DIMDI Qualitätssiegel für mehr Sicherheit beim Besuch einer Internetapotheke
Medikamente über das Internet zu beziehen ist längst keine Seltenheit mehr. Das Angebot ist groß und die Ware oftmals preisgünstiger erhältlich als in der lokalen Apotheke. Allerdings ist die Gefahr ein gefälschtes Medikament zu erhalten im Internet wesentlich größer. Es gebe immer mehr Hinweise darauf, dass ausländische Unternehmen Fälschungen in den Umlauf bringen.
Mehr Sicherheit für die Qualität einer Internetapotheke bietet das DIMDI (Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information) ein Qualitätssiegel. Dieses verifiziert, dass die Internetadresse tatsächlich über eine behördliche Genehmigung zum Versand von Arzneimitteln in Deutschland verfügt.
Das Versandapothekenregister, welches täglich aktualisiert werde, will zu mehr Transparenz beim Versand- und Internethandel von Arzneimitteln beitragen.
Quelle:
Medizin Aspekte, 12.5.2013
Modellprojekt – Schwachstellen bei Versorgung von Demenzkranken
Das neue Modellprojekt „Entlassung in die Lücke“ in Gießen will die Schwachstellen und Störungen in der sektorübergreifenden Versorgung von Demenzkranken ausfindig machen und Lösungsansätze finden.
Ein erstes Zwischenergebnis habe gezeigt, dass Hausärzte oft zu wenig vernetzt seien und die Kommunikation zwischen Ärzten, Kliniken, Angehörigen und Pflegediensten ebenfalls nicht optimal sei. So kämen beispielsweise einige Überleitungsbögen, in denen Klinikmitarbeiter bei der Entlassung kognitive Störungen der Patienten vermerkten, nicht bei Hausärzten oder Pflegediensten an.
Im Rahmen des Projektes werde bereits eine lokale Alzheimergesellschaft gegründet und Kooperationstreffen organisiert, bei denen Hausärzte und Vertreter von Kliniken, Sozialdiensten und Pflegediensten zusammenkämen, um sich gegenseitig auszutauschen. Ein zentrales Register für Netze gebe es jedoch zur Zeit noch nicht.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 8.5.2013
Erprobungsverfahren zur Einführung der neuen eGK
Als erste von bundesweit fünf aktiven Arbeitsgemeinschaften zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (ARGE) sei es in Nordrhein-Westfalen gelungen, alle Organisationen der Leistungserbringer aktiv an der Arbeit zu beteiligen.
Die Einführung der neuen elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und der Telematik-Infrastruktur (TI) soll schrittweise erfolgen. Nachdem die Krankenkassen bis Ende 2013 ihre Versicherten mit der eGK ausgestattet haben werden, würden im nächsten Schritt des Erprobungsverfahrens „Online-Rollout Stufe 1“ die beiden Testregionen über die TI miteinander vernetzt und zum Abgleich der Versicherungsdaten auf der eGK mit den Krankenkassen verbunden.
Quelle:
Ärzteblatt, 8.5.2013
Ärztenetz führt erstmalig elektronischen Pflegebericht ein
Das Ärztenetz Solimed plane derzeit die Einführung eines elektronischen Pflegeberichts für die Alten- und Pflegeheime in Solingen. Ein solches Konzept gebe es, dem Geschäftsführer Mark Kuypers zu Folge, in Deutschland bisher noch nicht.
Mit dem neuen System sollen Lücken in der Versorgung der pflegebedürftigen Heimbewohner geschlossen und die Abstimmung zwischen den behandelnden Akteuren erleichtert werden.
Mit einem Blick auf den Computerbildschirm erfahre der Arzt alles, was er wissen muss, ohne dabei lange auf die Übermittlung von wichtigen Laborwerten warten zu müssen. Einen Gesundheitspass, mit den wichtigsten medizinischen Daten, erhielten die Mitglieder des Netzwerkes schon seit einigen Jahren.
Quelle:
RP Online, 8.5.2013
Frühwarnsystem für Epileptiker
Ein neues Frühwarnsystem könnte Epileptiker rechtzeitig vor einem drohenden Anfall warnen. Entwickelt wurde das Gerät von einer US-amerikanischen Firma. Australische Wissenschaftler konnten aus einem ersten Testlauf an 11 Patienten bereits die Wirksamkeit bestätigen.
Das System funktioniert folgendermaßen: Mittels Elektroden, die den Patienten unter die Schädeldecke implantiert wurden, wird ein EEG erstellt dessen Signale über ein Kabel vom Hirn an eine kleine Box weitergeleitet werden, die unterhalb des Schlüsselbeins implantiert ist. Von dort gelangen sie drahtlos an das Handgerät, das die Patienten in der Tasche oder am Gürtel tragen können.
In der Studie habe das Gerät die Patienten zuverlässig vor Anfällen gewarnt.
Quelle:
Deutschlandfunk, 3.5.2013
Gezielte Datenfreigabe mit neuer eGK
Die GEMATIK arbeite derzeit an der zweiten Generation der elektronischen Gesundheitskarte (eGK), der G2.
Interessante Veränderungen für Ärzte und Versicherte sei die Ausstattung mit einer Multireferenz-PIN. Diese erlaube es dem Karteninhaber gezielt Bereiche der eGK freizuschalten. Versicherte könnten damit selbst entscheiden, welche Daten der Arzt, Apotheker oder andere einsehen dürfen.
Quelle:
Heise Online, 29.4.2013
Ärzte Zeitung, 29.4.2013
App als Erste-Hilfe-Leitfaden
Die Smartphone-App „Defi Now!“ des Instituts für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik der Universität in Koblenz bietet eine Unterstützung für die Erste Hilfe von Patienten mit plötzlichem Herzstillstand.
Sogenannte Automatisierte Externe Defibrillatoren (AED) könnten dabei eine überlebenwichtige Rolle spielen. Diese Geräte gibt es mittlerweile an einigen öffentlichen Orten wie Bahnhöfen und Einkaufszentren und sind auch von medizinischen Laien bedienbar.
Um solche Defibrillatoren leichter und schneller finden zu können, biete Defi Now! eine genaue Standort- und Wegskizze zum nächsten Defibrillator inklusive Bilder von der direkten Umgebung des Geräts an.
Quelle:
Ärzteblatt, 2.5.2013
Register für Lieferengpässe bei Arzneimitteln
Zur Verhinderung von Lieferengpässen sei ab Freitag ein Register auf der Webseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) freigeschaltet.
Gemeldet werden sollen vor allem Lieferengpässe bei Onkologika, Antibiotika, Notfallarzneimitteln oder Arzneimitteln, die im Zusammenhang mit Operationen angewendet werden. Das Register soll Ärzte und Apotheker dabei unterstützen, kurzfristig auf alternative Therapiemöglichkeiten auszuweichen.
Laut der BMG gebe es in den USA ein vergleichbares System, welches dort dazu beigetragen habe, die Zahl der Versorgungsengpässe zu reduzieren.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 26.4.2013
Online Berichtssystem erhöht Patientensicherheit
Das „Cirs“-Formular, ein online Berichtssystem, soll Verwechslungen und „Beinahe-Unfälle“ in Krankenhäusern vermeiden. Seit einem Jahr erfasse das Klinikum Niederberg systematisch kritische Vorfälle und Behandlungsfehler.
Auf allen Ebenen des Spitals würden die Mitarbeiter dazu aufgerufen, Fehler und Schwachstellen mithilfe des online-Formulars anonym zu melden. Dieses lande direkt bei Wolfgang Droste, Risikomanager am Klinikum. Sanktionen seien dabei nicht zu befürchten, denn Ziel sei nicht, Mitarbeiter nach Fehlern zu erwischen, sondern in Zukunft weniger Fehler zu machen.
Quelle:
WZ-Newslife, 19.4.2013
Neue Nebenwirkungs-Datenbank der BfArM
Ein neues Nebenwirkungs-Portal steht ab jetzt im Internet zur Verfügung. Es bietet Ärzten und Patienten die Möglichkeit, sich über mögliche Nebenwirkungen und Risiken von Medikamenten zu informieren.
Die Datenbank mit Verdachtsfällen von unerwünschten Arzneimittelwirkungen wird vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bereitgestellt und befindet sich derzeit noch in einer Testphase. Die zugänglichen Daten seien noch nicht behördlich bewertet, lieferten also keine Empfehlungen und könnten somit auch nicht die Aufklärung des Patienten durch den Arzt ersetzen.
Das kostenlose Angebot soll mehr Transparenz für Ärzte, Patienten und interessierte Bürger schaffen.
Quelle:
Spiegel.de, 23.4.2013