Kategorie: ‘Ärzte’
Aachen: Telenotarzt als Regelbetrieb
Erstmals in Deutschland erhalte ein Bodenrettungsdienst dauerhafte telemedizinische Unterstützung für die Versorgung vor Ort. Das hätte Aachens Stadtrat, den Telenotarzt als Regelbetrieb einzusetzen, vergangene Woche beschlossen.
Die Kosten, die für den Telenotarztdienst (TNA-D) entstehen, würden die Krankenkassen übernehmen. Diese würden sich auf etwa acht Millionen belaufen. Die RTW seien mit Systemen ausgestattet, die eine Übertragung der Gesundheitsparameter zum Telearbeitsplatz ermöglichen. Die Notärzte könnten so die Rettungskräfte vor Ort unterstützen.
Hervorgegangen sei das Projekt „TemRas“ aus der Zusammenarbeit der Stadt Aachen, der RWTH Aachen und der Uniklinik Aachen.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 27.03.2014
Fehlende Abrechnungsmöglichkeit behindert Telemedizin
Die Mehrheit der niedergelassenen Ärzte glaube an die Möglichkeit der Effizienzsteigerung im Gesundheitssystem mittels Telemedizin. Das bestätige eine Online-Studie, die im Vorfeld der CeBIT durchgeführt wurde.
Mehr als zwei Drittel der Befragten seien der Meinung, dass das fehlende Abrechnungssystem für telemedizinische Behandlungen deren vermehrten Einsatz behindere.
Trotz aller Skepsis gegenüber der Telemedizin, seien jedoch auch ebenfalls zwei Drittel aller befragten Ärzte der Meinung, dass eine Einführung eigener Leistungspositionen im EBM notwendig sei.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 10.03.2014
Moderne Plattform für Teleradiologie und Telemedizin
Vor kurzem wurde die webbasierte Verbraucher-Plattform SecondOpinions.com eines akkreditierten Anbieters gestartet. Über diese Plattform wird den Nutzern weltweit ein Zugang zu US-amerikanischen Fachärzten ermöglicht.
Second Opinions Express TM ist ein neues Angebot für Patienten, welchen hier ermöglicht wird, Fragen an Fachärzte zu stellen und innerhalb von 30 Minuten eine schriftliche Antwort zu erhallten. Dieser Service solle an 365 Tagen und rund um die Uhr bereitgestellt werden.
Mit 19,95 US-Dollar sei der Dienst erschwinglich und biete Patienten die Möglichkeit, eine glaubwürdige, schnelle und medizinisch fundierte Beratung zu erhalten. Auch ein Zweitgutachten für Bildmaterial sei möglich, indem die Dateien ganz einfach über die vertrauliche Plattform hochgeladen werden könnten.
Quelle:
finanztreff.de, 23.1.2014
Virtueller Arztbesuch wird weltweiter Trend des Jahres
Experten prognostizieren einen weltweiten Anstieg um etwa 400 Prozent für den virtuellen Arztbesuch (eVisit). Damit verbunden seien enorme Einsparungen, etwa in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar im Gesundheitswesen.
Es handle sich dabei weniger um Arztbesuche über den Bildschirm; vielmehr fänden sogenannte eVisits statt, um Daten auszutauschen oder Fragebögen zu beantworten.
Ärztemangel, Versorgungssicherheit, Kostenersparnis und technischer Frotschritt seien Gründe für diese Entwicklungen. Nur Deuschland werde davon wenig profitieren. Hier hinderten rechtliche Vorgaben eine Durchsetzung der E-Visite.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 16.01.2014
Digitale Patientenakte auf dem iPad
Gemeinsam mit dem deutschen Anbieter „xonion“ realisierter der e-Health Anbieter „the i-engineers“ einen Mobilzugriff über iPad oder iPhone auf die digitale Patientenakte.
Über die Mobilgeräte sollen sich sowohl administrative Falldaten, Krankengeschichten, Laborwerte, Operationsdokumentationen, aber auch radiologische Bildern auslesen lassen. Ebenfalls soll eine mobile Datenerfassung möglich sein.
Auch eine Diktierfunktion inklusive medizinischem Fachwörterbuch bringe die Technologie mit.
Quelle:
Computerworld, 13.12.2013
Problem „Fallzahl“ in der Versorgungsforschung
Rechne man die Patienten pro Facharzt und Krankenkasse herunter, so ergeben sich nur sehr geringe Fallzahlen. Dies stellt ein methodisches Problem für die Qualitätsmessung im Versorgungsbereich dar.
So finde man bei Hausärzten pro Arzt zwar höhere Versicherten-Fallzahlen, jedoch sei das Patientenkollektiv hier sehr heterogen. Umgekehrt betrifft dies die Fachärzte.
Die Mitarbeiter des wissenschaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse (WINEG) untersuchten daher, welche QS-Indikatoren geeignet seien, um Aussagen auf individueller Arzt-Ebene treffen zu können.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 11.12.2013
EU unterstützt telemedizinische Dienste in Sachsen
Erstmals genehmigte die EU-Kommission die staatliche Unterstützung einer telemedizinischen Plattform.
Um die medizinische Unterstützung für Menschen in abgelegenen Regionen Sachsens sicherzustellen, solle eine finanzielle Unterstützung über 10 Millionen Euro bereitgestellt werden. Dabei würden 80% aus EU-Mitteln bezahlt, der Rest vom Land selbst.
Für die Realisierung des umfangreichen Projekts würde die Summe der Partnerschaft zwischen Carus consilium Sachsen GmbH und der T-Systems International GmbH zugesprochen.
Quelle:
E-HEALTH, 04.12.13
Nutzen der Telemedizin wird überschätzt
Nach einer Untersuchung der Bremer Krankenkasse hkk, werde der Nuzen der Telemedizin sowohl hinsichtlich Gesundheit, als auch wirtschaftlichen Auswirkungen überschätzt.
Die Untersuchung bestand aus der Auswertung von 15 internationalen Studien, die sich zum einen mit telematischen Behandlungen chronisch Herzisuffizienter, aber auch mit der allgemeinen telemedizinischen Versorgung beschäftigten.
Fazit sei laut hkk, dass weniger Patienten einen Zusatznutzen hätten und auch weniger profitierten. Nach Braun sei es daher nicht vernünftig Telemedizin flächendeckend einzusetzen.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 3.12.2013
Arvato übernimmt Erprobungstest
Für den Erprobungstest der elektronischen Gesundheitskarte wurde von der Gematik der IT-Dienstleister Arvato ausgewählt. Arvato übernimmt damit die Verantwortung für den Ausbau der telematischen Infrastruktur. Auch einen Teil der Softwareentwicklung für Testpraxen und Testkliniken solle der Dienstleister dabei tragen.
Mit diesem Testverfahren werde geprüft, wie gut der organisationsübergreifende Datenaustausch zwischen den verschiedenen Organen des Gesundheitswesen mit Hilfe der eGK und des eHBA funktioniere.
In den Testregionen Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Bayern sollen jeweils 500 Praxen und Kliniken vernetzt werden.
Quelle:
heise online, 28.11.2013
Unzureichende Studienlage behindert Verankerung von Telematikstrukturen in den Leistungskatalogen
Eigentlich sollte der Bewertungsausschluss bereits im März 2013 festlegen, welche telemedizinischen Anwendungen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden sollen. Einige Rahmenbedingungen wurden bereits festgelegt und nach Einschätzungen von Experten des Bundesministeriums für Gesundheit ist eine Verankerung im GKV-Katalog bald denkbar.
Grund für die Verzögerungen sei die derzeitige unzureichende Studienlage. Laut Popert gäbe es zwar viele Studien, die seien jedoch methodisch unzureichend. Studien hätten oft eine begrenzte Aussagekraft und auch die Patientensicherheit würde darin nur unzureichend betrachtet werden.
Mangiapane kündigte nun an den Entwicklungsprozess in der nächsten Legislaturperiode zu beschleunigen.
Quelle:
Deutsches Ärztblatt, 23.11.2013