Kategorie: ‘Apotheker’
Bessere Patientenversorgung durch Apotheken-Portal
Durch eine weit verknüpfte Datenbank soll ein Portal für Apotheken zur besseren Patientenversorgung beitragen.
Für das Apotheken-Portal „Online-Vertragsportal“ (OVP) arbeiten der Deutsche Apothekerverband (DAV), Landes-Apothekerverbände und ABDATA Pharma-Daten-Service gemeinsam an einer Datenbank. Über 10.000 Apotheken dient dieses Portal schon als Hilfestellung für eine bessere Patientenversorgung. Es können beispielsweise Prüfungen zu formalen Bestimmungen zur Abgabe bestimmter Mittel erfolgen oder auch Abgleiche, welche Produkte die Krankenkasse des Versicherten erstattet.
Laut Dr. Rainer Bienfait (DAV) schaffe das OVP mehr Transparenz in dem Markt und nutze so auch den Patienten.
Quelle:
umwelt-panorama.de, 10.02.2016
Medikationsplan mit oder ohne Apotheker?
Patienten, die mehr als 3 Medikamente verordnet bekommen, haben nach dem Entwurf des E-Health Gesetzes Recht auf einen einheitlichen Medikationsplan. Ein Arzt ist verpflichtet diesen Plan zu erstellen, Apotheker hingegen sollen lediglich Ergänzungen vornehmen dürfen. Dies hat Proteste ausgelöst, sodass die Apothekerkammer Berlin eine Resolution verabschiedet hat, nach der ebenso ein Apotheker den Medikationsplan erstellen darf.
Quelle:
deutsche-apotheker-zeitung.de, 10.02.2016
Kritik an der geplanten Änderung des Arzneimittelgesetzes
Laut Entwurf des vierten Gesetzes zur Änderung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften, sollen Arzneimittel in Zukunft nur noch abgegeben werden dürfen, wenn die Verschreibung durch einen persönlichen Kontakt zwischen Arzt und Patient ausgestellt wurde.
Laut des Bundesverbands Deutscher Versandapotheken würde so ein guter Ansatz des E-Health-Gesetzes im Keim erstickt, da der Digitalisierung des Gesundheitswesens Steine in den Weg gelegt würden.
Quelle:
pharmazeutische-zeitung.de, 18.01.2016
Neue Internetplattform – Telemedizin, Gesundheit und Pflege
Die Website Portal.Gesundheit.Bayern informiert ab sofort über aktuelle Nachrichten zu eHealth und Telemedizin, sowie Gesundheitsvorsorge und Pflege. Das Projekt, welches von der Bayerischen TelemedAllianz (BTA) initiiert wird, richtet sich dabei nicht nur an Patienten, sondern auch an Ärzte und Pflegekräfte.
Quelle:
pharma-elations, 21.10.2015
Veranstaltung „eHealth.NRW“
Am 16. September 2015 findet zum ersten Mal das neue Veranstaltungsformat eHealth.NRW in Düsseldorf statt.
Ausrichter der Veranstaltung, mit Themen rund um das Gesundheitswesen im digitalen Wandeln, ist das Zentrum für Telematik und Teemedizin GmbH. Eröffnet wird das Programm durch die NRW Gesundheitsministerin Barbara Steffens und es richtet sich an im Gesundheitswesen tätige Akteure, so wie an IT-Unternehmen mit dem Schwerpunkt Gesundheitswesen.
Quelle:
paderzeitung.de, 20.07.2015
Apotheker fordern stärkere Beteiligung
Am 20. und 21. Juni fand der zweijährige Apothekertag in Stade statt. Unter den 350 Teilnehmern waren neben Apothekern auch pharmazeutische Fachangestellte, sowie Pharmazeuten im Praktikum.
Bei dem Treffen wurde eine stärkere Beteiligung für Apotheken gefordert, was die Gesetzgebungen in der Arzneimittelversorgung betrifft. Auch bei dem geplanten Medikationsplan des E-Health-Gesetzes möchten sie beteiligt sein. Laut der Präsidentin der Apothekerkammer Niedersachsen Magdalene Linz, würden nun auf Landes- so wie auf Bundesebene Gespräche geführt, um dieses Ziel zu erreichen.
Quelle:
ärztezeitung.de, 27.06.2015
Trotz Amnog ist die Arzneimittelverfügbarkeit sehr hoch
Im Rahmen einer Studie der Technischen Universität Berlin, welche der GKV-Spitzenverband beauftragte, wurde die Verzögerung zwischen Marktzulassung und tatsächlicher Erstattungsfähigkeit von Arzneimitteln in europäischen Länder verglichen.
Trotz des Arzneimittelneuordnungsgesetz (Amnog) ist die Verzögerung in Deutschland vergleichbar gering. Mehr als 95 Prozent der zugelassenen Arzneimittel seien laut Forscher in Deutschland innerhalb von drei Monaten verfügbar. Deutschland liege dabei deutlich vor Ländern wie Schweden und den Niederlanden. Auch sei die Erstattungsfähigkeit in Deutschland im Vergleich sehr hoch. Im relativen Vergleich liege Deutschland nach Irland und den Niederlanden auf Platz drei.
Quelle:
Deutsches Ärzteblatt, 16.06.2015
Elektronische Rezeptrückmeldung
Für einen weiteren Schritt in Richtung Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) müsse es schnittstellenübergreifende Systeme im Medikationsprozess geben, wie Professor Haefeli des Heidelberger Universitätsklinikums beim Hauptkonkress in Berlin verlautete. Helfen könnte nach Haefeli eine elektronische Rezeptrückmeldung, die den Ärzten Rückmeldung über die Rezepteinlösung des Patienten beim Apotheker gebe.
Weitere elektronische Unterstützung könnte man im Verordnungsprozess etablieren, um Verordnungsfehler, vor allem im Krankenhaus zu vermeiden. Hier könne laut Haefeli eine CPOE-Plattform (Computerized Physician Order Entry) helfen, wie sie einige Kliniken bereits nutzen.
Quelle:
Pharmazeutische Zeitung online, 12.06.2015
App soll bei der Medikamenteneinnahme helfen
Die von der Firma TruMedicines entwickelte App „TruScan“ erkennt durch einscannen Milliarden Pillen und liefert den Verbrauchern Informationen zu diesen.
Zur Identifikation scannt die App die Einkerbungen und Gravierungen auf der Tablette ein und gleicht sie in einer Hochgeschwindigkeits-Cloud ab. Nach Erkennung der Pille sollen die Patienten Informationen zu möglichen Wechselwirkungen, Inhaltsstoffen oder alternativen Wirkstoffen erhalten, sowohl schriftlich als auch akustisch. Um die Privatsphäre zu wahren, sollen die Daten laut Hersteller verschlüsselt an die Smartphones übertragen und nicht gespeichert werden.
Besonders Menschen, die viele Tabletten zu sich nehmen müssen, könnte diese App helfen den Überblick über diese zu behalten.
Quelle:
ingenieur.de, 15.06.2015
Apothekerverband bemängelt E-Health-Gesetz
Das E-Health-Gesetz sieht für Patienten, die drei oder mehr Medikamente (auch Selbstmedikation) einnehmen, einen Medikationsplan vor.
Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) kritisiert vor allem die „fehlende routinemäßige Einbindung der Apotheken“, wie ABDA Präsident Schmidt erklärte.
Die Erstellung des Medikationsplans soll weitestgehend von Ärzten übernommen werden, die dafür auch Anspruch auf Vergütung haben. Apotheker dürfen lediglich Aktualisierungen vornehmen, wofür allerdings keine laut Gesetz keine Vergütungsansprüche vorgesehen sind. Für ABDA Präsident Schmidt handle es sich bei der Medikationsanalyse jedoch um eine komplexe pharmazeutische Tätigkeit, die auch entsprechend vergütet werden sollte.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 29.05.2015
DAZ.online, 30.05.2015