Kategorie: ‘Patienten’
„mHealth Playground“ auf der Medizintechnik-Messe Medica
Die jährlich stattfindende Medizintechnik-Messe Medica in Düsseldorf begeisterte dieses Jahr mit einem „mHealth Playground“. Hier konnten Besucher verschiedene Apps und Geräte der Telemedizin testen.
Vorgestellt wurden Produkte, wie ein intelligentes Pflaster, das beim Tragen verschiedene Werte sammelt und diese mittels Cloud direkt zum Arzt weiterleitet oder einen vom Fraunhofer-Institut IIS entwickelter Sessel, der Blutdruck, Gewicht etc. misst und diese auf einem Bildschirm wiedergibt. Schlechte Werte lassen aus dem Sessel ein Rudergerät entstehen.
Bei der Einführungsrede verkündete NRWs Gesundheits-Sekretärin Bredehorst Technik müsse nur so einfach und attraktiv wie Smartphones werden um von Patienten akzeptiert zu werden.
Quelle:
heise online, 21.11.2013
EU weiter Austausch von Patientendaten
Erstmals arbeiten EU-Staaten im Bereich e-Health zusammen. So wurde vergangene Woche eine gemeinsame Leitlinie zum grenzüberschreiteten Austausch von Patientendaten beschlossen.
Die Leitlinie solle für mehr Sicherheit und Beständigkeit in der Patientenversorgung schaffen. Nach Zustimmung der Patienten dürfen neben administrativen Daten auch Daten zum Gesundheitszustand der Patienten geteilt werden.
Die EU-Richtlinie trat Oktober dieses Jahres in Kraft.
Quelle:
Ärztezeitung, 20.11.2013
Online-Diagnosen in der Diskussion
Während in Deutschland Ärzten eine Diagnose ohne Behandlung untersagt ist, ist das in anderen Ländern wie der Schweiz bereits eine gängige Methode. Vor allem dem Ärztemangel in ländlichen Gegenden könne damit entgegen gewirkt werden.
Die Aufhebung des Verbots zur Ferndiagnose sehen viele Ärzte und Krankenkassen jedoch kritisch. Neben der Patientensicherheit behindere aber auch das zu langsame Internet auf dem Land die erfolgreiche Etablierung.
Ob eine gesetzlich abgesegete Realisierung überhaupt möglich ist, ist abhängig von langzeit Studien, deren Ergebnisse frühstens 2016 vorliegen.
Quelle:
Spiegel online, 12.11.2013
Ferngesteuerte Manipulation von Implantaten möglich
Die Nutzung der Telemedizin in der Herzschrittmachertechnik birgt Vorteile. Vor allem jüngere Patienten nutzen diese Technik um ihre Nachsorge mit weniger Aufwand zu gestalten. Die Patientendaten werden dabei über Mobilfunk an die zuständigen Kardiologen übertragen.
Um Energie zu sparen und damit einen batteriebedingten Implantatwechsel hinauszuzögern verzichten viele Patienten auf eine Verschlüsselung der Daten. Das Risiko des Datendiebstahls steigt damit jedoch enorm an. Gefährlicher ist dabei jedoch die ferngesteuerte Manipulation des Geräts, wie das Auslösen eines tödlichen Stromschlags. Dass die Möglichkeit zu einem solchen Anschlag besteht, bewies der kürzlich verstorbene Hacker Barnaby Jack mehrfach.
Um diese Schwachstelle zu beheben entwickelte Masoud Rostami nun ein System, welches im November bei der CCS in Berlin vorstellen wird.
Quelle:
Focus, 21.10.2013
Schweiz: Ärztliche Videoberatung in Apotheken
Das aktuell laufende Pilotprojekt „Netcare“ wird derzeit in über 200 Schweizer Apotheken getestet. Für dieses Projekt wurden 24 Bagatellerkrankungen definiert, die entweder vom Apotheker selbst oder mit Hilfe einer Videozuschaltung eines Arztes diagnostiziert werden können. Per Fax kann der Arzt ein benötigtes Rezept der Apotheke direkt übermitteln.
Zusätzlich entstehende Kosten würden von vielen Krankenkassen übernommen werden. Vorteile die Netcare bietet, wären zum einen die Entlastung von Notfallstationen, aber auch die Wartezeit der Patienten würden wesentlich verkürzt werden.
Trotz der Kritik einiger Ärzte soll das Projekt aufgrund des positiven Verlaufs vorzeitig für alle Apotheken geöffnet werden.
Quelle:
DAZ.online, 30.10.2013
Ungleichheit zwischen Ballungsräumen und Land wächst
Uneinheitliche Lebensverhältnisse herrschen in Deutschland längst vor. Arbeitsplatzangebot, Einkommen und Altersstrukturen unterscheiden sich je nach Region deutlich voneinander. Auch die medizinische Versorgung wird dadurch bedingt nicht flächenmäßig das gleiche Niveau halten können.
Ein festes quantitatives Verhältnis zwischen Ärztezahl und Einwohnerzahl wird zukünfitig nicht mehr gewährleistet werden können. Damit ländliche Gegenden nicht die Verlierer sind, sollten andere Ziele in den Fokus gestellt werden, wie die Frage nach dem anstrebbaren Gesundheitszustand oder welcher Leistungsmix den Bügern zustehen sollte.
Für die Sicherstellung wird eine lokale Benchmark angestrebt und nicht ein Vergleich mit dem Durchschnitt erfolgen.
Quelle:ÄrtzeZeitung, 14.10.2013
NRW bietet beste Voraussetzungen für Telematik
Um aufkommende Schwierigkeiten wie Ärztemangel oder steigende Kosten in der Gesundheitsbranche überwinden zu können, bieten neue Informations- und Kommunikationstechnologien beste Möglichkeiten.
Für eine optimale Integration ist eine sektorübergreifende Zusammenarbeit verschiedenster betroffener Branchen notwendig. Auch die Einbeziehung der Patienten in die Entwicklungsphase ist hierbei ein wichtiger Erfolgsfaktor, der die Akzeptanz von telematischen Anwedungen in der Gesellschaft enorm steigern kann.
Für die Umsetzung bietet NRW laut Dr. Horzetzky die besten Voraussetzungen. Neben der guten medizinischen Versorgungsdichte, der vielen renommierten Hochschulen und Universitäten sind zahlreiche branchenspezifische Unternehmen angesiedelt. Gründe, die erklären, warum hier die e-Health Entwicklung so erfolgreich funktioniert.
Quelle:
egesundheit NRW, 27.09.2013
Gesundheitssektor – vom Einzelhandel zum Walmart
Mit der Einführung der eletronischen Patientenakte und der damit zunehmenden Vernetzung im Gesundheitssektor wird laut David Cutler auch diese Branche eine ähnliche Entwicklung wie der Einzelhandel nehmen.
Ärzte, die alleine eine Praxis betreiben wird es in Zukunft nicht mehr geben. Auch die Zahl der Krankenhäuser wird sich deutlich verringern. Für die Behandlungen wird der Patient in Zukunft zusammengeschlossene Kiniken und Praxen aufsuchen müssen. Nach David Cutler kann der Patient davon nur profitieren.
Der größte Wandel wird die Rolle des Patienten in diesem System sein, der durch aktive Teilnahme in die Behandlung miteinbezogen wird und seine Daten eigenständig in seine Patientenakte einspeist.
Quelle:
Heise Online, 11.10.2013
Afrika: Mobilfunk könnte Gesundheitssystem revolutionieren
Durch die Nutzung von mittlerweile mehr als hundert Millionen Handys in Afrika sind nicht nur die Kommunikationsmöglichkeiten deutlich besser geworden, sondern auch eine Revolution des Gesundheitssystems denkbar.
Mit der Entstehung eines neues Sensornetzwerks kann beispielsweise die Versorgung mit Impfstoffen verbessert werden, indem Bestände mobil oder telefonisch übermittelt werden. Ein weiterer Vorteil ist die telefonische Terminvereinbarung, aber auch die Einsicht in Patientenakten ist wesentlich einfacher.
Quelle:
Heise Online, 4.10.2013
Finnland: mobile Verifizierung zum eHealth-Konto
Mithilfe einer Endnutzerauthentifizierung (Mobile ID) können Nutzer über ihre mobilen Geräte Gesundheitsberatern gestatten, medizinische Anwendungen mit perönlichen Daten zu verknüpfen.
Mit der ID-Verifizierung können sich die Patienten in ihr individuelles eHealth-Konto einloggen und dort ihre selbst erfassten Daten eingeben und speichern, so dass diese überall und jederzeit verfügbar sind.
Valimo ist derzeit der führende Anbieter für die mobile Benutzeridentifizierung und verwandelt mit der Public Key Infrastructure (PKI) SIM-fähige Geräte in digitale Indetifizierungsausweise.
Quelle:
finanztreff.de, 26.09.2013