Kategorie: ‘Patienten’
Arzneimittelinitiative ARMIN
ARMIN, eine Arzneimittelinitiative aus Sachsen/Thüringen ermöglicht das digitale Austauschen zwischen Arzt und Apotheker. Apotheker Stefan Fink berichtet von seinen positiven Erfahrungen, so sei die Kommunikation zwischen Ärzten und Apothekern unkompliziert und die Zuständigkeitsbereiche klar definiert.
Laut Fink sind mehr als 3000 Versicherte der AOK Plus bei ARMIN eingeschrieben, von 1500 Apotheken in Thüringen und Sachsen nehmen 1000 teil sowie 570 von circa 4000 Arztpraxen.
Quelle:
/www.pharmazeutische-zeitung.de, 04.04.2018
Digitale Medizin hackbar?
Die Vorstellung, dass Herzschrittmacher oder Insulinpumpen von dritten beeinflusst und manipuliert werden können bereitet vielen Menschen, die von solchen medizinischen Hilfsmitteln leben, Sorgen.
Laut einer Studie von US-Kardiologen sei die Wahrscheinlichkeit ein elektronisches Herz-Kreislauf-Gerät zu beeinflussen sehr gering, auch sind sowohl in den USA, als auch in Deutschland keine Fälle derartiger Hackerangriffe bekannt. Dennoch warnt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte vor Schwachstellen bei IT- vernetzten Medizinprodukten und fordert in der digitalen Gesundheitsvorsorge müsse der Schutz von Hackern und Datenklau ein wichtiges Thema bleiben.
Quelle:
www.egovernment-computing.de, 04.04.2018
Wunderwaffe Digitalisierung?
Sowohl Krankenkassen als auch die Politik setzen große Hoffnungen in die Digitalisierung, um das Problem der Versorgungsengpässe zu beheben. Der Vorstandschef Jens Naumann des Bundesverbands Gesundheits-IT warnt jedoch, die Digitalisierung nicht als einzige Problemlösungsstrategie zu betrachten.
Die Digitalisierung hat Grenzen und kann nicht alle Probleme lösen, so Naumann. Es müsse bedacht werden, dass die Digitalisierung nicht die Arbeit des fachlich qualifizierten Personals ersetzen kann. Dennoch ist er sich sicher, dass sie die medizinische Versorgung signifikant verändern wird- sie wird ortsunabhängig, zeitlich flexibler und transparenter werden.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 12.03.2018
Video-Sprechstunde für Häftlinge
In Baden-Württemberg startet ab April ein Modellprojekt, in dem Gefängnisinsassen per Videosprechstunde von Ärzten behandelt werden.
Das neue Verfahren wird vorerst in fünf Justizvollzugsanstalten getestet und soll maßgeblich zur Verringerung der Fluchtgefahr beitragen. In den angesetzten sechs Monaten sollen rund 2000 Gefangene von 30 Ärzten behandelt werden. Finanziert wird das Projekt durch einen privaten Unternehmer in Hamburg.
Quelle:
www.apotheke-adhoc.de, 09.03.2018
E-Health kommt nur schleppend voran
In Deutschland kommt E-Health nur schleppend voran, die Schuld daran wird häufig Ärzten gegeben. Eine DAK-Studie in Zusammenarbeit mit der „Ärzte Zeitung“ hat dies näher untersucht.
Laut einer Analyse halten beispielsweise 80% der Ärzte Videosprechstunden für nützlich, es haben allerdings erst 9% bereits Erfahrungen mit dieser gemacht. Dies soll künftig durch eine Aufhebung des Fernbehandlungsverbots geändert werden. Besonders junge Ärzte bewerten digitale Lösungen sehr positiv, aber auch bei älteren habe ein Umdenken stattgefunden.
Quelle:
www.ärztezeitung.de, 13.02.2018
Modellprojekt Fernbehandlung
In Baden-Württemberg wird ab April eine Fernbehandlung übers Internet getestet. In Tuttlingen und Stuttgart können sich Patienten dann ohne vorherigen persönlichen Kontakt zum Arzt, ausschließlich per Videotelefonie oder Telefon, behandeln lassen.
Das Modellprojekt Doc Direkt der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) wurde im Jahr 2017, zunächst für zwei Jahre, genehmigt und umgeht das, im E-Health Gesetz verankerte, Fernbehandlungsverbot. Das Ziel von Doc Direkt ist eine ambulante medizinische Versorgung, auch in ländlichen Gebieten, sicherzustellen.
Quelle:
www.pharmazeutische-zeitung.de, 25.01.2018
Digital-Dialog
Die Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink (Bündnis 90/Die Grünen) regt in einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) an, mittels eines Digital-Dialogs die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzubringen.
Laut Klein-Schmeink fehle es vor allem an „einer längerfristigen und zusammenhängenden politische Strategie für die Digitalisierung im Gesundheitswesen“. Um die Zeit der Regierungsbildung und den damit einhergehenden politischen Stillstand zu überbrücken, sollen „bestehende Probleme, Blockaden und Regelungsdefizite strukturiert und zielorientiert aufgearbeitet werden“.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 25.01.2017
Digitalisierung erzeugt höheren Arbeitsdruck
Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung erzeugt die Digitalisierung in Krankenhäusern einen höheren Arbeitsdruck.
Im Vergangenen Jahr wurden im Rahmen einer Studie rund 500 Pflegekräfte, 40 Ärzte und 100 weitere Klinikangestellte befragt. Obwohl 90% der Befragten der Digitalisierung offen gegenüber stünden, würden sie neue Technologien dennoch eher als Zusatzaufgabe wahrnehmen. Ein Drittel der Studienteilnehmer gab an, dass die Digitalisierung bislang nicht zur Entlastung geführt habe, sondern zu „mehr Hetze und Arbeitsverdichtung“.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 18.12.2017
„Tomatomedical“- neue Lebensretter-App
Die von dem Orthopäden und Unfallchirurg Dr. Matthias Lemberger entwickelte App „tomatomedical“ ruft automatisch die Notrufzentrale, wenn der Nutzer nicht mehr selbst dazu in der Lage ist.
Der Dead Man Sensor, der die Notfallverständigung übernehme, sei besonders für Unfälle auf Reisen und beim Sport entwickelt. Bewege sich der Patient nicht mehr, werde die Notrufzentrale benachrichtigt und seine Position über GPS übermittelt. Die Nutzung koste regulär einige Euro pro Monat, die von Patienten eingereichten Kosten seien aber regelmäßig von den Kassen erstattet worden.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 17.11.2017
Digitalisierung im Versorgungsalltag noch nicht angekommen
Nähme die Digitalisierung Fahrt auf, könnten Patienten bald mehr und mehr zu Hause behandelt werden.
In Deutschland werde diese Möglichkeit allerdings noch nicht ausreichend wahrgenommen und genutzt. Die Hürden der Digitalisierung in Deutschland werden auch am Beispiel von Google Street View deutlich. Digitalisierung werde hierzulande, laut Professor Bertram Häussler, Vorsitzender der Geschäftsführung des Forschungsinstituts IGES, noch zu sehr als Risiko und weniger als Chance gesehen.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 09.11.2017