Kategorie: ‘Patienten’
Wearables mit Sensoren
Die International CES bot dieses Jahr einen umfassenden Digital-Health-Bereich, der vor allem umschnallbare Körpersensoren vorstellte. Die Aktivitätstracker nehmen beispielsweise über in-ear-Kopfhörer Patientendaten, wie Sauerstoffversorgung auf und übermitteln diese weiter zum Smartphone.
Von diesen und anderen Neuheiten erwarten nicht nur junge Unternehmen, sondern auch etablierte Unternehmen der Unterhaltungselektronik am Milliarden-Markt mitverdienen zu können.
Quelle:
heise online, 10.01.2014
Deutsches Telemedizinportal in neuer Version
Seit November 2012 werden über das Deutsche Telemedizinportal Informationen zu über 200 aktuell bestehenden Projekten im telemedizinischen Bereich verfügbar gemacht. Ziel des Portals sei, Transparenz hinsichtlich telemedizinischer Projekte in Deutschland zu schaffen und nebenbei für neue Projekte Erfahrungswissen strukturiert darzustellen.
Nach bereitgestellten Vorgaben des Projektbeirats, verbesserten Fraunhofer FOKUS und die Ganymed GmbH die Portalstruktur vor allem im Bereich der Bedienerfreundlichkeit.
Für neue Lösungsansätze sollen dadurch kürzere Entwicklungszeiten und -aufwände möglich sein und die deutsche Versorgungssicherheit stetig verbessert werden.
Quelle:
e-Health, 13.12.2013
Digitale Patientenakte auf dem iPad
Gemeinsam mit dem deutschen Anbieter „xonion“ realisierter der e-Health Anbieter „the i-engineers“ einen Mobilzugriff über iPad oder iPhone auf die digitale Patientenakte.
Über die Mobilgeräte sollen sich sowohl administrative Falldaten, Krankengeschichten, Laborwerte, Operationsdokumentationen, aber auch radiologische Bildern auslesen lassen. Ebenfalls soll eine mobile Datenerfassung möglich sein.
Auch eine Diktierfunktion inklusive medizinischem Fachwörterbuch bringe die Technologie mit.
Quelle:
Computerworld, 13.12.2013
Erkältungsmedikamente per Post-Drohne
Die Deutsche Post will künftig Drohnen in der Paketzustellung einsetzen. Dafür werde mit den eigenen Mitarbeitern eine fünftägige Testphase gestartet.
Die Postmitarbeiter können dabei Medikamente auswählen, die dann per Paket-Drohne zum Adressaten transportiert werden. Geplant ist für die Zukunft, mittels der Drohne dringende Arzneimittel zu schwer erreichbaren Orten zu fliegen.
Auch der Online-Händler Amazon kündigte an Päkchen in Zukunft mittels Drohnen zuzustellen und plane damit eine Lieferzeit von 30 Minuten einzuhalten.
Quelle:
Spiegel Online, 5.12.13
App für Demenzkranke
Auf der Medica stellte die Telekom ihren sogenannten Tagesnavi vor. Diese App solle Dementkranken, psychisch Erkrankten oder Menschen mit altersbedingt eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten helfen, einfacher ihren Altag zu meistern.
Bei der Navigation helfen Bilder, Geräusche oder Sprachanzeigen dabei, anstehende oder erledigte Tätigkeiten darzustellen. Angehörige oder Pflegedienste können übereinen getrennten Appzugang mit den Patienten Regeln festlegen oder Termine austauschen.
Die App sei Ende 2014 auf dem Markt erhältlich
Quelle:
Ärzte Zeitung, 29.11.2013
Laborwerte via Smartphone
Neben verschiedenen Neuheiten in der Telemedizintechnik, wurde auf der Medizintechnik-Messe Medica am vergangenen Wochenende auch eine Gesundheits-App des Dienstleisters Deutsches Gesundheitsnetz (DGN) vorgestellt.
Mit der App iLDT ist ein Abruf von Patientendaten über das Smartphone möglich. iLDT kommuniziert dabei mit der sogenannten GUSbox, die als Datenzwischenspeicher dient. Gleichzeitig werden die Patientendaten der Patientenakte im Verwaltungssystem zugeordnet.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 25.11.2013
„mHealth Playground“ auf der Medizintechnik-Messe Medica
Die jährlich stattfindende Medizintechnik-Messe Medica in Düsseldorf begeisterte dieses Jahr mit einem „mHealth Playground“. Hier konnten Besucher verschiedene Apps und Geräte der Telemedizin testen.
Vorgestellt wurden Produkte, wie ein intelligentes Pflaster, das beim Tragen verschiedene Werte sammelt und diese mittels Cloud direkt zum Arzt weiterleitet oder einen vom Fraunhofer-Institut IIS entwickelter Sessel, der Blutdruck, Gewicht etc. misst und diese auf einem Bildschirm wiedergibt. Schlechte Werte lassen aus dem Sessel ein Rudergerät entstehen.
Bei der Einführungsrede verkündete NRWs Gesundheits-Sekretärin Bredehorst Technik müsse nur so einfach und attraktiv wie Smartphones werden um von Patienten akzeptiert zu werden.
Quelle:
heise online, 21.11.2013
EU weiter Austausch von Patientendaten
Erstmals arbeiten EU-Staaten im Bereich e-Health zusammen. So wurde vergangene Woche eine gemeinsame Leitlinie zum grenzüberschreiteten Austausch von Patientendaten beschlossen.
Die Leitlinie solle für mehr Sicherheit und Beständigkeit in der Patientenversorgung schaffen. Nach Zustimmung der Patienten dürfen neben administrativen Daten auch Daten zum Gesundheitszustand der Patienten geteilt werden.
Die EU-Richtlinie trat Oktober dieses Jahres in Kraft.
Quelle:
Ärztezeitung, 20.11.2013
Online-Diagnosen in der Diskussion
Während in Deutschland Ärzten eine Diagnose ohne Behandlung untersagt ist, ist das in anderen Ländern wie der Schweiz bereits eine gängige Methode. Vor allem dem Ärztemangel in ländlichen Gegenden könne damit entgegen gewirkt werden.
Die Aufhebung des Verbots zur Ferndiagnose sehen viele Ärzte und Krankenkassen jedoch kritisch. Neben der Patientensicherheit behindere aber auch das zu langsame Internet auf dem Land die erfolgreiche Etablierung.
Ob eine gesetzlich abgesegete Realisierung überhaupt möglich ist, ist abhängig von langzeit Studien, deren Ergebnisse frühstens 2016 vorliegen.
Quelle:
Spiegel online, 12.11.2013
Ferngesteuerte Manipulation von Implantaten möglich
Die Nutzung der Telemedizin in der Herzschrittmachertechnik birgt Vorteile. Vor allem jüngere Patienten nutzen diese Technik um ihre Nachsorge mit weniger Aufwand zu gestalten. Die Patientendaten werden dabei über Mobilfunk an die zuständigen Kardiologen übertragen.
Um Energie zu sparen und damit einen batteriebedingten Implantatwechsel hinauszuzögern verzichten viele Patienten auf eine Verschlüsselung der Daten. Das Risiko des Datendiebstahls steigt damit jedoch enorm an. Gefährlicher ist dabei jedoch die ferngesteuerte Manipulation des Geräts, wie das Auslösen eines tödlichen Stromschlags. Dass die Möglichkeit zu einem solchen Anschlag besteht, bewies der kürzlich verstorbene Hacker Barnaby Jack mehrfach.
Um diese Schwachstelle zu beheben entwickelte Masoud Rostami nun ein System, welches im November bei der CCS in Berlin vorstellen wird.
Quelle:
Focus, 21.10.2013