Kategorie: ‘Apotheker’
Audiovisuelle Beratung für Arzneimittel
Der neue Online-Service „LiveBerater“, der von der Telekom und DocMorris auf der CeBIT präsentiert werde, sei eine neue Form der Beratung zu Arzneimitteln.
Ziel sei „eine persönliche audiovisuelle Beratung in vertrauter Umgebung“, die immobilen Patienten helfen oder schlechte Infrastrukturen ausgleichen solle. Dies sei eine Weiterentwicklung des Apothekenbusses.
Neben Apothekern und Fachpersonal würden auch Filme und Bilder zur Veranschaulichung dienen. Der Dienst solle ab Mitte des Jahres zum Einsatz kommen.
Quelle:
Springer Medizin, 10.03.2014
Ärzte Zeitung, 13.03.2014
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Bundesweiter Aufbau des Gesundheitsnetzes ab Mitte 2015
Laut Gematik solle die Vernetzung jetzt schnell vorangehen. Ende diesen Jahres könnten die ersten Tests in den beiden Testregionen starten und dann ab Mitte 2015 ein bundesweiter Aufbau folgen.
Bis Mitte 2015 solle die qualifizierte elektronische Signatur (QES) erprobt sein. Auch das Versichertenstammdatenmanagement solle bis dahin getestet sein.
Weitere Tests seien dann anschließend der verschlüsselte elektronische Arztbrief, die elektronische Fallakte, das Notfalldatenmanagement und die Arzneimitteltherapiesicherheit ab 2016.
Quelle:
Deutsches Ärzteblatt, 05.03.2014
Fehlende Abrechnungsmöglichkeit behindert Telemedizin
Die Mehrheit der niedergelassenen Ärzte glaube an die Möglichkeit der Effizienzsteigerung im Gesundheitssystem mittels Telemedizin. Das bestätige eine Online-Studie, die im Vorfeld der CeBIT durchgeführt wurde.
Mehr als zwei Drittel der Befragten seien der Meinung, dass das fehlende Abrechnungssystem für telemedizinische Behandlungen deren vermehrten Einsatz behindere.
Trotz aller Skepsis gegenüber der Telemedizin, seien jedoch auch ebenfalls zwei Drittel aller befragten Ärzte der Meinung, dass eine Einführung eigener Leistungspositionen im EBM notwendig sei.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 10.03.2014
„Zukunftspreis öffentliche Apotheke“ geht an Apotheke in Stolberg
Bereits zu Beginn des Monats, am 1. Februar 2014, fand der 6. Zukunftskongress „Öffentliche Apotheke“ in Bonn statt. Dort wurde unter anderem der „Zukunftspreis öffentliche Apotheke“ verliehen.
Mit dem ersten Preis wurde die Apothekerin Katrin Kuchenbuch der Marien-Apotheke in Stolberg ausgezeichnet, die mit ihrer Apotheken-Sprechstunde Initiative zeigte. Den zweiten Preis erhielt der Apotheker Erik Tenberken für sein „Neuartiges Konzept zur qualitativen Betreuung der Kunden bei gleichzeitiger Optimierung der Arbeitsplatzqualität“. Auf den dritten Platz wählte die Jury den Apotheker Gence Polat, der mit dem „Medikamenten-Pass“ überzeugte.
Videoportäts der Preisträger stellt der Apothekerverband Nordrhein e.V. auf seinen Seiten zur Verfügung.
Transparenz in der Arzneimittelforschung gefordert
Seit Jahren werde von kritischen Medizinern eine Offenlegung aller Studiendaten gefordert. Losgetreten wurde die Kritik mit einer Artikelserie im Journal „The Lancet“, die eine sinnlose Verschwendung von Steuergeldern für klinische Studien in der Arzneimittelforschung zum Vorschein brachte.
Der Vorwurf umfasste unter anderem auch die Manipulation der Studienergebnisse, indem nur ausgewählte Daten publiziert würden. Trotz Zulassung bliebe deshalb ungewiss, ob die neuen Medikamente dem Wohle der Patienten dienten.
Gegen die Offenlegung wehren sich Pharmaunternehmen immer noch mit dem Argument, Geheimhaltung zähle zu den Grundlagen ihres Erfolges.
Quelle:
Focus Online, 25.1.2014
Digital-Health für die Pharmaindustrie
Nach Arthur D. Little gehören digitale Medien zu den zukünftig wichtigsten Erfolgsfaktoren in der Pharmaindustrie. Man erhoffe sich laut Pharmamanagern nicht nur Wettbewerbsvorteile im Vertrieb der Arzneimittel, sondern auch die Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten.
Zu den Digital-Health-Angebot zählen neben online Schulungen oder Sprechstunden, dem telemedizinischen Monitoring, der Unterstützung durch mobile Endgeräte außerdem auch intelligente Arzneimittelverpackungen mit Einnahmeerinnerungsfunktion.
Über die Finanzierungsfrage der Angebote von Pharmafirmen sei man sich jedoch noch nicht im Klaren.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 15.01.2014
Erkältungsmedikamente per Post-Drohne
Die Deutsche Post will künftig Drohnen in der Paketzustellung einsetzen. Dafür werde mit den eigenen Mitarbeitern eine fünftägige Testphase gestartet.
Die Postmitarbeiter können dabei Medikamente auswählen, die dann per Paket-Drohne zum Adressaten transportiert werden. Geplant ist für die Zukunft, mittels der Drohne dringende Arzneimittel zu schwer erreichbaren Orten zu fliegen.
Auch der Online-Händler Amazon kündigte an Päkchen in Zukunft mittels Drohnen zuzustellen und plane damit eine Lieferzeit von 30 Minuten einzuhalten.
Quelle:
Spiegel Online, 5.12.13
Arvato übernimmt Erprobungstest
Für den Erprobungstest der elektronischen Gesundheitskarte wurde von der Gematik der IT-Dienstleister Arvato ausgewählt. Arvato übernimmt damit die Verantwortung für den Ausbau der telematischen Infrastruktur. Auch einen Teil der Softwareentwicklung für Testpraxen und Testkliniken solle der Dienstleister dabei tragen.
Mit diesem Testverfahren werde geprüft, wie gut der organisationsübergreifende Datenaustausch zwischen den verschiedenen Organen des Gesundheitswesen mit Hilfe der eGK und des eHBA funktioniere.
In den Testregionen Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Bayern sollen jeweils 500 Praxen und Kliniken vernetzt werden.
Quelle:
heise online, 28.11.2013
Unzureichende Studienlage behindert Verankerung von Telematikstrukturen in den Leistungskatalogen
Eigentlich sollte der Bewertungsausschluss bereits im März 2013 festlegen, welche telemedizinischen Anwendungen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden sollen. Einige Rahmenbedingungen wurden bereits festgelegt und nach Einschätzungen von Experten des Bundesministeriums für Gesundheit ist eine Verankerung im GKV-Katalog bald denkbar.
Grund für die Verzögerungen sei die derzeitige unzureichende Studienlage. Laut Popert gäbe es zwar viele Studien, die seien jedoch methodisch unzureichend. Studien hätten oft eine begrenzte Aussagekraft und auch die Patientensicherheit würde darin nur unzureichend betrachtet werden.
Mangiapane kündigte nun an den Entwicklungsprozess in der nächsten Legislaturperiode zu beschleunigen.
Quelle:
Deutsches Ärztblatt, 23.11.2013