triftigen Grund nicht auch Apotheker mit ihrer pharmakologischen Kompetenz stärker einzubeziehen. Zudem würden sie oftmals den besseren Überblick über die Medikation der Patienten haben.
Quelle:
www.pharmazeutische-zeitung.de, 24.07.2017
Estland will E-Health in Europa fördern
In Sachen Digitalisierung sind die Esten deutlich weiter als viele andere EU-Staaten. Seit Estlands Unabhängigkeit im Jahre 1991 wurde die papierlose Verwaltung sowohl im Gesundheitsbereich als auch in anderen Bereichen schnell vorangetrieben.
Im September will Estland auf der „Connecting Europe“ Konferenz in Tallinn sein Konzept der „Digital Society for Health“ vorstellen und diskutieren.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 26.07.2017
Medikationsplan erzeugt negative Resonanz
Anderthalb Jahre nach der Verabschiedung des E-Health Gesetzes und der Einführung des Medikationsplans ist die anfängliche Begeisterung abgeschwächt. Während Ärzte ihn erstellen dürfen, können Apotheker ihn nur aktualisieren und ergänzen.
Kritisiert wurde während des Hauptstadtkongresses in Berlin das Papierformat des Medikationsplans. Ulrich Weigeldt, Chef des Deutschen Hausärzteverbandes bezeichnete den Plan als „Phantom der Oper“, weil es ihn kaum gebe, sondern die Ärzte und Apotheker noch stets per Fax miteinander kommunizierten. Ändern könne sich dies mit der Einführung des elektronischen Medikationsplans nächstes oder übernächstes Jahr.
Quelle:
www.deutsch-apotheker-zeitung.de, 29.06.2017