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Kategorie: ‘Patienten’

Apothekerverbände veröffentlichen Grundsatzpapier

16. Juli 2014 | von

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) veröffentlicht das Grundsatzpapier zum Medikationsmanagement. Darin würden wichtige Begriffe rund um das Medikationsmanagement definiert werden, die als Grundlage für weitere Entwicklungen dienen.

Das Medikationsmanagement sei darin als „kontinuierliche Betreuung zur Verbesserung der Arzneimitteltherapie durch ein interdisziplinäres Team“ festgelegt.

Die damit geforderte Zusammenarbeit verschiedener Heilberufe müsse deshalb über standardisierte und rationale Kommunikationswege erfolgen, um erfolgreich zu sein. Grundvoraussetzung sei, dass die Apotheke die Gesamtmedikation eines Patienten überblicken könne. Dazu müsse der Patient bereit sein, sich an eine Apotheke zu binden.

Quelle:
Pharmazeutische Zeitung, 10.07.2014

Das Grundsatzpapier der ABDA gibt es hier.

Patientenindividuelle Verblisterung bald Standard

08. Juli 2014 | von

Die patientenindividuelle Verblisterung von Medikamenten trage stark zur Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) bei. Die Verblisterung würde den Patienten helfen, Medikamente wie vorgeschrieben einzunehmen, und solle daher bald die Regel sein.

Vor allem in Anbetracht des demographischen Wandels stelle die AMTS eine immer größere Herausforderung dar. Eine Zusammenarbeit zwischen Patienten und einer Stammapotheke wirke sich positiv auf Sicherheit bei der Medikamenteneinnahme aus.

Auch die geplante elektronische Gesundheitskarte könne helfen die AMTS zu verbessern, indem der Medikationsplan dort hinterlegt werden könne. Allerdings sei man in Deutschland noch weit davon entfernt, dieses Medium nutzen zu können.

Quelle:
Pharmazeutische Zeitung, 27.06.2014

Illegale Medikamente aus Italien

01. Juli 2014 | von

Nach Ermittlungen des BKA seien in vielen europäischen Ländern bereits illegale Medikamente aus Italien eingeführt worden. Auch in Deutschland sei ein erster „italienischer“ Fälschungsfall bekannt geoworden. Es sei allerdings nicht bekannt, wie die gefälschten Medikamente in legale Vertriebswege gelangen konnten.

Einige Apotheker würden die ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung in Gefahr sehen. Großhändler, die ihre Ware aus Italien beziehen, würden unter Quarantäne gestellt, bis die Präparate geprüft seien.

Zweifel, ob die Camorra in die Arzneimitteldiebstähle und den Schwarzmarkthandel verwickelt seien, bestünden nicht. Einiges weise darauf hin, dass ein organisiertes Netzwerk verantwortlich sei. Die meisten Diebstähle seien zudem in der Mafiahochburg, im Süden Italiens, vermerkt worden.

Quelle:
Spiegel Online, 20.06.2014

Neues zum Thema hier.

Medikationsmanagement durch Apotheker

01. Juli 2014 | von

Laut Gesundheitsökonom Glaeske würden im Bereich Medikationsmanagement viele Besserungen möglich sein. Die Apotheke biete viele Möglichkeiten, die Versorgung zu verbessern.

So könne beispielsweise eine Kontrolle gleichzeitig eingenommener Medikamente in der Apotheke erfolgen, vor allem was die Selbstmedikation betreffe. Hierzu würden immerhin die Hälfte aller verkauften Arzneimittel zählen, unter welche auch einige „zweifelhafte“ fielen.

Quelle:
apotheke adhoc, 18.06.2014

Milliardengrab: Elektronische Gesundheitskarte

01. Juli 2014 | von

Noch immer seien nicht alle Versicherten mit der neuen elektronischen Gesundheitskarte ausgestattet. In das Projekt seien bereits fast eine Milliarde Euro geflossen und noch immer würden sich die Beteiligten nicht einig werden.

Für den anstehenden Test der eGK sei man sich immer noch nicht einig, ob das der KVB geforderte KV-SafeNet oder die IT-Lösung der Gematik verwendet werden solle. Christian Zahn des Kassenverbands sehe das Projekt in Gefahr, werde nicht bald eine Lösung gefunden.

Quelle:
Spiegel Online, 18.06.2014
heise online, 18.06.2014

Datenflatrate für Medikamentenriesen

17. Juni 2014 | von

Laut Technology Review hätte das Selbsthilfeangebot „PatiensLikeMe“ für chronisch Kranke einen Vertrag mit einem großen US-Pharmakonzern geschlossen, der diesem erlaube, auf sämtliche Daten zuzugreifen.

Für die nächsten fünf Jahre könne der Konzern nun alle Daten nutzen, die von Patienten bereitgestellt würden. Dabei handle es sich um anonymisierte Echtzeitdaten, die Symptome oder Behandlungsformen von über 250.000 Kranken beschreiben.

Quelle:
heise online, 22.05.2014

Unternehmen vesucht größte Gendatenbank der Welt aufzubauen

28. April 2014 | von

Geplant hätte das kalifornische Start-Up-Unternehmen die wohl größte Datenbank an Genom- und Mikrobiodaten zu erfassen. Zunächst wolle das Unternehmen etwa 40.000 Genome, später bis zu 100.000 pro Jahr erfassen. Zusätzlich dazu sollen auch die im Körper befindlichen Mikroorganismen sequenziert werden.

Ziel der Erfassung sei es, genetische Informationen über Krankheitsrisiken zu bekommen und zu erfahren, wie externe Bedingungen die Gesundheit beeinflussen.

Man erhoffe sich, von der kombinierten Datenbank neue Erkenntnisse über Alterungsprozesse zu gewinnen.

heise online, 17.04.2014

Gesundheitskarten vor Heartbleed-GAU sicher

17. April 2014 | von

Laut der Betreibergesellschaft der Gematik sei die Gesundheitskarten-Telematik nicht vom Heartbleed-Bug betroffen, denn zurzeit seien noch keinerlei Dienste online erreichbar.

Zudem erfolgte eine Anfrage bei den Anbietern der Systeme, ob diese potentiell für den Heartbeet-Bug anfällig seien. Für die Schwachstellenanalyse werde ein „Information Security Management System“ eingerichtet, das im Falle eines solchen Gaus einen klar definierten Prozess ablaufen lasse.

heise online, 14.04.2014

Sauerländische Klinik startet Geriatrienetzwerk-Projekt

17. April 2014 | von

Das Netzwerk zwischen Klinik, Heim und niedergelassenen Ärzten solle in Zukunft die Versorgung geriatrischer Patienten des städtischen Krankenhauses Maria Hilf in Brilon verbessern. Vorteile seien kürzere Wege für Patienten, ein besserer Austausch zwischen den Akteuren und eine medizinische Qualitätsverbesserungen.

Das Netzwerk basiere auf elektronischen Fallakten (EFA). Was bisher fehlte, sei der einheitliche Standard zum Informationsaustausch gewesen. Mit Unterstützung des Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik und der IHE-basierten EFA sei dies nun möglich.

In der ersten Phase sei die HIT Solutions GmbH Aachen als technischer Provider verantwortlich gewesen, allerdings sei eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Providern wünschenswert.

Quelle:
e-health.com, 03.04.2014
Ärzte Zeitung, 04.04.2014

Britische Kliniken verlieren zahlreiche Patientenakten

17. April 2014 | von

Laut dem britischen Marktforschungsunternehmen ICM Research sollen in britischen Kliniken seit 2011 über zwei Millionen Patientenakten verloren gegangen sein. Verloren hieße dabei, die Akten seien falsch versendet worden, versehentlich weggeworfen oder auf anderem unbekanntem Wege verschwunden.

Die British Medical Association (BMA) fordere jetzt vom Gesundheitsministerium Abhilfe durch Überprüfung und Straffung der Datenschutzbestimmungen und eine Verbesserung der Datenübermittlung.

Ärzte Zeitung, 09.04.2014