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SmartMed

Arzneimittelsicherheit auf Station

07. November 2014 | von

Um die Arzneimittelsicherheit auf Station zu erhöhen, werde in der Asklepios Klinik Barmbek auch der Krankenhausapotheker in die Therapie miteinbezogen, so der Pflegedirektor Axel Techam. Der Leiter des pharmazeutischen Teams der Klinik äußerte, dass rund 20% der ärztlichen Verordnungen interventionsbedürftig seien. Vorteil der Anwesenheit eines Apothekers auf Station sei ebenfalls, dass Fragen seitens des Pflegepersonals direkt geklärt werden könnten.

Ob dieses System schon bald Normalität werden sollte, wird derzeit auf dem Hamburger Pflegekongress diskutiert.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 24.10.2014

Schlupfloch im Arzneimittelneuordnungsgesetz (Amnog)

07. November 2014 | von

Das Arzneimittelneuordnungsgesetz (Amnog), soll Pharmaunternehmen davon abhalten, für neue Medikamente immense Preise zu verlangen. Um höhere Preise verhandeln zu können, muss das Pharmaunternehmen ein Dossier einreichen, welches belegt, dass der Nutzen des neuen Medikaments den der Vergleichstherapie tatsächlich übersteigt.

Laut Gemeinsamen Bundesauschuss (G-BA) Vorsitzenden Josef Hecken hat dieses System ein Schlupfloch für Medikamente, die einen geringeren Nutzen aufweisen, als die Vergleichstherapie. Für solche Medikamente müsse nämlich kein Dossier zur Prüfung vorgelegt werden und der Preis orientiere sich dann an dem der Vergleichstherapie.

Laut Spiegel sei davon etwa jedes zehnte Medikament betroffen und damit rund 23 Millionen Euro in Medikamente geflossen, die nicht geprüft wurden.

Quelle:
Spiegel online, 03.11.2014

Äußerungen der vfa zum Thema:
healthcare marketing, 05.11.2014

Online-Sprechstunde steht zur Verfügung

07. November 2014 | von

Theoretisch stünde das Angebot der Video-Sprechstunde allen Ärzten in Deutschland zur Verfügung, so das Unternehmen Patientus. Praktisch könnten bald etwa 100 Ärzte damit arbeiten. Das System solle freigeschaltet werden, wenn alle der Ärzte technisch ausgerüstet seien.

Für die Anwendung seien keinerlei besondere PC-Kenntnisse von Nöten. Gedacht sei die Anwendung nicht als Ersatz für den Arztbesuch, allerdings könnte sie den Erstkontakt zum Patienten erleichtern und zur Beantwortung allgemeiner Fragen dienen, gab Geschäftsführer Schulwitz bekannt.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 03.11.2014

 

Elektronischer Arztbrief im Testverfahren

07. November 2014 | von

Ziel des Projekts „eArztbrief“ der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) sei, laut KVWL-Vorstand Kriedel, die Praxistauglichkeit des Briefes sicherzustellen. Mit Hilfe des elektronischen Arztbriefes wolle man die Vernetzung und Kommunikation verbessern, so der Vorstand. An dem Projekt würden etwa 300 Ärzte und Kliniken teilnehmen, die ersten hätten bereits begonnen.

Der Brief enthalte eine Kopfzeile und ein nicht änderbares PDF. In der nächsten Stufe solle der elektronische Brief direkt in die Patientenakte miteinfließen, gab Kriedel bekannt.

Bewähre sich das Programm, so ziehe man in Betracht nächstes Jahr auch das elektronische Einweisungs- und Entlassungsmanagement zu testen.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 23.10.2014

Undurchsichtige Telemedizin

31. Oktober 2014 | von

Laut Tschöpe, Vorsitzender der Kommission Telemedizin der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, sei die undurchsichtige Telemedizin in Form von virtuellen Plattformen, über welche Patienten ihre Daten auswerten lassen könnten, sehr beunruhigend, denn nicht immer handle es sich um ein ärztliches Angebot. Für ihn sei klar, dass solche unfachlichen Angebote gestoppt werden müssten.

Auch nach Corinna Schaefer vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin, müsse man Gesundheitsportale mit Vorsicht betrachten, denn nicht immer wisse man wer sich hinter den Einträgen verberge.

Allerdings hätten solche Portale auch Vorteile. Laut Albrecht sei ein informierter Patient hinsichtlich der Therapietreue der bessere, denn er agiere bei der Behandlung als Partner.

Quelle:
Focus online, 29.10.2014

Radiologie – die erste globale Medizin

24. Oktober 2014 | von

Die erste globale Medizin könne laut Forsting, Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft, die Radiologie sein. Für kleinere Kliniken sei es schwierig, die vielen Röntgenaufnahmen auszuwerten. Diese könnten dann ihre Aufnahmen über Nacht verschlüsselt an teleradiologische Unternehmen versenden und von dort die Befunde bekommen.

Laut Untersuchungen könne belegt werden, dass teleradiologische Kooperationen etwa 25% der Kosten einsparen könnten, vor allem durch die geringeren Gehälter in Ländern wie Indien oder China. Laut der teleradiologischen Konzerne sei vor allem auch die Qualität hochwertig. Forsting zweifle das, aufgrund der hohen Spezialisierung der Betriebe, nicht an.

Laut dem Radiologen der Charité in Berlin sei das Problem jedoch die fehlende Kommunikation, denn die Interpretation sei oft nicht eindeutig.

Quelle:
Der Tagesspiegel, 21.10.2014

Gesellschaft für Innere Medizin unterstützt Medikationsmanagement

24. Oktober 2014 | von

Laut Positionspapier der Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) solle die ihrerseits gegründete Arbeitsgruppe „Arzneimitteltherapie-Sicherheit“ helfen, das Medikationsmanagement zu verbessern.

Aufgrund der steigenden Multimorbidität und Lebenserwartung werde laut Papier die Therapie immer komplexer. Oft seien mehrere Fachärzte beteiligt. Dies wiederum erfordere Maßnahmen zur Gewährleistung der Therapiesicherheit. Mittels der Expertise der Internisten wolle man nun die Kollegen unterstützen.

Die Arbeitsgruppe werde deshalb eine Arzneimitteltherapie definieren und Konzepte für die Abstimmung entwickeln. Informationen zur Arbeitsgruppe gibt es hier.

Quelle:
DAZ.online, 20.10.2014
DAZ.online, 20.10.2014

Testlauf für Telematikinfrastruktur

24. Oktober 2014 | von

Im kommenden Jahr solle, laut gematik, nun der sechsmonatige Probelauf für die Telematikinfrastruktur beginnen. Im Prüfstand befände sich vor allem alles rund um die eGk und der Heilberufsausweis.

Mit Hilfe des Heilberufsausweises könnten sich Ärzte und andere Heilberufler gegenüber der Telematikinfrastruktur ausweisen, auch die elektronische Signatur erfolge mittels des Ausweises, so die gematik.
Nach erfolgreichem Abschluss und der parallelen Evaluierung werde die Infrastruktur für den gesamten Bund erweitert und für alle Praxen bereitstehen. Danach würden auch die Apotheken mittels Heilberufsausweis angeschlossen, um den Bereich Arzneimitteltherapiesicherheit einzugliedern.

Quelle:
DAZ.online, 16.10.2014

Standard-Schnittstelle vor E-Health Gesetz praxistauglich

17. Oktober 2014 | von

Laut Bundesverband Gesundheits IT (bvitg) sei die einheitliche IT-Schnittstelle zum Austausch von Gesundheitsdaten bereits vor dem E-Health Gesetz praxistauglich. Die sogenannte BVITG-transfer solle in nächster Zeit sämtlichen Einrichtungen zur Verfügung stehen.

Diese Schnittstelle ermögliche nicht nur den Import und Export von Bestandsdaten, sondern könne auch mittels Prüfung die Arzneimittel-Therapiesicherheit sicherstellen, so der Verband.

Für den Geschäftsführer der bvitg sei es daher verwunderlich, wie „unzutreffende Nachrichten zu den Themen der Interoperabilität und Datenportabilität die Runde machen.“

Quelle:
Ärzte Zeitung, 15.10.2014
ehealth.com, 15.10.2014

Innovationsfonds für neue Versorgungsprojekte

17. Oktober 2014 | von

Der im Rahmen des Versorgungsstärkungsgesetzes angekündigte Innovationsfonds wecke laut GBA hohe Erwartungen. Die Krankenkassen sollen den Fonds jährlich mit 300 Millionen Euro halten. Die Verteilung erfolge durch den unparteiischen GBA.

Laut GBA-Vorsitzendem Hecken, könne man so sicherstellen, dass gute Ideen später auch in die Regelversorgung übernommen werden könnten. Für die Patientenvertreter der GBA sei vor allem die neu geschaffene Transparenz wichtig für den Erfolg.

Auch die Versorgungsforschung solle mit 75 Millionen Euro jährlich gefördert werden und damit den Patienten zu Gute kommen.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 15.10.2014