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SmartMed

EU weiter Austausch von Patientendaten

23. November 2013 | von

Erstmals arbeiten EU-Staaten im Bereich e-Health zusammen. So wurde vergangene Woche eine gemeinsame Leitlinie zum grenzüberschreiteten Austausch von Patientendaten beschlossen.

Die Leitlinie solle für mehr Sicherheit und Beständigkeit in der Patientenversorgung schaffen. Nach Zustimmung der Patienten dürfen neben administrativen Daten auch Daten zum Gesundheitszustand der Patienten geteilt werden.

Die EU-Richtlinie trat Oktober dieses Jahres in Kraft.

Quelle:
Ärztezeitung, 20.11.2013

Online-Diagnosen in der Diskussion

21. November 2013 | von

Während in Deutschland Ärzten eine Diagnose ohne Behandlung untersagt ist, ist das in anderen Ländern wie der Schweiz bereits eine gängige Methode. Vor allem dem Ärztemangel in ländlichen Gegenden könne damit entgegen gewirkt werden.

Die Aufhebung des Verbots zur Ferndiagnose sehen viele Ärzte und Krankenkassen jedoch kritisch. Neben der Patientensicherheit behindere aber auch das zu langsame Internet auf dem Land die erfolgreiche Etablierung.

Ob eine gesetzlich abgesegete Realisierung überhaupt möglich ist, ist abhängig von langzeit Studien, deren Ergebnisse frühstens 2016 vorliegen.

Quelle:
Spiegel online, 12.11.2013

Testphase für Heilberufsausweise

20. November 2013 | von

Damit die elektronischen Gesundheitskarten (eGK) sinnvoll genutzt werden können, bedarf es eines Heilberufsausweises (eHBA) für Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten. So solle im kommenden Jahr neben der Online-Aktualisierung der eGK auch die „qualifizierte elektronische Signatur“ (QES) mittels des eHBA erprobt werden.

In den nächsten Monaten würde laut gematik ein Portal entwickelt über welches die Ausweise beantragt werden können. Sie enthalten, wie auch die eGK, Lichtbild und Name des Besitzers. Die QES ermögliche eine sichere ekeltronische Unterschrift der elektronischen Dokumente.

Laut Elmer, Hauptgeschäftsführer der gematik, lege man mit diesem Ausweis einen wichtigen Baustein, der eine sichere und nachhaltige Patientenversorgung qualitativ aufwerte.

Quelle:
DAZ.online, 14.11.2013

Anschuldigungen gegen Apothekenrechenzentren unberechtigt

19. November 2013 | von

Die Anschuldigungen des Datenschützers Timo Weichert gegen das süddeutsche Apothekenrechenzentrum VSA, nicht ausreichend anonymisierte Daten an Dritte zu verkaufen, wurden jetzt von dem Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein als unbegründet abgewiesen.

Nachdem Weichert unter anderem behauptete aus den durch das Rechenzentrum vergebene Codes könne die Verischertennummer der Patienten zurückgewonnen werden, prüfte das zuständige Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht das Verfahren und erklärte es für rechtmäßig.

Quelle:
heise online, 13.11.2013

Ferngesteuerte Manipulation von Implantaten möglich

14. November 2013 | von

Die Nutzung der Telemedizin in der Herzschrittmachertechnik birgt Vorteile. Vor allem jüngere Patienten nutzen diese Technik um ihre Nachsorge mit weniger Aufwand zu gestalten. Die Patientendaten werden dabei über Mobilfunk an die zuständigen Kardiologen übertragen.

Um Energie zu sparen und damit einen batteriebedingten Implantatwechsel hinauszuzögern verzichten viele Patienten auf eine Verschlüsselung der Daten. Das Risiko des Datendiebstahls steigt damit jedoch enorm an. Gefährlicher ist dabei jedoch die ferngesteuerte Manipulation des Geräts, wie das Auslösen eines tödlichen Stromschlags. Dass die Möglichkeit zu einem solchen Anschlag besteht, bewies der kürzlich verstorbene Hacker Barnaby Jack mehrfach.

Um diese Schwachstelle zu beheben entwickelte Masoud Rostami nun ein System, welches im November bei der CCS in Berlin vorstellen wird.

Quelle:
Focus, 21.10.2013

NRW zeichnet Apo-AMTS-Modell aus

13. November 2013 | von

Der übergreifende und innovative Ansatz des Modells des Projekts zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) überzeuge laut Gesundheitsmanagerin Steffens.

Mit ihrer Idee, Pharmazeuten innerhalb ihres Praktikums die Möglichkeit zu bieten sich als AMTS-Manager ausbilden zu lassen, wurde von der Apothekenkammer Westfalen-Lippe ein Konzept erarbeitet, in dessen Mittelpunkt das professionelle Medikationsmanagement steht.

Die Schulung wird dabei von AMTS-Ausbildungsapotheken übernommen.

Quelle:
DAZ.online, 04.10.2013

In der Versorgungsforschung liegt Deutschland weit zurück

12. November 2013 | von

Nach Neugebauer seien Wissenschaftler der USA etwa 50 Jahre voraus und auch anderen Ländern hinke Deutschland weit hinterher. Um gegenzusteuern müsse Deutschland verstärkt bereits existierende Daten, wie Abrechnungsdaten der Krankenkassen, aufbereiten und deutlich mehr Studien in diesem Bereich durchführen.

Die Schwierigkeit der Aufbereitung von Daten ist dabei Quantität und Qualität unterscheiden zu können. Dafür sind vor allem geeignete Instrumente zu identifizieren und  eine fachgruppenübergreifende Zusammenarbeit, sowie deren Kooperation zu fördern.

So solle die deutsche Versorgungsforschung eine „Navigationshilfe im Gesundheitswesen“ werden.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 24.10.2013

NRW zahlt hohe Fördergelder

12. November 2013 | von

Mit mehr als 25 Millionen Euro fördert NRW derzeit Forschungsprojekte im Bereich Telematik und Telemedizin, um mit Hilfe der Technik eine nachhaltig gute Versorgung gewährleisten zu können. Um Menschen unabhängig ihres Status eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten und ein einheitliches Versorgungssystem aufrecht erhalten zu können, bedarf es nach Nagel die Unterstützung der IT.

Forschungsschwerpunkte sind neben 14 Projekte, die sich mit Telematik beschäftigen auch neun Projekte im Bereich elektronischen Patienten- und Fallakten.

Laut Dr. Günther Horzetzky könne das Land NRW damit als Vorreiter auf diesem Gebiet agieren.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 23.10.2013

Schweiz: Ärztliche Videoberatung in Apotheken

12. November 2013 | von

Das aktuell laufende Pilotprojekt „Netcare“ wird derzeit in über 200 Schweizer Apotheken getestet. Für dieses Projekt wurden 24 Bagatellerkrankungen definiert, die entweder vom Apotheker selbst oder mit Hilfe einer Videozuschaltung eines Arztes diagnostiziert werden können. Per Fax kann der Arzt ein benötigtes Rezept der Apotheke direkt übermitteln.

Zusätzlich entstehende Kosten würden von vielen Krankenkassen übernommen werden. Vorteile die Netcare bietet, wären zum einen die Entlastung von Notfallstationen, aber auch die Wartezeit der Patienten würden wesentlich verkürzt werden.

Trotz der Kritik einiger Ärzte soll das Projekt aufgrund des positiven Verlaufs vorzeitig für alle Apotheken geöffnet werden.

Quelle:
DAZ.online, 30.10.2013

Big Data – die Zukunft der Medizin

22. Oktober 2013 | von

Die Datenmenge einer Patientenakte wird sich in den nächsten Jahren vervielfachen. Nach Eva Reichl würde bis in wenigen Jahren ein Datenbestand von 20 Terabyte pro Patientenakte erreicht werden, bis 2020 seien 90 Zettabytes denkbar.

Der Mensch könne in Zukunft bis auf die molekulare Ebene erfasst werden und auch die Datenmengen würden problemlos bewältigt werden können. Vorteile sieht Plattner dabei nicht nur für Mediziner, auch für Hersteller oder Lieferanten, die sogenannte Datensilos bereitstellen, könne sich eine lukrative Branche ergeben.

Quelle:
heise online, 21.10.2013