Kategorie: ‘Apotheker’
Neues Verfahren der Arzneimittelzulassung
In Zusammenarbeit entwickelten die Europäische Arzneimittel Agentur (EMA) mit den nationalen Arzneimittelbehörden einen neuen Ansatz der Arzneimittelzulassung. Laut Entwicklerangaben, sei das neue Verfahren mit den Worten „adaptive pathways“ zu beschreiben.
Besonders an dem Verfahren, sei die frühe Zulassung für spezielle Patientengruppen, bereits nach den ersten klinischen Studien. Je nach Anwendungserkenntnissen, könne man die Verbreitung auf weitere Patienten ausdehnen, wie der Fachzeitschrift Clinical Pharmacology & Therapeutic zu entnehmen ist. Vorteile sehe man in der Möglichkeit rechtzeitig Zugang zu Arzneimitteln zu erlangen, oder dem kleineren Umfang der Patientenstudien.
Das 2014 gestartete Pilotprojekt solle seine erste Phase bereits im Februar 2015 hinter sich haben.
Quelle:
DAZ.online, 19.12.2014
Zwischenfazit AMNOG
Vier Jahre nach Inkrafttreten des Arzneimittelneuordnungsgesetzes (AMNOG), könne man bei etwa jeder zweiten Arzneimittelinnovation einen Zusatznutzen belegen, gab der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) bekannt. Laut Verband forschender Pharmaunternehmen, seinen im Jahr 2014 49 neue Medikamente auf den Markt gekommen, soviele, wie seit 25 Jahren nicht mehr.
Zur Diskussion stünde weiterhin, wie die gewonnene Zeit mit besserer Lebensqualität noch in die Arzneimittel-Beurteilung miteinfließen könne.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 18.12.2014
Versandapotheke: Tele-Pharmazie Pilotphase
Die Live-Beratung einer Versandapotheke stehe nun laut Anbieter online zur Verfügung. In einer mehrmonatigen Testphase wird die Videoberatung mittels Testkunden täglich für einige Stunden geprüft. Für die Kunden der Versandapotheke werde das Angebot im Laufe des Jahres 2015 zur Verfügung gestellt.
Der Anbieter gab bekannt, dass man so einen wichtigen Beitrag zur Versorgung von schlecht angebundenen Regionen leiste. Patientenindividuelle Fragen könnten direkt und persönlich geklärt werden. Man trage so auch zur Arzneimitteltherapiesicherheit bei.
Quelle:
DAZ online, 10.12.2014
heise online, 09.12.2014
Zwischenfazit: Modellprojekt ARMIN
Mittlerweile würden sich ca. 1000 Ärzte und Apotheker in Sachsen und Thüringen an dem Projekt beteiligen. Für Thüringens KV Hauptgeschäftsführer Auerswald sei die immer noch sehr geringe Beteiligung der Ärzte damit zu begründen, dass man sich noch in der Modell-Aufbauphase befinde.
Erweiterungen für das neue Jahr sei zum einen eine Erweiterung der Wirkstoffempfehlung für die Anwendungsgebiete Typ-2-Diabetes, Antibiotikatherapie der oberen Atemwege, Antibiotikatherapie der unteren Atemwege sowie Antibiotikatherapie der Harnwege. Zum anderen solle die Testphase patientenindividuellen Medikationsberatung anlaufen, so die Partner der Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen.
Quelle:
DAZ online, 10.23.2014
Ärzte Zeitung, 12.12.2014
AMTS-Datenmanagement mittels eGK
Die Freigabe des Lastenheftes zur freiwilligen Anwendung der Arzneimitteltherapiesicherheit mittels elektronischer Gesundheitskarte führt zu deren erstmaligen, nutzenorientierten Anwendung. Projektstart dazu war 2013, durch den Deutschen Apothekerverband (DAV).
DAV-Vorstandsmitglied Hubmann gab bekannt, dass Ärzte und Apotheker so Hinweise bezüglich der Auswahl und Abgabe des Medikaments bekämen. Patientenbezogene Informationen, wie Allergien oder Wechselwirkungen von Medikamenten stünden mit der Etablierung des Datenmanagements den Fachkräften bereit.
Quelle:
Pharmazeutische Zeitung online, 08.12.2014
Adherence: Einfluss von Unterstützung nicht erwiesen
Laut Cochrane-Review kann trotz Anleitungen zur Medikation keine wirkliche Verbesserung der Adherence oder des klinischen Outcomes festgestellt werden. Interventionen fanden im Rahmen von täglichen Anleitungen zur Anwendung, Motivationsgesprächen, Verhaltenstherapien und familiärer Unterstützung statt.
Laut Review könne selbst intensivsten Betreuungen kein signifikanter Einfluss beigemessen werden. Allerdings gehe aus den Studien nicht hervor, welche Art der Unterstützung sich wie auswirke.
Die Reviewer bemängeln auch Methodik der Studien. Es sei weder ein Design für Langzeitinterventionen vorhanden, noch objektive Messparameter zur Untersuchung von Adherence und klinischem Outcome.
Quelle:
DAZ.online, 28.11.2014
Elektronischer Arzneimittelcheck
Patienten des Unfallkrankenhauses in Berlin können wohl bald auf einen elektronischen Check ihrer Pillencocktails hoffen. Der eletronische Pharmecheck sei, laut ukb bundesweit einmalig. Mit der Neueinführung halte man sich an den Weg, kontinuierlich innovativ zu handeln, gab der Ärztliche Direktor des ukb bekannt.
Der elektronische Pharmacheck gibt Warnhinweise für Neben-, Wechselwirkungen, Überdosierung und Kontraindikationen. Man könne so, laut Chefapotheker Brüggmann Fehlinterpretationen durch handschriftliche Eintragungen vermeiden.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 25.11.2014
Einheitlicher Medikationsplan im Testlauf
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) gab nun bekannt, dass es bald einen einheitlichen Medikationsplan für den stationären und ambulanten Klinikaufenthalt geben solle, der von Ärzten, Apothekern und Pflegekräften genutzt werden solle. Ein einheitlicher Medikationsplan sei ein weiterer Schritt, die Arzneimitteltherapiesicherheit zu verbessern.
Zurzeit würden laut AkdÄ verschiedene Medikationspläne genutzt werden, die keine gemeinsame Schnittstelle hätten. Das solle sich nun ändern.
Dazu starten drei Modellprojekte in Thüringen, Sachsen und Nordbayern.
Spezifikation für einen patientenbezogenen Medikationsplan hier.
Quelle:
Ärzteblatt.de, 11.11.2014
Pharmazeutische Zeitung online, 12.11.2014
Zukunftsthema Medikationsmanegement
Die wichtigste Aufgabe, die wohl in Zukunft auf Deutschlands Apotheker zukommt, sei die Optimierung der Arzneimittelanwendung im Rahmen des Medikationsmanagements, so der Präsident der Apothekenkammer in Berlin. Weiter sei klar, dass auch Apotheker Akademiker seien und damit zur Fortbildung verpflichtet.
Um Kollegen vorzubereiten, werde nun von der Apothekenkammer in Berlin ein Seminar zur Medikationsanalyse angeboten.
Ähnlich beschloss auch die Apothekenkammer Sachsen-Anhalt im April 2015 eine Projektwoche anzubieten. Das gab die Kammer nach der gestrigen Versammlung bekannt. Im Rahmen der Projektwoche, solle jede Apotheke eine Medikationsanalyse bei mindestens fünf Patienten durchführen.
Quelle:
Pharmazeutische Zeitung online, 20.11.2014
DAZ online, 20.11.2014
Medikamentenschmuggel aufgeflogen
Laut Ermittlungsakten sei es den spanischen Behörden gelungen, eine Bande aus über 200 Apothekern und pharmazeutischen Großhändlern, die illegal Medikamente in EU-Länder geliefert hätten, zu zerschlagen.
Die kriminelle Organisation soll Medikamente im Wert von über 50 Millionen Euro illegal exportiert haben. Durch den deutlich höheren Erlös in Ländern, wie Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und Dänemark, sollen Gewinne von 800% möglich gewesen sein, so die Zeitung „El PaÌs“.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 11.11.2014