Kategorie: ‘Patienten’
IQWiG fordert verbesserte Patienteninformation
Im Hinblick auf den Plan der Bundesregierung, das Einladungsverfahren für Krebs-Früherkennungsmaßnahmen auszubauen, fordert das IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) qualitativ hochwertigeres Informationsmaterial für die Patienten.
Diesbezüglich stellte das Institut drei Kernanforderungen auf, nach denen Information dem aktuellen Stand des Wissens entsprechen, auf die Vor- und Nachteile eingehen und ergebnisoffen sein müssen.
Das dazu eigens entwickelte Internetangebot www.gesundheitsinformation.de soll genau diesen Forderungen Rechnung tragen.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 24.9.2012
Per Mausklick zum Arzt und Apotheker
Der Rezeptdienst Ordermed ist eine innovative Internetplattform, die Patienten, Ärzte und Apotheker zusammenbringen soll.
Der Nutzer kann per Mausklick oder über die Ordemed-App gleichzeitig Rezepte beim Arzt und Medikamente in der nächst gelegenen Apotheke vorbestellen. Dabei kann der Kunde selbst entscheiden, ob er das Rezept bzw. das Medikament selbst abholen oder der Apotheke die Anlieferung überlassen möchte.
Mit Hilfe dieser Logistik-Anwendung habe der Apotheker einen Überblick über alle verordneten Arzneimittel der Kunden und könne so zu allen Wechselwirkungen und Gegenanzeigen beraten.
Quelle:
HAN-Online, 11.9.2012
Telemedizin-Projekt unterstützt COPD-Patienten
Die Techniker Krankenkasse (TK) hat ein telemedizinisches COPD-Projekt ins Leben gerufen, mit dem Patienten mit chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (chronic obstructive pulmonary disease – COPD) deutschlandweit betreut werden können. Vermeidbare Krankenhausaufenthalte sollen so weiter reduziert und die Lebensqualität der Patienten verbessert werden.
Die erkrankten Patienten wurden dazu mit Telemedizin-Geräten ausgestattet. Damit erfassen die Betroffenen selbstständig unterschiedliche Daten, wie z.B. die Sauerstoffsättigung des Blutes und leiten diese per Knopfdruck an ein telemedizinisches Zentrum in Stuttgart weiter.
„Medizinische Fachkräfte schauen sich den Verlauf der Werte an und können auf diese Weise frühzeitig auf Verschlechterungen reagieren“
Quelle:
Ärzteblatt, 24.8.2012
Internetportal macht medizinische Befunde verständlicher
Das Internetportal Was hab ich? möchte medizinische Befunde verständlicher machen.
Die Plattform wird von Medizinstudenten, die kurz vor ihrem Abschluss stehen, in Zusammenarbeit mit Ärzten geführt. Den Patienten wird die Möglichkeit geboten ihren Laborbefund, zahnmedizinischen Befund, Arztbrief, das Ergebnis einer Röntgen-, CT- oder MRT-Untersuchung einzusenden und in verständlichen Worten übersetzen zu lassen.
Ziel des Portals ist es, das Arzt-Gespräch vor- und nachzubereiten, die Inhalte des Befundes sollen für den Patienten verständlicher werden.
Quelle:
Deutsche Apotheker Zeitung, 4.9.2012
Das Patiententagebuch auf dem Smartphone
Die App „Steps Tagebuch“ soll psychisch Kranken dabei helfen, den Verlauf ihrer Krankheit zu erfassen und besser verstehen zu können. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich an die Medikamenteneinnahme erinnern zu lassen.
Mittels der Tagebuchfunktion kann der Patient die Phasen seiner Erkrankung täglich erfassen und graphisch darstellen lassen. Die Aufzeichnungen des Stimmungsbildes sollen dem Anwender zu einem besseren Verständnis seiner eigenen Krankheit verhelfen. Bei Bedarf können die Ergebnisse auf dem Smartphone mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 6.9.2012
Ortung Demenzkranker über ihre Kleidung
Forscher des Projekts „MOBECS“ (Mobility and Emergency Call System) wollen mithilfe neuer, in der Kleidung integrierter Technologien, Senioren zu mehr Mobilität und Sicherheit verhelfen.
Im Rahmen dieses Pilotprojektes werden bereits bewährte Ortungssysteme, wie GPS-Module mit neuen Methoden zur automatischen Notfallerkennung kombiniert.
Dazu werden Beschleunigungs- und Bewegungssensoren, GPS-Module, Mikrofone und Kameras in tragbare Geräte oder auch Kleidung und Accessoires wie Gürtel und Armbanduhr integriert.
In einer Notfallsituation sollen die mobil nutzbaren Technologien den Betroffenen sofortige Hilfestellung bieten und automatisch eine zentrale, webbasierte Service-Plattform alarmieren.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 3.9.2012
Mit Quantified-Self den eigenen Körper vermessen
Als „Quantified-Self-Netzwerk“ bezeichnet man eine Bewegung, dessen Mitgliedern eine Vielzahl von Geräten und Smartphone Apps zur Verfügung stehen, mit denen sich der eigene Körper zu jeder Zeit vermessen lässt.
Die gesammelten Körper- und Lebensdaten können dann, mit Hilfe von Internet Plattformen wie TicTrac, graphisch aufgearbeitet und verknüpft werden.
Einige Quantified-Self-Anhänger wollen ihre sportlichen Leistungen verbessern, andere herausfinden, woher ihre Migräneanfälle kommen.
Quelle:
Heise Online, 11.8.2012
Eine Innovation – Der Mikrochip für die Tablette
Proteus Medical Health, ein US-Amerikanisches Unternehmen, hat einen Mikrochip entwickelt, der in eine herkömmliche Filmtablette integriert werden kann.
Mithilfe des etwa Sandkorn-großen Chips können Daten aus dem Körperinneren an die Hautoberfläche übertragen und dort von Sensoren empfangen werden. Diese können die gesammelten Informationen wiederum an ein Analyse-System auf einem Smartphone oder gleich ins Internet weiterleiten.
Der Chip in der Pille soll es Ärzten erleichtern nachzuvollziehen, ob und inwiefern Patienten ihre Medikamente ordnungsgemäß einnehmen. Neben dem Zeitpunkt der Einnahme sammeln die Sensoren noch weitere Daten wie die Herzfrequenz, Körpertemperatur und Körperbewegungen. Weisen die gewonnenen Informationen Unregelmäßigkeiten auf, kann der behandelnde Arzt reagieren und die Dosis neu anpassen.
Quellen:
WinFuture, 1.8.2012
Golem, 1.8.2012
Heise Online, 1.8.2012
Spiegel Online, 20.8.2012
Gesundheitsapps schaffen Transparenz
Online-Plattformen wie beispeilsweise Diagnosia.com verhelfen zu mehr Transparenz. Das Medikamentensuchportal, welches bald auch als Fachinformations-App zur Verfügung steht, ermöglicht Usern aus 14 verschiedenen Ländern, die Beipackzettel von Arzneinmitteln online einzusehen. Der Service soll künftig auch Medizinstudenten und Apotheken unterstützen, schneller an Informationen zu kommen.
Die Nutzung ist kostenlos und ermöglicht Zugriff auf das Medikamentenverzeichnis. Es können Informationen über Medikamente und Hersteller abgerufen und nach ähnlichen Produkten mit gleichen Wirkstoffen gesucht werden.
Eine weitere Bereicherung bietet das Telemonitoring. Dabei diagnostiziert, berät und überwacht der behandelnde Arzt seinen Patienten per Fernuntersuchung. Der Patient entscheidet selbst, welche und wie viele seiner Daten er über ein Telemonitoring-System an seinen Arzt weiterleitet.
Quelle:
Futurezone, 13.7.2012
Mikrochip – Apotheke unter der Haut
Vergessliche Patienten müssen sich womöglich in Zukunft keine Sorgen mehr darüber machen, die Einnahme ihrer Medikamente zu versäumen.
Forscher entwickelten und testeten erstmals ein implantierbares Wirkstoffdepot in Form eines Mikrochips. Dieser wird dem Patienten unter die Haut gesetzt und enthält mehrere Kammern mit einem Wirkstoff. Über ein elektrisches Signal lassen sich die Kammern einzeln öffnen und das darin enthaltene Medikament wird freigesetzt.
Quelle:
Stern.de, 16.2.2012