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Kategorie: ‘Apotheker’

Elektronische Rezeptrückmeldung

26. Juni 2015 | von

Für einen weiteren Schritt in Richtung Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) müsse es schnittstellenübergreifende Systeme im Medikationsprozess geben, wie Professor Haefeli des Heidelberger Universitätsklinikums beim Hauptkonkress in Berlin verlautete. Helfen könnte nach Haefeli eine elektronische Rezeptrückmeldung, die den Ärzten Rückmeldung über die Rezepteinlösung des Patienten beim Apotheker gebe.

Weitere elektronische Unterstützung könnte man im Verordnungsprozess etablieren, um Verordnungsfehler, vor allem im Krankenhaus zu vermeiden. Hier könne laut Haefeli eine CPOE-Plattform (Computerized Physician Order Entry) helfen, wie sie einige Kliniken bereits nutzen.

Quelle:
Pharmazeutische Zeitung online, 12.06.2015

App soll bei der Medikamenteneinnahme helfen

15. Juni 2015 | von

Die von der Firma TruMedicines entwickelte App „TruScan“ erkennt durch einscannen Milliarden Pillen und liefert den Verbrauchern Informationen zu diesen.

Zur Identifikation scannt die App die Einkerbungen und Gravierungen auf der Tablette ein und gleicht sie in einer Hochgeschwindigkeits-Cloud ab. Nach Erkennung der Pille sollen die Patienten Informationen zu möglichen Wechselwirkungen, Inhaltsstoffen oder alternativen Wirkstoffen erhalten, sowohl schriftlich als auch akustisch. Um die Privatsphäre zu wahren, sollen die Daten laut Hersteller verschlüsselt an die Smartphones übertragen und nicht gespeichert werden.

Besonders Menschen, die viele Tabletten zu sich nehmen müssen, könnte diese App helfen den Überblick über diese zu behalten.

Quelle:
ingenieur.de, 15.06.2015

Apothekerverband bemängelt E-Health-Gesetz

05. Juni 2015 | von

Das E-Health-Gesetz sieht für Patienten, die drei oder mehr Medikamente (auch Selbstmedikation) einnehmen, einen Medikationsplan vor.
Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) kritisiert vor allem die „fehlende routinemäßige Einbindung der Apotheken“, wie ABDA Präsident Schmidt erklärte.

Die Erstellung des Medikationsplans soll weitestgehend von Ärzten übernommen werden, die dafür auch Anspruch auf Vergütung haben. Apotheker dürfen lediglich Aktualisierungen vornehmen, wofür allerdings keine laut Gesetz keine Vergütungsansprüche vorgesehen sind. Für ABDA Präsident  Schmidt handle es sich bei der Medikationsanalyse jedoch um eine komplexe pharmazeutische Tätigkeit, die auch entsprechend vergütet werden sollte.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 29.05.2015
DAZ.online, 30.05.2015

Rückruf von Importarzneimitteln

29. Mai 2015 | von

Wie die Arzneimittelkommission der deutschen Apotheker (AMK) bekannt gab, müssen erneut „nicht verkehrsfähige Packungen“ aus dem Arzneimittelimport zurückgerufen werden. Laut Importunternehmen handle es sich um unveränderte Originalware, allerdings könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch Ware von nicht autorisierten Großhändlern in die Lieferkette geraten seien.

Rückrufe vergangenen Jahres waren Folgen gestohlener Diebstähle aus Italien.

Quelle:
DAZ.online, 19.05.2015

Ärzte verweigern sich dem Stammdatenabgleich

29. Mai 2015 | von

Ärzte fühlen sich nicht für den online Stammdatenabgleich der elektronischen Gesundheitskarte verantwortlich, wie man auf dem Ärztetag in Frankfurt nun verlauten lies. So sei dies eine rein administrative Aufgabe, die Sache der Kassen sei und nichts im ärztlichen Alltag zu suchen habe.

Ab Herbst soll in einigen Regionen Deutschlands der Datenabgleich getestet werden. Laut gematik dauere das nicht länger als 5 Sekunden. Dabei werden neben der Adresse des Versicherten, die Gültigkeit der Versicherung, sowie dessen Zuzahlungsstatus online geprüft. Trotzdem solle der vierteljährliche Abgleich laut Ärzteschaft eher in Krankenkassenfilialen oder Apotheken erfolgen.

Gleichzeitig sei die Ärzteschaft jedoch grundsätzlich gegenüber sinnvollen telemedizinischen Anwendungen, wie dem Medikationsplan oder dem elektronischen Arztbrief offen, wie man zum Abschluss der Tagung bekannt gab.

Quelle:
heise online, 16.05.2015
e-health.com. 15.05.2015

Schwarzhandel: Arzneiengpässe in Polen

12. Mai 2015 | von

Polens Patienten fehlen lebenswichtige Medikamente. Schwarzhändler bringen die Medikamente über die umgekehrte Lieferkette in Länder wie Deutschland, Schweden, Norwegen oder Dänemark, da hier deutlich höhere Erlöse gehandelt werden. Nach der Erneuerung des Gesetzes für bezuschusste Arzneien gehören Medikamente in Polen zu den günstigsten in ganz Europa.

Etwa 200 Präparate sind vom Schwarzhandel betroffen, für die es oft keine Ersatzprodukte gibt. Unter anderem Insulin, kardiologische Medikamente, Parkinsonmittel oder Arzneien gegen psychische Störungen. Der Wert der Arzneiverschleppung liegt schätzungsweise in Milliardenhöhe.

Problem sei die bedrohte Lage der Pharmazeuten in Polen, die sich oftmals aufgrund der niedrigen Preise für Medikamente nicht am Markt halten können.

Quelle:
Pharmazeutische Zeitung online, 06.05.2015

Arztneimittelfälschungen nehmen pandemisches Ausmaß an

05. Mai 2015 | von

Wie die Deutsche Apotheker Zeitung berichtet melden immer mehr Länder gefälschte Arzneiprodukte und Verstöße in der Lieferkette. Feldstudien untersuchten verschiedene Medikamente auf ihre Qualität; Neun bis 41 Prozent entsprachen laut Studienergebnis nicht den Qualitätsvorschriften. Eine Prüfung von Interpol, bezüglich Malariamitteln und Antibiotika bestätigte, dass rund ein Drittel der Wirkstoffe nicht den Spezifikationen des Arzneibuches entsprachen.

Pharmaceutical Security Institute’s Counterfeit Incident System (CIS) ermittelte für 28 Prozent der Medikamente China als Ursprungsland für Entdeckung oder Vorfall. Der Rechtswissenschaftler Amir Attaran von der Universität Ottawa in Kanada fordere daher eine Einigung der Community der öffentlichen Gesundheit, der Strafverfolgungsbehörden und der Pharmaindustrie in einem internationalem Übereinkommen.
Das Modellgesetz finden Sie hier.

Quelle:
DAZ.online, 25.04.2015

Biotech-Verband fordert Daten der eGK

24. April 2015 | von

Forschungsunternehmen der Biotech-Branche kritisierten den Entwurf des E-Health-Gesetzes. Sie bräuchten eine möglichst breite Datengrundlage für Forschungszwecke und damit auch Zugriff auf die digitalen Daten der elektronischen Gesundheitskarten (eGK). Anonymisierungs- oder Pseudonymisierungsverfahren ermöglichten das deutsche Datenschutzniveau einzuhalten, erläuterte der Verband deutscher Biotechnologie-Unternehmen.

Die Biotechnologieunternehmen fordern daher, neben Kassen, Ärzten und Apotheker in Entscheidungsprozesse der Telematikinfrastruktur und der eGK miteinbezogen zu werden.

Quelle:
heise online, 09.04.2015

Neuer Gesundheitspakt für Hessen

07. April 2015 | von

Im Gesundheitspakt 2.0 der Landesregierung Hessen gehören zu den 15-Paktpartnern auch der Landesapothekerverband (LAV) und die Landesapothekerkammer (LAK) Hessen. Der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner sehe diese Kooperationsform und ein gemeinsamses Vorgehen als wesentlicher Bestandteil, um bedarfsgerechte medizinische Versorgung zu leisten.

Dazu werden Fortbildungen für Gesundheit- und Pflegeberufe angeboten, fachübergreifende Gesundheitszentren geschaffen und ein Medikationsplan erarbeitet. Der neue Pakt solle aber vor allem die Arbeit zwischen Ärzten und Apothekern fördern und maßgeblich die Effektivität der Arzneimitteltherapie verbessern, wie Kammerpräsidentin Ursula Funke bekannt gab.

Quelle:
DAZ.online, 24.03.2015

Gemeinsame Ausbildung für Gesundheitsberufe

20. März 2015 | von

Schwerpunkt beim Interprofessionellen Gesundheitskongress am 17./18. April in Dresden war die Kommunikation zwischen Akteuren im Gesundheitswesen.

Renate Tewes, Professorin der Evangelischen Hochschule Dresden wies auf Fehlentscheidungen hin, die aufgrund schlechter Kommunikation zwischen Arzt und Pflegepersonal auftreten. Laut Tewes könne man die Kommunikationswege deutlich verbessern indem man eine gemeinsame Ausbildung für Gesundheitsberufler schaffe. Kommunikation auf interprofessioneller Ebene müsse systematisch geübt werden.

Thomas Meißner, Mitglied des Präsidiums des Deutschen Pflegerates sprach auch die schlechten Kommunikationsmöglichkeiten an. Modernere Informationswege oder eine elektronische Patientenakte würde vieles erleichtern, so Meißner.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 18.03.2015