Kategorien
Seiten
-

SmartMed

Kategorie: ‘Patienten’

Mit Quantified-Self den eigenen Körper vermessen

30. August 2012 | von

Als „Quantified-Self-Netzwerk“ bezeichnet man eine Bewegung, dessen Mitgliedern eine Vielzahl von Geräten und Smartphone Apps zur Verfügung stehen, mit denen sich der eigene Körper zu jeder Zeit vermessen lässt.

Die gesammelten Körper- und Lebensdaten können dann, mit Hilfe von Internet Plattformen wie TicTrac, graphisch aufgearbeitet und verknüpft werden.

Einige Quantified-Self-Anhänger wollen ihre sportlichen Leistungen verbessern, andere herausfinden, woher ihre Migräneanfälle kommen.

Quelle:
Heise Online, 11.8.2012

Eine Innovation – Der Mikrochip für die Tablette

03. August 2012 | von

Proteus Medical Health, ein US-Amerikanisches Unternehmen, hat einen Mikrochip entwickelt, der in eine herkömmliche Filmtablette integriert werden kann.

Mithilfe des etwa Sandkorn-großen Chips können Daten aus dem Körperinneren an die Hautoberfläche übertragen und dort  von Sensoren empfangen werden. Diese können die gesammelten Informationen wiederum an ein Analyse-System auf einem Smartphone oder gleich ins Internet weiterleiten.

Der Chip in der Pille soll es Ärzten erleichtern nachzuvollziehen, ob und inwiefern Patienten ihre Medikamente ordnungsgemäß einnehmen. Neben dem Zeitpunkt der Einnahme sammeln die Sensoren noch weitere Daten wie die Herzfrequenz, Körpertemperatur und Körperbewegungen. Weisen die gewonnenen Informationen Unregelmäßigkeiten auf, kann der behandelnde Arzt reagieren und die Dosis neu anpassen.

Quellen:
WinFuture, 1.8.2012
Golem, 1.8.2012
Heise Online, 1.8.2012
Spiegel Online, 20.8.2012

Gesundheitsapps schaffen Transparenz

31. Juli 2012 | von

Online-Plattformen wie beispeilsweise Diagnosia.com verhelfen zu mehr Transparenz.  Das Medikamentensuchportal, welches bald auch als Fachinformations-App zur Verfügung steht, ermöglicht Usern aus 14 verschiedenen Ländern, die Beipackzettel von Arzneinmitteln online einzusehen. Der Service soll künftig auch Medizinstudenten und Apotheken unterstützen, schneller an Informationen zu kommen.

Die Nutzung ist kostenlos und ermöglicht Zugriff auf das Medikamentenverzeichnis. Es können Informationen über Medikamente und Hersteller abgerufen und nach ähnlichen Produkten mit gleichen Wirkstoffen gesucht werden.

Eine weitere Bereicherung bietet das Telemonitoring. Dabei diagnostiziert, berät und überwacht der behandelnde Arzt seinen Patienten per Fernuntersuchung. Der Patient entscheidet selbst, welche und wie viele seiner Daten er über ein Telemonitoring-System an seinen Arzt weiterleitet.

Quelle:
Futurezone, 13.7.2012

Mikrochip – Apotheke unter der Haut

26. Juli 2012 | von

Vergessliche Patienten müssen sich womöglich in Zukunft keine Sorgen mehr darüber machen, die Einnahme ihrer Medikamente zu versäumen.

Forscher entwickelten und testeten erstmals ein implantierbares Wirkstoffdepot in Form eines Mikrochips. Dieser wird dem Patienten unter die Haut gesetzt und enthält mehrere Kammern mit einem Wirkstoff. Über ein elektrisches Signal lassen sich die Kammern einzeln öffnen und das darin enthaltene Medikament wird freigesetzt.

Quelle:
Stern.de
, 16.2.2012

eGK soll künftig Organspende-Status enthalten

26. Juli 2012 | von

Der Bundestag beschloss, dass die elektronische Gesundheitskarte (eGK)  ab dem Jahr 2017 auch den Organspende-Status eines Patienten enthalten soll. Vorab würden künftig jedes zweite Jahr alle Bundesbürger ab dem 16. Lebensjahr, hinsichtlich ihrerer Bereitschaft zur Organspende befragt. Im Falle der Zustimmung wird diese Information dann auf der eGK vermerkt.

Dies diene der verbesserten und vereinfachten Dokumentation der Bereitwilligkeit zur Organspende.

Die Speicherung der Organspendebereitschaft soll vom Arzt vorgenommen werden, kann aber auch vom Patienten in der sicheren Umgebung eines Patientenkiosks bei einer Krankenkasse durchgeführt werden.

Seit dem 1.11.2012 besteht nun auch in Deutschland die Möglichkeit die eigene Bereitschaft zur Organspende auf seinem Facebook Profil zu vermerken.

Quelle:
Heise Online
, 25.5.2012

 

EU-weites Frühwarnsystem

26. Juli 2012 | von

Nach der letzten EHEC Epidemie überarbeitet die EU ihr Frühwarnsystem. Mittels einer Online-Meldeplattform soll die Kommunikation zwischen den Mitgliedsstaaten verbessert und verdächtige Anzeichen für Gesundheitsrisiken effizienter erfasst werden.

Sobald diesbezüglich ein konkreter Verdacht auftritt, trägt der jeweilige Staat das betroffene Produkt, Riskio, die ergriffenen Gegenmaßnahmen und die geografische Herkunft des Produkts ein. Diese Datenbank verschafft den anderen Mitgliedsstaaten wiederum die Möglichkeit frühzeitig zu erkennen, inwiefern sie betroffen sind.

Quelle:
deutsches Ärzteblatt
, 20.7.2012

Kenia: Mobiltelefone bereichern das Gesundheitssystem

26. Juli 2012 | von

In Kenia haben vier Studenten ein System entwickelt, das es ermöglicht, die Ausbreitung von Krankheiten im Land einfach, schnell und günstig zu erfassen.

Bisher wurden die unzähligen, teils handgeschriebenen Meldungen über Neuinfektionen aus über 5000 Praxen im Land, in den regionalen Büros der staatlichen Gesundheitsbehörde von Hand in eine Datenbank eingetragen.

Dieses mühselige und ineffiziente System wurde von den Studenten aufgegriffen und komplett überarbeitet. Im Mittelpunkt steht dabei das allbekannte Handy. Mit dessen Hilfe können Gesundheitshelfer in Kenia heute von überall aus Informationen an eine zentrale Datenbank übermitteln.

Quelle:
heise online, 27.6.2012

Die Therapie der Zukunft wird durch Selbstbeobachtung mitbestimmt

11. Juli 2012 | von

Die wirklich wichtigen Daten lassen sich nur im Alltag des Patienten erheben. Die Zukunft der Therapie wird deshalb weniger in der Momentaufnahme beim Arzt gesehen, als vielmehr in der kontinuierlichen Selbstbeobachtung durch den Patienten mit Hilfe von neuen Kommunikationstechnologien.

Mit modernen Smartphones stehen dem Patienten Dokumentationsgeräte zur Verfügung, die den Besitzer zu bestimmten Uhrzeiten anklingeln, ihn an die Einnahme von Tabletten erinnern, ihm einen Fragebogen vorlegen und diese Aufzeichnungen dann mit GPS-Daten verbinden, wenn z.B. eine Bewegungsstudie erstellt werden soll.

Quelle:
Offizielles Gesundheitsportal der deutschen ApothekerInnen, 22.6.2012

Patientenquittung

10. Juli 2012 | von

Die Bundesländer wollen die Rechte von Patienten und Patientinnen verbessern, indem sie unter anderem eine routinemäßige Patientenquittung fordern, die in patientenverständlicher Sprache formuliert ist. Eine solche Quittung soll neben den Diagnosen und erbrachten Leistungen zusätzlich noch Behandlungs- und Therapieempfehlungen, sowie Informationen zu Arzneimitteln beinhalten.Dies diene dem besseren Verständnis der eigenen Krankheit und einer aktiven, informierten Mitarbeit im Behandlungsprozess.

Desweiteren forden die Länder, dass Ärzte die Patienteninformation nicht nur erläutern, sondern diese auch auf Wunsch hin in Textform aushändigen.

Quelle:
Deutsche Apotheker Zeitung, 9.7.2012

Registerstudie in Finnland: Ist Antibiotika schuld?

04. Juli 2012 | von

Eine finnische Registerstudie konnte aufzeigen, dass ein Zusammenhang zwischen dem Antibiotikagebrauch von Kindern und Jugendlichen und einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED) besteht.

Dies konnte in Finnland deshalb so gut erforscht werden, weil dort alle Antibiotikaverordnungen in einem zentralen Register erfasst werden. So ließ sich beispielsweise kein Zusammenhang zwischen Antibiotikagebrauch und der Entstehung einer Colitis ulcerosa erkennen, sehr wohl jedoch eine Relation zu einer CED-Erkrankung.

Quelle:
SpringerMedizin.at, 23.5.2012

Studie:
Lauri, Virta et al. (2012). Association of Repeated Exposure to Antibiotics With the Development of Pediatric Crohn’s Disease—A Nationwide, Register-based Finnish Case-Control Study, American Journal of Epidemiology: kwr400v1-kwr400.