Intelligente Medizinelektronik – Technisch möglich, aber kaum umgesetzt
Das Münchner VDE-Kolloquium, bei dem sich Anfang Juli rund 70 Wissenschaftler und Industrievertreter zusammenfanden, kam zu dem Ergebnis, dass Anwendungen wie intelligente elektronische Implantate oder telemedizinische Assistenzsysteme schon heute weit verbreitet sein könnten, wenn die Rahmenbedingungen gegeben wären.
Die Systeme, welche als „Medizin 4.0“ bezeichnet werden, sind schon längst realisierbar, so Prof. Wolf. Anwendertest zeigten bereist positive Wirkungen auf Patienten mit beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Adipositas. Ergebnisse der Podiumsdiskussion zeigen, dass vor allem die ungünstige Struktur der Forschungsförderung sowie die Gesetzeslage die positive Entwicklung hemmt.
Quelle:
devicemed.de, 02.08.2015
Neue Internetplattform – Telemedizin, Gesundheit und Pflege
Die Website Portal.Gesundheit.Bayern informiert ab sofort über aktuelle Nachrichten zu eHealth und Telemedizin, sowie Gesundheitsvorsorge und Pflege. Das Projekt, welches von der Bayerischen TelemedAllianz (BTA) initiiert wird, richtet sich dabei nicht nur an Patienten, sondern auch an Ärzte und Pflegekräfte.
Quelle:
pharma-elations, 21.10.2015
Neue Gesundheitskarte – höhere Kosten als erwartet
Durch Mehrkosten in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro wird die Etablierung der elektronischen Gesundheitskarte zurückgeworfen. Der Grund für diese zusätzlich entstehenden Kosten ist das Fehlen von Hüllen in den Kartenlesegeräten, wodurch der Datenschutz nicht mehr gewährleistet ist. Um dieses Problem zu beheben, müssen alle Geräte ausgetauscht werde. Dies soll Mitte nächsten Jahres geschehen.
Quelle:
tlz, 21.10.2015
Grüne fordern Recycling von Medikamenten
Die Medikamente verstorbener Hospizbewohner müssen entsorgt werden. Dies beurteilt das Erzbistum Köln als „medizinisch und ökonomisch unsinnig“.
Allein in NRW betrage der Wert der weggeworfenen Medikamente laut des Erzbistums Köln 850 000 Euro. Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Johannes Hensel kritisiert diese Wegwerf-Vorschrift, da sie nicht dem Wohl der Patienten diene, sondern lediglich die Absatzmengen der pharmazeutischen Unternehmen erhöhe. Nun fordern die Grünen eine Gesetzeslockerung, die das Wiederverwenden von ungeöffneten Tabletten ermöglicht.
Quelle:
apotheke-adhoc, 21.10.2015
Medikamentenengpass in Griechenland
Angesichts der drohenden Staatspleite in Griechenland verschlechtert sich die Lage der Bevölkerung zunehmend; auch was die medizinische Versorgt betrifft.
Laut dem SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach werde nur noch die Basisversorgung durch das griechische Gesundheitswesen abgedeckt, für die Behandlung von Schwerstkranken hingegen fehlen häufig die nötigen Medikamente. Laut Lauterbach muss nun auch die deutsche Politik Konsequenzen aus der Lage Griechenlands ziehen und fordert konzentriere Hilfe von Pharmafirmen und Krankenkassen.
Quelle:
mz-web.de, 20.07.2015
elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge
Die Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg spricht sich für den Einsatz der e-Gesundheitskarte auch für Flüchtlinge aus.
Unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus sollen Flüchtlinge ihrer Ersterfassung eine elektronische Gesundheitskarte erhalten. Bisher war eine Einzelbeantragung jedes Behandlungsschneins erforderlich, was häufig eine zeitnahe Patientenbehandlung verhindert hat.
Quelle:
ärztezeitung.de, 31.07.2015
Kritischer Blick auf Gesundheits-Apps
Immer mehr private Krankenkassen bieten Fitness-Apps an mit denen Essverhalten, sportliche Aktivität oder auch die Herzfrequenz aufgezeichnet werden können. Dies ist aus Sicht des Datenschutzes nicht unbedenklich.
Laut der obersten deutschen Datenschützerin Andrea Voßhoff ist der Einsatz solcher Apps durchaus kritisch zu bewerten. Laut ihr seien der kurzfristige finanzielle Vorteile dieser Apps gegen die langfristigen Gefahren abzuwägen. Sie fordert die Schranken gegen das Sammeln der Gesundheitsdaten nicht nur für gesetzliche Krankenkassen, sondern auch für die privaten Krankenkassen.
Quelle:
esanum.de, 20.07.2015
Veranstaltung „eHealth.NRW“
Am 16. September 2015 findet zum ersten Mal das neue Veranstaltungsformat eHealth.NRW in Düsseldorf statt.
Ausrichter der Veranstaltung, mit Themen rund um das Gesundheitswesen im digitalen Wandeln, ist das Zentrum für Telematik und Teemedizin GmbH. Eröffnet wird das Programm durch die NRW Gesundheitsministerin Barbara Steffens und es richtet sich an im Gesundheitswesen tätige Akteure, so wie an IT-Unternehmen mit dem Schwerpunkt Gesundheitswesen.
Quelle:
paderzeitung.de, 20.07.2015
Motivation der Patienten durch Telemedikation
Noch vor Ausbruch einer Krankheit, wie beispielsweise Diabetes, sollen Patienten in Zukunft mittels Telemedizin dazu motiviert werden ihren Lebensstil zu ändern.
Durch mehr Bewegung und eine gesündere Ernährung kann das Risiko an Diabetes zu erkranken erheblich gemindert werden. Dieser Ratschlag wird aber häufig nicht ernst genommen. Der Allgemeinmediziner Dr. Arens aus Brüggen erhebt nun eine Studie, in der Patienten mit Hilfe einer App, direkt die Auswirkungen ihrer Verhaltensänderungen zu sehen bekommen. Mögliche Szenarien erfolgen beispielsweise über Gewichtsabnahme oder eine Verbesserung der Blutzuckerwerte. Laut Dr. Arens seien die Patienten durch diese technische Unterstützung erheblich motivierter und die Gesundheit könne deutlich verbessert werden.
Quelle:
ärtzezeitung.de, 09.07.2014
Millionen Kosten durch Austausch der eGK
Aus Datenschutzgründen muss die erst Anfang 2015 eingeführte elektronische Gesundheitskarte wieder ausgetauscht werden. Bis Ende 2017 müssen alle rund 70 Millionen Karten ausgetauscht werden, da ansonsten die geplante Anwendung nach dem E-Health-Gesetz nicht möglich ist.
Durch eine neue Richtlinie für die Verschlüsselung von Patientendaten durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, erfüllt die derzeitige Karte nicht mehr alle Sicherheitsvorgaben. Laut einer gematik-Sprecherin müssen die Gesundheitskarten in regelmäßigen Abständen erneuert werden damit sichergestellt ist, dass die Algorithmen auf dem aktuellsten Stand sind. Dies werde die Krankenkassen mit einem dreistelligen Millionenbetrag belasten.
Quelle:
DAZ, 07.07.2015