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Kategorie: ‘Apotheker’

Elektronische Patientenakte gegen Polypharmazie

28. Juni 2013 | von

Zu dem Thema Arzneimitteltherapiesicherheit gebe es noch einige Verbesserungsmaßnahmen.

Das Kernproblem sei, dass die Schuld nicht im Fehlverhalten des Einzelnen liege, sondern vielmehr an der fehlenden Information über die Verordnungen der anderen Leistungserbringer. Es mangele also an einem Gesamtüberblick.

Zudem führe die freie Wahl von Arzt und Therapie bei nicht vorhandener Transparenz zu gefähr­lichen Wechselwirkungen Hier könne die elektronische Patientenakte, die jedem Arzt zur Verfügung stehe, Abhilfe schaffen.

Quelle:
Ärzteblatt, 17.6.2013

Klinik-Apotheke setzt auf automatisierte Arzneimittelversorgung

20. Juni 2013 | von

Im Rahmen eines 70 Millionen schweren Projektes soll in den nächsten Jahren Coburgs Klinikum ausgebaut werden.

Ein bedeutendes Element der Apotheken-Anlage bilde der neue Tablettenautomat. Dieser stelle die Medikamente patientenbezogen portioniert und für jeden individuell zusammen. Eine Maschine, die bisher nur in wenigen deutschen Kliniken zu finden sei.

Der Automat stelle auf Grundlage der Patientendaten die Arzneimittel individuell zusammen und verpacke diese anschließend in einzelne Blister. Damit ließe sich zum einen enorm viel Zeit und Aufwand seitens des Pflegepersonals einsparen. Zum anderen werde die Patientensicherheit enorm erhöht, da alle Medikamente gleichzeitig auf ihre Wechselwirkungen überprüft würden.

Quelle:
Neue Presse, 17.6.2013

Neues Forschungsprojekt für eine lückenlose Versorgung

20. Juni 2013 | von

Im Rahmen eines neuen Kooperationsprojektes der Universität Leipzig soll erforscht werden, wie die Schnittstellen zwischen stationärer und ambulanter Arzneimittelversorgung von Patienten verbessert werden können.

Ziel des länderübergreifenden Projektes sei es, gemeinsam Maßnahmen zu erarbeiten, Wissens- und Versorgungslücken an Schnittstellen zu identifizieren und strategisch zu schließen, um die Arzneimittelsicherheit nachhaltig zu verbessern.

Dabei sollen auch elektronisch unterstützte Kommunikationsstrukturen genutzt werden, die jedoch nicht das persönliche Gespräch mit dem Patient ersetzen dürfen.

Quelle:
E-Health, 12.6.2013

Nebenwirkungsdatenbank der BfarM jetzt öffentlich zugänglich

12. Juni 2013 | von

Die Nebenwirkungsdatenbank des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) steht seit dem 23.4.2013 mit einem Online-Zugang zur Verfügung.

Mit Hilfe der öffentlich zugänglichen Datenbank „UAW-DB„, in der seit 1995 Daten gesammelt würden, sollen Recherchen in anonymen Verdachtsfällen ermöglicht werden. Eingehende Verdachtsfälle würden von der BfarM analysiert und interpretiert, um anschließend ein Fazit daraus ziehen zu können.

Gesucht werden kann nach Begriffen und Wirkstoffen. Die Suche selbst lässt sich nach Zeiträumen und Altersgruppen einschränken.

Quelle:
BfarM, 23.4.2013
Ärzte Zeitung, 24.5.2013

Neue Medikamente bringen selten Fortschritte

12. Juni 2013 | von

Der Innovationsreport der Techniker Krankenkasse (TK) kommt zu dem Ergebnis, dass lediglich zwei von 23 Medikamenten, die im Jahr 2010 und Anfang 2011 auf den Markt gekommen sind, einen nennenswerten Zusatznutzen für die Behandlung bringen.

Seit dem Einzug des Arzneimittelordnungsgesetzes (Amog), müssen die Pharmafirmen den Zusatznutzen ihrer neuen Präparate nachweisen, bevor sie mit den Kassen in Verhandlung treten. TK-Chef Jens Baas betont, dass die Kassen durchaus bereit wären, mehr für innovative Medikamente auszugeben, aber man müsse solche auch verlässlich erkennen können.

Trotz des schlechten Urteils seien zwölf der 23 Wirkstoffe derzeit Bestandteil ärztlicher Behandlungsleitlinien. Ein Teil davon stamme jedoch noch aus der Zeit vor Amnog. Bei vielen Medikamenten ließe sich aber erst nach der Einführung ein Risikoprofil unter realen Bedingungen ermitteln.

Quelle:
Spiegel Online, 31.5.2013

Schweiz – Ärztliche und pharmazeutische Beratung per Telemedizin

31. Mai 2013 | von

Der schweizer Telemedizin-Anbieter Medgate bietet Patienten eine rein telemedizinische Betreuung, meist über das Telefon, an. Nach dem Motto „Doc around the clock“ bekämen die Patienten, die es wünschen, eine Fernbehandlung von einem der rund 250 Mitarbeiter des Unternehmens oder den Spezialisten, die als Partnerärzte von Medgate fungierten. Die Ärzte im Zentrum würden dabei nach Leitlinien arbeiten, um sicher entscheiden zu können, ob ein Patient einen Arzt konsultieren muss oder nicht.

Außerdem sei es Apothekern in über 200 Partner-Apotheken möglich medizinische Hilfe des Unternehmens per Videokonferenz, im Rahmen der Kundenberatung, in Anspruch zu nehmen.

Die Daten der Medgate-Patienten würden am Empfang von den Mitarbeitern aufgenommen, woraufhin ein Arzt später zurückrufe. Medgate habe für die Versicherungen teilweise eine Gatekeeper-Funktion, um unnötige Arztkonsultationen zu vermeiden.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 23.5.2013

Stada führt Data Matrix Code ein

31. Mai 2013 | von

Der hessische Arzneimittelhersteller Stada führt als erstes pharmazeutisches Unternehmen in Deutschland einen Data Matrix Code für Arzneimittel ein. Bereits seit dem 8. Mai werde das Antipsychotikum Ziprasidon mit dem neuen Code ausgeliefert. Er werde auf Generika ebenso zu finden sein wie auf nichtverschreibungspflichtigen Arzneimitteln.

In den meisten Apotheken seien bereits Scanner vorhanden, die den 2D-Barcode lesen können. Von der Neuerung profitierten sowohl die Apotheken, durch eine erleichterte Warenwirtschaft, als auch die Patienten aufgrund der verbesserten Arzneimittelsicherheit. Denn Im Falle einer Produktrückrufung könnten die Patienten, die eine solche Packung erhalten haben, schneller identifiziert und kontaktiert werden, sofern sie denn über eine Apothekenkundenkarte verfügen.

Das Unternehmen bereite sich mit der flächendeckenden Einführung dieser Technologie auf die für 2017 geplante Umsetzung der EU-Fälschungsrichtlinie vor, erklärt Dr. Axel Müller, Vorstand Produktion und Entwicklung von Stada.

Quelle:
Deutsche Apothekerzeitung, 14.5.2013

Direkte Rezeptübermittlung an Apotheken ist unzulässig

31. Mai 2013 | von

Eine  direkte Übermittlung von Rezepten an eine Apotheke ist unzulässig. Diesen Beschluss äußerte das Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen am 14. Februar 2013.

Ursache dafür war die Klage einer Apothekerin. Ihr wurde untersagt, Absprachen mit Ärzten bezüglich der Rezeptübersendung zu treffen. Denn sie habe in erheblichem Umfang Rezeptverordnungen direkt vom ausstellenden Arzt bekommen und die Medikamente anschließend an die Kunden ausgehändigt.

Die Klage wurde abgewiesen, da den Kunden die Möglichkeit zur freien Entscheidung bezüglich der Apothekenwahl genommen werde und ihnen der Zugriff auf die Rezepte verwehrt bleibe.

Quelle:
Deutsche Apothekerzeitung, 12.4.2013

Erprobungsverfahren zur Einführung der neuen eGK

15. Mai 2013 | von

Als  erste von bundesweit fünf aktiven Arbeitsgemeinschaften zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (ARGE) sei es in Nordrhein-Westfalen gelungen, alle Organisationen der Leistungserbringer aktiv an der Arbeit zu beteiligen.

Die Einführung der neuen elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und der Telematik-Infrastruktur (TI) soll schrittweise erfolgen. Nachdem die Krankenkassen bis Ende 2013 ihre Versicherten mit der eGK ausgestattet haben werden, würden im nächsten Schritt des Erprobungsverfahrens „Online-Rollout Stufe 1“ die beiden Testregionen über die TI miteinander vernetzt und zum Abgleich der Versicherungsdaten auf der eGK mit den Krankenkassen verbunden.

Quelle:
Ärzteblatt, 8.5.2013

Register für Lieferengpässe bei Arzneimitteln

26. April 2013 | von

Zur Verhinderung von Lieferengpässen sei ab Freitag ein Register auf der Webseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) freigeschaltet.

Gemeldet werden sollen vor allem Lieferengpässe bei Onkologika, Antibiotika, Notfallarzneimitteln oder Arzneimitteln, die im Zusammenhang mit Operationen angewendet werden. Das Register soll Ärzte und Apotheker dabei unterstützen, kurzfristig auf alternative Therapiemöglichkeiten auszuweichen.

Laut der BMG gebe es in den USA ein vergleichbares System, welches dort dazu beigetragen habe, die Zahl der Versorgungsengpässe zu reduzieren.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 26.4.2013