Kategorien
Seiten
-

SmartMed

Kategorie: ‘Ärzte’

Fußnetz Bayern vereint alle Leistungserbringer

26. April 2013 | von

Das IV-Projekt Fußnetz Bayern möchte durch eine sektorübergreifende Zusammenarbeit aller Leistungserbringer Amputationen bei Diabetikern so oft wie möglich verhindern.

Beteiligt seien mehr als 100 Experten aus ganz Bayern, die sich zu einem Verein zusammengeschlossen hätten. Dieser wolle das Problem des Informationsverlustes sowie der Doppelbuchungen aufgrund der vielen Schnittstellen in den Griff bekommen.

Das Besondere: „Alle arbeiten an ein und derselben Patientenakte“. Anstelle einer lokalen Softwarelösung nutze das Netz einen Synapter. Das internetbasierte, verschlüsselte System erfülle höchste technische und juristische Sicherheitsstandards.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 22.4.2013

Standardisierte Software für Ärztenetze

22. April 2013 | von

Die CompuGroup Medical Deutschland AG entwickelte in Zusammenarbeit mit der OptiMedis AG eine vollständig integrierte und standardisierte Software CGM NET für Praxisnetze und weitere Versorgungsverbünde. Diese präsentierten sie erstmals beim Gesundheitsnetzwerker-Kongress am 10. April 2013.

Die neue Software umfasse unter anderem eine elektronische Patientenakte, auf die alle Netzärzte zugreifen könnten, und enthalte die im „Gesundes Kinzigtal“ entwickelten und evaluierten Behandlungspfade. Arztnetze könnten aber auch selbst entwickelte Behandlungspfade integrieren.

Außerdem soll die Software künftig die Möglichkeit enthalten, eine Onlinesprechstunde anzubieten, in der Patienten vor einer Behandlung Fragen stellen können, sowie einen Onlineterminservice.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 17.4.2013
Ärzteblatt, 10.4.2013

Rundum-Versorgung durch Ärztenetze

22. April 2013 | von

Der Aufsichtsratsvorsitzende des Netzes Unternehmen Gesundheit Franken (UGeF), Dr. Hans-Joachim Mörsdorf, ist der Meinung, Ärztenetze könnten eine Versorgung bieten, die über die Regelversorgung hinaus gehe. Eine Rundum-Versorgung sei dann möglich, wenn sich die Netze konsequent am biopsychosozialen Krankheitsmodell orientierten.

Der organisatorische Mehraufwand in den Praxen bedürfe dabei – zu Motivationszwecken – einer zusätzlichen Vergütung. Genauso wichtig wie die Kooperation der Kassen sei die des Patienten. „Der Patient muss mitmachen“, sagt Mörsdorf. Er dürfe nicht das Gefühl haben, dass er nur ein Fall sei.

Dazu verfolge das Netz UGeF das Prinzip des Shared Decision Making; hier hat die gemeinsame Medikationsentscheidung von Arzt und Patienten Vorrang gegenüber Leitlinien.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 17.4.2013

Fax-Proteste gegen Online-Abrechnung

19. April 2013 | von

Derzeit laufe im Saarland eine Protest-Fax-Aktion gegen den von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) beschlossenen Zwang, ab dem 1. Juli 2013 nur noch online abrechnen zu dürfen.

Ab 2014 dürfe zur Abrechnung nur noch das „kV-SafeNet“ genutzt werden. Dabei würden die Daten direkt aus dem Praxisrechner an die KV übermittelt. Wer dieses System nicht nutzt, könne nichts mehr abrechnen.

Kritiker befürchten durch die Zwangsvernetzung eine Gefährdung der Patienten- und Praxisdaten, sowie eine erhöhte Kostenbelastung der saarländischen Vertragsärzte.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 17.4.2013

Elektronischer Arztbrief ist bereit für die Praxis

19. April 2013 | von

Der sich im Test befindende elektronische Arztbrief sei praxistauglich. Das System soll nach den Sommerferien im ganzen Rheinland etabliert werden.

Im Rahmen der Testphase in Düren seien bislang rund 20.000 elektronische Arztbriefe verschickt worden, berichtete Gilbert Mohr, Leiter der KVNo-Stabsstelle IT in der Arztpraxis. Die beteiligten Ärzte und Kliniken seien bereit, das elektronische Überleitungsmanagement in die Praxis umzusetzen.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 25.3.2013

TK plant Feldstudie zur Online-Terminbuchung

10. April 2013 | von

Die Techniker Krankenkasse (TK) plant einen sämtliche Arztgruppen abdeckenden, bundesweiten Feldversuch um zu erkunden, wie sinnvoll eine Online-Terminbuchung ist.

Die Resonanz eines bereits abgeschlossenen Pilotversuches dazu sei sehr positiv ausgefallen. Einer Befragung zu Folge hätten 85 Prozent der teilnehmenden Ärzte die Online-Buchung als arbeitserleichternd empfunden. Und 90 Prozent der Patientinnen und Patienten würden dieses Verfahren erneut in Anspruch nehmen.

Konkret sehe die auf ein Jahr begrenzte Studie so aus, dass die Basisdaten des Arztes zusammen mit seiner Online-Terminbuchung mit dem TK-Portal verbunden werden. Dort können sich dann Patienten verschiedener Krankenkassen einen Termin reservieren.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 28.3.2013

„Tele-Augenkonsil“ soll landesweit eingeführt werden

10. April 2013 | von

Die von Martin Laser eingeführte Methode des „Tele-Augenkonsils“ soll weiterentwickelt und landesweit eingeführt werden.

Bei dem Verfahren wird mit einer Augenkamera ein genaues Netzhautbild des Patienten erstellt, das die Gefäße des Auges abzeichnet. Daraus ließen sich Informationen über das gesamte Gehirn und damit über den Gesundheitszustand des Menschen ableiten. Unterstützt wird das Verfahren durch die Telemedizin. Netzhautbilder, die Martin Laser mit seiner Augenkamera aufnimmt, kann er zur weiteren Analyse an einen Augenarzt senden. Bei Unregelmäßigkeiten könne dieser dann entscheiden, ob eine weitere Behandlung nötig ist oder nicht, ohne dass der Patient die Augenarztpraxis betreten musste.

Gerade für ältere Menschen oder Patienten aus ländlichen Regionen sei diese Methode von Vorteil. Eine ärtztliche Versorgung wäre damit gewährleistet, ohne dass der Patient den Aufwand betreiben müsste, eine Facharztpraxis aufzusuchen.

Quelle:
Nürnberger Zeitung, 16.3.2013

NRW plant elektronisch gestützes Einweisungs- und Entlassungsmanagement

28. März 2013 | von

Zur Optimierung des Einweisungs- und Entlassungsmanagements im Krankenhaus plant Nordrhein Westfalen ein einheitliches elektronisches Verfahren. „Der Patient ist derzeit bei seinem Weg durch das Gesundheitssystem völlig allein und unbegleitet“, kritisierte der Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo), Peter Potthoff.

Abhilfe diesbezüglich soll ein elektronisch unterstütztes Überleitungsverfahren schaffen, damit der Informationsaustausch zwischen ambulantem und stationärem Sektor verbessert wird.

Das System soll zunächst im Raum Düren getestet werden, wo bereits seit drei Jahren Erfahrungen mit dem elektronischen Arztbrief gesammelt werden.

Quelle:
Ärzteblatt, 15.3.2013

Online-Ärzte: Bundesärztekammer ist skeptisch

28. März 2013 | von

Die Bundesärzte Kammer (BÄK) warnte vor der Behandlung durch sogenannte Online-Ärzte. Eine ganzheitliche Behandlung und Diagnosen über das Internet seien nicht im Interesse des Patienten.

Gemäß der (Muster-)Berufsordnung für die deutschen Ärzte dürfe die  Patientenindividuelle ärztliche Behandlung, insbesondere die Beratung, nicht ausschließlich aus der Ferne durchgeführt werden.

Besonders skeptisch betrachte die BÄK Angebote wie das britische Portal DrEd, bei dem sich laut Betreiber in Deutschland rund 15.000 Patienten betreuen lassen.

Quelle:
Ärzteblatt, 15.3.2013

Polen strebt digitales Gesundheitssystem an

28. März 2013 | von

Laut der deutschen Außenhandelsagentur Germany Trade & Invest (gtai) strebt Polen nach einem kompletten E-Government, das auch ein einheitliches System im Gesundheitswesen umfasst.

Bereits seit Anfang des Jahres gebe es laut gtai Veränderungen im Patienteninformationssystem. Aufgrund des zentralen Melderegisters müssten Patienten beim Besuch einer öffentlichen Gesundheitseinrichtung keinen Nachweis mehr über einen bestehenden Krankenversicherungsschutz stellen. Dies soll auch private Gesundheitseinrichtungen umfassen.

Auch elektronische Rezepte und Krankenakten seien langfristig geplant. Außerdem sollen alle Patienten mit einer elektronischen Gesundheitskarte ausgestattet werden, auf der die individuelle Krankenhistorie digital abrufbar ist.

Quelle:
Ärztezeitung, 12.3.2013