Kategorie: ‘Krankenhaus’
Medikationsplan erzeugt negative Resonanz
Anderthalb Jahre nach der Verabschiedung des E-Health Gesetzes und der Einführung des Medikationsplans ist die anfängliche Begeisterung abgeschwächt. Während Ärzte ihn erstellen dürfen, können Apotheker ihn nur aktualisieren und ergänzen.
Kritisiert wurde während des Hauptstadtkongresses in Berlin das Papierformat des Medikationsplans. Ulrich Weigeldt, Chef des Deutschen Hausärzteverbandes bezeichnete den Plan als „Phantom der Oper“, weil es ihn kaum gebe, sondern die Ärzte und Apotheker noch stets per Fax miteinander kommunizierten. Ändern könne sich dies mit der Einführung des elektronischen Medikationsplans nächstes oder übernächstes Jahr.
Quelle:
www.deutsch-apotheker-zeitung.de, 29.06.2017
AMNOG-Verfahren soll deutlicher auf das Patientenwohl ausgerichtet werden
Experten fordern, dass Patienten künftig an medizinischen und versorgungsrelevanten Entscheidungen stärker beteiligt werden. Bislang dominiere bei der Entscheidung für eine Therapie die Meinung des Fachpersonals. Für eine patientenorientierte Nutzenbewertung von Arzneimitteln sei es unerlässlich, auch die Patienten selbst zu Wort kommen zu lassen.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 16.06.2017
Neue Gesundheitscloud für Patienten
Das Ziel, welches das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI) mit der Gesundheitscloud erreichen möchte ist, eine lückenlose Patientenhistorie zu erstellen.
Im Beisein von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe wurde das neue Projekt am Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt. Die „Datenwolke“ befinde sich noch im Entstehungsprozess und soll laut Entwickler dabei helfen „die zunehmende Fragmentierung von Gesundheitsinformationen im System einzudämmen und so Kosten zu sparen.“ Durch die Cloud soll es den mündigen Patienten selbst möglich sein, Zugang zu ihren Befunden zu erlangen und zu entscheiden, wer diese Informationen in welcher Form nutzen darf.
Quelle:
www.aerztezeitung.de,06.06.2017
Probleme bei Gesundheits-Apps
Die Verwendung der beliebten Gesundheits-Apps und Wearables birgt aufgrund von Datenschutzproblemen ein gewisses Risiko für Patienten.
Laut der Bundesbeauftragten für Datenschutz soll der Gesetzgeber durch regulatorische Vorgaben für die Nutzung von Apps und dadurch erhobene Daten, die Rechte der Verbraucher schützen und die mögliche Datenweitergabe der Anwendungen für den Benutzer transparenter machen. Neben der unkontrollierten Zusammenführung von Daten sei ein Problem, dass eine einheitliche Definition von Gesundheits-Apps fehle.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 06.06.2017
Frankreich investiert Milliarden in vernetzte Gesundheitslösungen
Bis zum Jahr 2021 sollen laut der französischen Regierung zwei Milliarden Euro in das Gesundheitswesen investiert werden. Marisol Touraine, die französische Gesundheitsministerin hat nun die Einführung von zwei neuen Förderprogrammen zur Digitalisierung des Gesundheitswesens bekannt gegeben.
Nach Ministerangaben werden die beiden Programme „e-parcours“ und „e-Hôp 2.0“ mit insgesamt 550 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert. Zur Verbesserung und Weiterentwicklung der Informationssysteme der Gesundheitseinrichtungen soll das Programm „e-Hôp 2.0“ dienen, in welches 400 Millionen Euro investiert werden. Die Initiative „e-parcours“ zielt auf die Erleichterung des Austauschs zwischen den Gesundheitsfachleuten, sowie die Verbesserung der Patientenbetreuung ab und wird mit 150 Millionen Euro gefördert.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 14.05.2017
E-Health- Begeisterung und Skepsis
Digitale Gesundheitsanwendungen spalten Meinungen der Ärzte. Manche sehen sie als große Chance, andere als Gefahr.
Bei einer Fortbildungsveranstaltung der KV Saarland sorgte die These: „In den nächsten zehn Jahren werden sich Arztpraxen immer mehr zu IT-Unternehmen verändern“ des Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftlers Dr. Gundolf Meyer-Hentschel für mehr Besorgnis als Begeisterung. Neben Vorteilen, wie der Patientenfreundlichkeit durch verkürzte Wartezeiten, kamen auch Nachteile wie die Sorge vor „Diagnosen als Sache des Laienverständnisses“ zur Sprache.
Quelle:
www.aertzezeitung.de, 18.04.2017
Datenbank zur Pflegeforschung
Durch das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) wurde eine neue Online-Datenbank aufgesetzt, die eine Übersicht über Forschungsprojekte in der Pflege geben soll. In der Forschungsdatenbank sind sowohl abgeschlossene als auch noch laufende Projekte aufgelistet, laut ZQP sind derzeit 900 Forschungsprojekte in der Datenbank zu finden.
Das Angebot reiche von pflegerischen Interventionen bis hin zur Bildung, Prävention und E-Health und soll den Nutzern die Chance auf gezielte Recherche nach wissenschaftlichen Studien bieten. In der offenen Plattform sind Projekte der letzten zwölf Jahre zu finden.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 03.04.2017
E-Health Markt boomt
Das Volumen des Telemedizin-Marktes wird voraussichtlich bis 2020 von aktuell 80 Milliarden auf über 200 Milliarden US-Dollar in 2020 anwachsen, so Unternehmensberatung Roland Berger.
Besonders Start-Ups erhalten einen immer wichtiger werdenden Platz auf dem Markt, allein in den USA haben sie 2015 eine Finanzierung von 4,5 Milliarden US-Dollar erhalten. Laut Bitkom wird Telemedizin in den nächsten Jahren ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung sein. Auch in der Öffentlichkeit spiegelt sich dies langsam wieder: eine Studie beziffert das Gesamtinteresse auf 33 Prozent.
Quelle:
healthcare-startups.de, 02.03.2017
CDU plant digitale Schritte im Gesundheitswesen
Auch wenn Gesundheitspolitik kein Hauptthema im Wahlkampf ist, kommt doch keine Partei an ihr vorbei. In dem Bundesfachausschuss Gesundheit und Pflege der CDU wurde eine neue E-Health-Strategie aufgesetzt, welche in 12 Punkten den digitalen Ansprüchen im Gesundheitswesen gerecht werden soll. Im Vordergrund stehen dabei die Schwerpunkte Telemedizin, besserer Datenaustausch (auch für Forschungszwecke) und eine zunehmende Patientenautonomie.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 30.01.2017
Innovationen – NRW will Vorreiter werden
NRW Gesundheitsministerin Steffens sorgt sich, dass durch das Doppelwahljahr innovative Konzepte im Gesundheitswesen vernachlässigt werden könnten.
Steffens fordert, dass das Doppelwahljahr nicht zu einem Stillstand in der Gesundheitspolitik führen solle, und dass NRW „dem Bund zeigt, wie es besser geht“. Besonderen Handlungsbedarf sieht sie dabei in der Sektor übergreifenden Gesundheitsversorgung. Dabei sollen die Telemedizin und Telematik eine wichtige Rolle spielen, genau wie die stärkere Patientenorientierung.
Quelle:
www.ärztezeitung.de, 19.01.2017