Kategorie: ‘Patienten’
Telemedizinische Langzeitbetreuung für herzschwache Patienten
Patienten, die an einer chronischen Herzschwäche leiden, sollen im Rahmen der sogenannten INTENSE-HF Studie fernmedizinisch überwacht werden.
Gemeinsam mit dem Austrian Institute of Technology und T-Mobile, nimmt das Ludwig Boltzmann Institut für Transnationale Herzinsuffizienzforschung 300 Probanden auf. Die Hälfte von ihnen wird telemedizinisch überwacht. Deren selbstgemessenen Daten schicken sie per Near Field-Technologie an ein Smartphone. Dieses leitet die Informationen wiederum an die Klinik weiter.
Bei abweichenden Daten können die Spezialisten sofort reagieren und Kontakt mit dem zuständigen Hausarzt aufnehmen. Dieser kann daraufhin die Therapie sofort anpassen.
Quelle:
Steiermark.ORF, 14.3.2014
Neue Plattform soll körperliche Aktivität als Therapie etablieren
Die europaweite Plattform „Exercise is Medicine“ soll Ärzte, nichtärztliche Berufsgruppen in der Medizin, Medien und Patienten dazu anregen körperliche Bewegung als Behandlung zu sehen. Ärzte würden dazu aufgefordert, Sport als Therapiemaßnahme zu verschreiben.
Die Initiative orientiere sich an dem US-amerikanischen Vorbild und soll dazu verhelfen, den präventiven und rehabilitativen Nutzen von körperlicher Bewegung in ein flächendeckendes Konzept umzusetzen.
Quelle:
Deutsches Ärzteblatt, 7.3.2013
Krebserforschung mittels Smartphone-Spiel
Mitte 2013 wollen britische Wissenschaftler der Krebsvorsorge-Organisation „Cancer Research UK“ in Zusammenarbeit mit Technikern von Amazon, Facebook und Google ein Smartphone-Spiel auf den Markt bringen, mit dessen Hilfe die Forschung nach Krebsmedikamenten vorangebracht werden soll.
Durch das Spielen auf dem Smartphone sollen Informationen über die Ursachen von Krebs gesammelt werden, um gezieltere Diagnosen und Therapien erstellen zu können. Bei der Erforschung setze man bewusst auf die Mitarbeit von Laien, mit deren spielerischer Teilnahme die Krebserforschung drastisch beschleunigt werden könne. Ein menschliches Auge erkenne beispielsweise feinste Unterschiede, die einer Maschine entgingen.
Noch unklar sei allerdings der genaue Ablauf des Spiels, da es sich erst in der „Game Jam“ Phase befinde.
Pilotprojekt Vitalig – Im Alter länger zu Hause leben
Ein neues Pilotprojekt der deutschen Telekom, in Zusammenarbeit mit der AOK Rheinland/Hamburg, soll Senioren das Leben im eigenen Haus länger ermöglichen. Bei dem zunächst auf zwei Jahre beschränkten Projekt „Vitalig“ sollen 100 Senioren mit Bildtelefonen und speziell konfigurierten PCs ausgestattet werden, die sie im Alltag zu Hause unterstützen sollen.
Im Wesentlichen bestehe Vitalig aus einem einfach handzuhabenden Videotelefonie-System, mit dem sich teilnehmende Senioren vor allem mit Gesundheitsdienstleistern, aber auch mit Familienmitgliedern vernetzen können. Die beteiligten Ärzte und Apotheken sowie ein Sanitätshaus seien über die Kommunikationsplattform verbunden. Desweiteren enthalte die Plattform ein rudimentäres Shop-System, mit dem die Teilnehmer direkt in Apotheken oder im Sanitätshaus Waren bestellen können.
Quelle:
Heise Online, 28.1.2013
Piratenpartei diskutiert über elektronische Gesundheitskarte
Im Rahmen einer Podiumsdiskussion beschäftigte sich die Piratenpartei auf ihrem gesundheitspolitischen Kongress in Essen mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Dabei sei die Sicht auf die eGK eher skeptisch gewesen.
Arno Elmer, Geschäftsführer der Gematik, warb für die Gesundheitskarte und stellte diese als komplett neues Produkt vor. Mit der aktuellen eGK baue die Gematik nur den Zugangsschlüssel zur Gesundheits-Datenautobahn, mit der die medizinische Versorgung in Deutschland verbessert werden soll. Für besonders wichtig halte er den Notfalldatensatz, mit dem der unbekannte Patient in der Notaufnahme besser behandelt werden könne. Desweiteren sei die Therapiesicherheit von Arzneimitteln ebenfalls wichtig.
Quelle:
Heise Online, 4.2.2013
Smartphone-App erkennt Lungenkrankheit
US-Amerikanische Forscher haben eine Smartphone-Applikation entwickelt, mit der sich Lungenkrankheiten nachweisen ließen. Die sogenannte SpiroSmart App für das iPhone könnte das Spirometer ersetzen, welches bisher zur Diagnose von Mukoviszidose- oder Asthmapatienten dient.
Die Anwendung messe das Luftvolumen, das ein- und ausgeatmet wird, um im Anschluss festzustellen, ob die Luftwege frei sind oder ob es Atembeschwerden gibt. Langsames Ausatmen in das eingebaute Mikrophon des Smartphone reiche dabei schon aus.
Die Gruppe der Forscher möchte ein Heimtestkit für die Lungengesundheit entwickeln. Dabei habe sich bei Experimenten mit dem iPhone 4S gezeigt, dass das System fast so zuverlässig arbeitet wie aktuelle Spirometer.
Quelle:
Heise Online, 11.2.2013
Stresssensor misst Erregungszustände
Forscher des Start-up Unternehmens Neumitra aus Bosten haben einen uhrenähnlichen Sensor entwickelt, mit dem sich das Stresslevel eines Menschen messen lasse. Erregungszustände könne er über die Messung unbewusster Bewegungen, die Hautleitfähigkeit, Perspiration der Haut sowie die Hauttemperatur erfassen.
Die Ergebnisse werden dann an ein Smartphone gesendet und für eine spätere Analyse gespeichert. Der Stresssensor verfügt über einen kleinen Bildschirm und kann den Nutzer bei zu viel Stress auch warnen.
Momentan sei die Uhr noch nicht im Handel erhältlich, werde jedoch schon zu Forschungszwecken eingesetzt. So versuchen Wissenschaftler am Massachusetts General Hospital, mit dem Gerät Betroffenen beim Umgang mit einer Angsterkrankungen zu helfen. Ziel dabei sei es, genau zu erfassen, durch welche externen Bedingungen Panikschübe ausgelöst würden, um diese dann therapeutisch angehen zu können.
Quelle:
Heise Online, 7.2.2013