Kategorie: ‘Patienten’
DIMDI Qualitätssiegel für mehr Sicherheit beim Besuch einer Internetapotheke
Medikamente über das Internet zu beziehen ist längst keine Seltenheit mehr. Das Angebot ist groß und die Ware oftmals preisgünstiger erhältlich als in der lokalen Apotheke. Allerdings ist die Gefahr ein gefälschtes Medikament zu erhalten im Internet wesentlich größer. Es gebe immer mehr Hinweise darauf, dass ausländische Unternehmen Fälschungen in den Umlauf bringen.
Mehr Sicherheit für die Qualität einer Internetapotheke bietet das DIMDI (Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information) ein Qualitätssiegel. Dieses verifiziert, dass die Internetadresse tatsächlich über eine behördliche Genehmigung zum Versand von Arzneimitteln in Deutschland verfügt.
Das Versandapothekenregister, welches täglich aktualisiert werde, will zu mehr Transparenz beim Versand- und Internethandel von Arzneimitteln beitragen.
Quelle:
Medizin Aspekte, 12.5.2013
Frühwarnsystem für Epileptiker
Ein neues Frühwarnsystem könnte Epileptiker rechtzeitig vor einem drohenden Anfall warnen. Entwickelt wurde das Gerät von einer US-amerikanischen Firma. Australische Wissenschaftler konnten aus einem ersten Testlauf an 11 Patienten bereits die Wirksamkeit bestätigen.
Das System funktioniert folgendermaßen: Mittels Elektroden, die den Patienten unter die Schädeldecke implantiert wurden, wird ein EEG erstellt dessen Signale über ein Kabel vom Hirn an eine kleine Box weitergeleitet werden, die unterhalb des Schlüsselbeins implantiert ist. Von dort gelangen sie drahtlos an das Handgerät, das die Patienten in der Tasche oder am Gürtel tragen können.
In der Studie habe das Gerät die Patienten zuverlässig vor Anfällen gewarnt.
Quelle:
Deutschlandfunk, 3.5.2013
Gezielte Datenfreigabe mit neuer eGK
Die GEMATIK arbeite derzeit an der zweiten Generation der elektronischen Gesundheitskarte (eGK), der G2.
Interessante Veränderungen für Ärzte und Versicherte sei die Ausstattung mit einer Multireferenz-PIN. Diese erlaube es dem Karteninhaber gezielt Bereiche der eGK freizuschalten. Versicherte könnten damit selbst entscheiden, welche Daten der Arzt, Apotheker oder andere einsehen dürfen.
Quelle:
Heise Online, 29.4.2013
Ärzte Zeitung, 29.4.2013
App als Erste-Hilfe-Leitfaden
Die Smartphone-App „Defi Now!“ des Instituts für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik der Universität in Koblenz bietet eine Unterstützung für die Erste Hilfe von Patienten mit plötzlichem Herzstillstand.
Sogenannte Automatisierte Externe Defibrillatoren (AED) könnten dabei eine überlebenwichtige Rolle spielen. Diese Geräte gibt es mittlerweile an einigen öffentlichen Orten wie Bahnhöfen und Einkaufszentren und sind auch von medizinischen Laien bedienbar.
Um solche Defibrillatoren leichter und schneller finden zu können, biete Defi Now! eine genaue Standort- und Wegskizze zum nächsten Defibrillator inklusive Bilder von der direkten Umgebung des Geräts an.
Quelle:
Ärzteblatt, 2.5.2013
Online Berichtssystem erhöht Patientensicherheit
Das „Cirs“-Formular, ein online Berichtssystem, soll Verwechslungen und „Beinahe-Unfälle“ in Krankenhäusern vermeiden. Seit einem Jahr erfasse das Klinikum Niederberg systematisch kritische Vorfälle und Behandlungsfehler.
Auf allen Ebenen des Spitals würden die Mitarbeiter dazu aufgerufen, Fehler und Schwachstellen mithilfe des online-Formulars anonym zu melden. Dieses lande direkt bei Wolfgang Droste, Risikomanager am Klinikum. Sanktionen seien dabei nicht zu befürchten, denn Ziel sei nicht, Mitarbeiter nach Fehlern zu erwischen, sondern in Zukunft weniger Fehler zu machen.
Quelle:
WZ-Newslife, 19.4.2013
Gesundheits-Apps – Das Smartphone als Ratgeber?
Das wachsende Angebot an Diagnose-Apps für das Smartphone könnte das Arzt-Patienten Verhältnis nachhaltig verändern und bereite daher einigen Ärzten Sorge. Laut des Branchenverbands Bitcom habe es im Jahr 2011 bereits 15.000 Gesundheits-Apps gegeben, von denen nur die wenigsten echtes medizinisches Fachwissen böten.
Dies könnte dazu beitragen, dass sich das Verhältnis zwischen Arzt und Patient verändert. Früher habe sich der Patient leichter der Autorität des Arztes unterworfen. Heute sei er – gerade bei seltenen Krankheiten – oft selbst Experte. Dadurch sei der Arzt jedoch auch mehr gefordert, denn er müsse sich nun mit Informationen aus dritter Hand auseinandersetzen.
Der Informatiker Urs-Vito Albrecht von der MHH betonte jedoch: „Keine Diagnose-App kann das Expertenwissen, die Erfahrung, das Einfühlungsvermögen eines guten Arztes ersetzen“.
Quelle:
Hannoversche Allgemeine, 15.4.2013
Fax-Proteste gegen Online-Abrechnung
Derzeit laufe im Saarland eine Protest-Fax-Aktion gegen den von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) beschlossenen Zwang, ab dem 1. Juli 2013 nur noch online abrechnen zu dürfen.
Ab 2014 dürfe zur Abrechnung nur noch das „kV-SafeNet“ genutzt werden. Dabei würden die Daten direkt aus dem Praxisrechner an die KV übermittelt. Wer dieses System nicht nutzt, könne nichts mehr abrechnen.
Kritiker befürchten durch die Zwangsvernetzung eine Gefährdung der Patienten- und Praxisdaten, sowie eine erhöhte Kostenbelastung der saarländischen Vertragsärzte.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 17.4.2013
Smarte Sensoren im Mobiltelefon
Smartphones sind für viele Menschen bereits zum ständigen Begleiter und Helfer in verschiedensten Lebenslagen geworden. Moderne Varianten sind vollgepackt mit intelligenten Sensoren, die es dem Anwender in Kombination mit Health Apps ermöglichen, den eigenen Gesundheitszustand zu erfassen und zu analysieren.
Samsung bietet den Nutzern des Samsung Galaxy S3 die Gesundheits-App S Health zum kostenlosen Download an. Diese arbeitet mit verschiedenen Körpersensoren zusammen, die zum Beispiel Blutzucker, Blutdruck, Schlafrhythmus und die Herzfrequenz messen und auswerten. So kann dem Patienten geholfen werden, das persönliche Fitnessprogramm einzuhalten und seine Krankheit besser zu bewältigen.
Quelle:
Heise Online, 15.3.2013
Wachsende Bedeutung der Telemedizin
Felix Apitzsch, der sich am Fraunhofer Institut FOKUS mit dem Thema Telemedizin befasst, betonte die steigende Bedeutung dieser Technik für Patientinnen und Patienten. Vor allem für solche, für die die gängigen Leistungen der Gesundheitsversorgung nicht ausreichen.
Problematisch sei jedoch das notwendige Zusammenspiel aller Beteiligten. Der Arzt brauche Zeit zur Datenauswertung, die Technik müsse regelmäßig überprüft und in Stand gehalten werden und der Patient selbst müsse die Anwendungen planmäßig nutzen und dürfe dabei nicht überfordert werden.
Noch sei die Telemedizin überwiegend in der Entwicklungs- und Evaluierungsphase und es werde daran gearbeitet, dass diese Art der Versorgung Patienten aller Krankenkassen zur Verfügung steht.
Auch wenn die Telemedizin einen direkten Kontakt zu einem Arzt nicht ersetzen und demnach den Ärztemangel nicht ausgleichen könne, sei sie dennoch eine sinnvolle Ergänzung, insbesondere bei Notfällen und Krankheiten, die sich schnell verschlechtern.
Quelle:
Heise Online, 3.4.2013
Auf die Haut gedruckte elektronische Tattoos
Forscher der University of Illinois in Urbana-Champaign haben sogenannte „epidermal electronics“ entwickelt. Diese Netze aus Elektronik ließen sich wie entfernbare Tattoos auf die Haut aufbringen und lösten sich durch den natürlichen Hautalterungsprozess einfach wieder auf.
Mit diesem Verfahren kann der Nutzer Gesundheitssensoren ständig tragen, ohne von diesen in Alltagsaktivitäten beeinträchtigt zu werden. Während der Anwendung könne das Gerät Werte wie Temparatur oder den Feuchtigkeitsstatus der Haut erfassen. Daraus ließen sich Aussagen über den Gesundheitszustand des Nutzers ableiten. Außerdem könnte das System nach einer Operation den Wundheilungsprozess überwachen und eine drahtlose Rückmeldung an das zuständige Spital liefern.
Quelle:
Heise Online, 27.3.2013