Kategorie: ‘Ärzte’
Bundesgesundheitsministerium gibt eHealth-Planungsstudie in Auftrag
Die gegenwärtige Vielfalt von IT-Systemen im Gesundheitswesen erschwert eine koordinierte Zusammenarbeit in und zwischen den Sektoren. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat in diesem Zusammenhang eine „Planungsstudie Interoperabilität“ in Auftrag gegeben.
Diese Studie soll dazu beitragen, dass die „vorhandenen, modernen Informations- und Kommunikationstechnologien noch besser für eine qualitativ hochwertige Versorgung der Patientinnen und Patienten genutzt werden können“, erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Ulrike Flach.
Quelle:
eHealth-com, 25.9.2012
Über 100 Hausarztpraxen forschen mit Uni
Dem im vergangenen Jahr gegründeten Frankfurter Forschungspraxen-Netzwerk (ForN), haben sich mittlerweile rund 100 Mitgliedspraxen angeschlossen.
Das Netzt wurde gegründet, um den wissenschaftlichen Austausch zwischen Praxen und dem Institut für Allgemeinmedizin in Frankfurt/Main zu intensivieren und um Hausarztpraxen bei der Durchführung von Forschungsprojekten des Instituts mit einzubeziehen.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 20.9.2012
Fehlende Anwendungen für den E-Arztausweis
Mit Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) ist auch der elektronische Arztausweis erforderlich geworden. Dennoch besitzen bisher nur wenige Ärzte in Deutschland einen elektronischen Heilberufsausweis (HBA), um sich zu authentifizieren beim Zugriff auf die Daten der eGK. Meistens handelt es sich hierbei um Ärzte, die an einem Pilotprojekt teilnehmen wie z.B. dem elektronischen Arztbrief in Düren.
Als Grund geben die Ärzte an, dass die Telematikinfrastruktur der eGK noch nicht soweit aufgebaut und umgesetzt ist, als dass es sich lohnen würde, Kosten für die Anschaffung und Verwendung des E-Arztausweises auf sich zu nehmen.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 19.9.2012
Per Mausklick zum Arzt und Apotheker
Der Rezeptdienst Ordermed ist eine innovative Internetplattform, die Patienten, Ärzte und Apotheker zusammenbringen soll.
Der Nutzer kann per Mausklick oder über die Ordemed-App gleichzeitig Rezepte beim Arzt und Medikamente in der nächst gelegenen Apotheke vorbestellen. Dabei kann der Kunde selbst entscheiden, ob er das Rezept bzw. das Medikament selbst abholen oder der Apotheke die Anlieferung überlassen möchte.
Mit Hilfe dieser Logistik-Anwendung habe der Apotheker einen Überblick über alle verordneten Arzneimittel der Kunden und könne so zu allen Wechselwirkungen und Gegenanzeigen beraten.
Quelle:
HAN-Online, 11.9.2012
Telemedizin-Projekt unterstützt COPD-Patienten
Die Techniker Krankenkasse (TK) hat ein telemedizinisches COPD-Projekt ins Leben gerufen, mit dem Patienten mit chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (chronic obstructive pulmonary disease – COPD) deutschlandweit betreut werden können. Vermeidbare Krankenhausaufenthalte sollen so weiter reduziert und die Lebensqualität der Patienten verbessert werden.
Die erkrankten Patienten wurden dazu mit Telemedizin-Geräten ausgestattet. Damit erfassen die Betroffenen selbstständig unterschiedliche Daten, wie z.B. die Sauerstoffsättigung des Blutes und leiten diese per Knopfdruck an ein telemedizinisches Zentrum in Stuttgart weiter.
„Medizinische Fachkräfte schauen sich den Verlauf der Werte an und können auf diese Weise frühzeitig auf Verschlechterungen reagieren“
Quelle:
Ärzteblatt, 24.8.2012
Mikrochip steuert Darmaktivität
Ein neuartiges Verfahren gibt Patienten, die an Stuhlinkontinenz leiden, die Fähigkeit zurück, ihre Darmaktivität zu kontrollieren.
Bei der so genannten Sakralnervenstimulation (SNS) wird den Betroffenen am Gesäß ein kleiner Mikrochip implantiert. Dieser sendet über eine dünne Elektrode elektrische Impulse an die entsprechenden Nervenfasern.
Mit dieser sehr erfolgreichen Methode kann die Lebensqualität der Betroffenen Patienten erheblich verbessert werden.
Quelle:
Kliniken-LB, 11.9.2012
Aachen: Telemediziner entlasten Notärzte
In einem Aachener Pilotprojekt soll der Einsatz von Telemedizinern die Notärzte im Umkreis entlasten und eine schnelle Erstversorgung sicherstellen.
Derzeit sind drei Teams von Rettunsgsanitätern und Rettungassistenten samt Fahrzeug mit der TemRas-Technik ausgestattet. Diese Technik ermöglicht es den mit Headsets ausgestatteten Rettungshelfern jederzeit eine Verbindung zum Telemediziner aufzubauen oder diesem, mit Hilfe eines Monitoring-Systems, Parameter des Patienten zu übertragen.
Desweiteren befindet sich eine Kamera an der Decke des Rettungswagens, wodurch der Arzt den Patienten live begutachten kann. Im Falle einer notwendigen Krankenhauseinlieferung, sucht der Telearzt die passende Klinik aus und schickt die erhobenen Daten an den aufnehmenden Arzt.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 28.8.2012
RFID – ein intelligenter Helfer
Innovative RFID-Technologien verbessern Krankenhaus- und Klinikabläufe. Durch ihren Einsatz werden vorhandene Ressourcen effizienter genutzt, effektiveres Arbeiten ermöglicht und somit Kosten reduziert.
Der RFID-Chip lässt sich in verschiedenen medizinischen Bereichen einsetzen und dient hauptsächlich der Personen- und Inventarortung und Identifizierung.
Das Pharmazie Departement der University of Maryland verwendet ein RFID Lesegerät, welches dem Krankenhauspersonal einen genauen Überblick darüber verschafft, mit welchen Medikamenten ihre Notfall-Arzneimittelsets beladen wurden. Mithilfe dieser Technologie werden fehlende, mehrfach vorhandene und bald ablaufende Medikamente identifiziert.
Diese Technik dient aber auch der Inventarortung, wodurch es dem Klinikpersonal erleichtert wird, gezielt das gesuchte Equipment zu finden. So kann u.a. vor einer Operation sichergestellt werden, das alle nötigen Utensilien am rechten Platz sind und im Anschluss ordnungsgemäß verwaltet werden.
Quelle:
RFID Journal, 6.8.2012
RFID Journal, 13.8.2012
Biometrisches Armband erkennt Patienten
Bisher sind Krankenpfleger selbst dafür verantwortlich, die Identität ihrer Patienten nicht durcheinander zu bringen. Ein neues Verfahren soll für eine verbesserte Patientenerkennung in Krankenhäusern sorgen.
Ein biometrisches Armband misst die sogenannte Bioimpedanz einer Person und ordnet diese automatisch dem Träger zu. Das Gerät wertet die Antwort des Körpers auf schwache elektrische Signale aus und leitet diese dann an eine elektonische Patientenakte weiter.
Kritiker wie Ari Juels, Leiter eines Sicherheitslabors, zweifeln jedoch an der Verlässlichkeit dieser Methode, da die Fehlerquote noch zu hoch sei. So reicht beispielsweise ein Glas Wasser schon aus, um die Bioimpedanz des Körpers zu verändern.
Quelle:
Heise Online, 22.8.2012
Heise Online, 22.8.2012
Elektronische Fallakte: Optimierung der medizinischen Versorgungskette
Um Akut- und Reha-Kliniken zeitlich und räumlich enger zu vernetzten und so die Genesungs- und Rehabilitationsprozesse für ältere Patienten zu verbessern, wird eine elektronische Fallakte (EFA) genutzt, womit der jeweilige Patient für seine Behandler transparenter wird.
In der EFA speichern behandelnde Ärzte alle relevanten Daten wie Befunde, Op-Berichte, Röntgenbilder oder auch komplexe Verlaufskurven. Die EFA wiederum kann – eine entsprechende Berechtigung vorausgesetzt – an fast jedem beliebigen Ort weltweit gelesen werden.
Selbst weit voneinander entfernte Ärzte können so gemeinsam über einen Patienten konferrieren und gleichzeitig dessen aktuelle Patientenakte einsehen. Bei Bedarf kann der Arzt vom Patienten auch per Videokonferenz konsultiert werden.
Quelle:
Ärzte Zeitung , 31.7.2012