Aachen: Telemediziner entlasten Notärzte
In einem Aachener Pilotprojekt soll der Einsatz von Telemedizinern die Notärzte im Umkreis entlasten und eine schnelle Erstversorgung sicherstellen.
Derzeit sind drei Teams von Rettunsgsanitätern und Rettungassistenten samt Fahrzeug mit der TemRas-Technik ausgestattet. Diese Technik ermöglicht es den mit Headsets ausgestatteten Rettungshelfern jederzeit eine Verbindung zum Telemediziner aufzubauen oder diesem, mit Hilfe eines Monitoring-Systems, Parameter des Patienten zu übertragen.
Desweiteren befindet sich eine Kamera an der Decke des Rettungswagens, wodurch der Arzt den Patienten live begutachten kann. Im Falle einer notwendigen Krankenhauseinlieferung, sucht der Telearzt die passende Klinik aus und schickt die erhobenen Daten an den aufnehmenden Arzt.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 28.8.2012
RFID – ein intelligenter Helfer
Innovative RFID-Technologien verbessern Krankenhaus- und Klinikabläufe. Durch ihren Einsatz werden vorhandene Ressourcen effizienter genutzt, effektiveres Arbeiten ermöglicht und somit Kosten reduziert.
Der RFID-Chip lässt sich in verschiedenen medizinischen Bereichen einsetzen und dient hauptsächlich der Personen- und Inventarortung und Identifizierung.
Das Pharmazie Departement der University of Maryland verwendet ein RFID Lesegerät, welches dem Krankenhauspersonal einen genauen Überblick darüber verschafft, mit welchen Medikamenten ihre Notfall-Arzneimittelsets beladen wurden. Mithilfe dieser Technologie werden fehlende, mehrfach vorhandene und bald ablaufende Medikamente identifiziert.
Diese Technik dient aber auch der Inventarortung, wodurch es dem Klinikpersonal erleichtert wird, gezielt das gesuchte Equipment zu finden. So kann u.a. vor einer Operation sichergestellt werden, das alle nötigen Utensilien am rechten Platz sind und im Anschluss ordnungsgemäß verwaltet werden.
Quelle:
RFID Journal, 6.8.2012
RFID Journal, 13.8.2012
Meldesystem soll Engpässe in der Medikamentenversorgung reduzieren
Ein neues Meldesystem in der Schweiz verpflichtet Pharmaunternehmen dazu, drohende Engpässe in der Medikamentenversorgung einer neutralen Plattform mitzuteilen.
Ziel dabei ist es, Behörden, Industrie und den Krankenhausapotheken mehr Zeit zu verschaffen, um auf die Engpässe zu reagieren und rechtzeitig Alternativen auszuarbeiten.
Wird ein drohender Engpass gemeldet, kann diese Information beispielsweise an einen anderen Hersteller weitergeleitet werden, damit dieser seine Produktionsmenge dementsprechend anpasst.
Quelle:
Südostschweiz, 23.8.2012
Altes Medikament – Neue Bestimmung
Sivanesan Dakshanamurthy, ein Molekularbiologe der Georgetown University in Washington DC, hat ein Computermodell entwickelt, welches Vorhersagen über die Wirkung von Medikamenten auf Proteine im menschlichen Körper treffem kann.
Hierzu vergleicht das Modell Informationen über die Struktur eines Arzneimittels mit denen menschlicher Proteine, um passende Paare zu finden.
Anhand dessen kann der Computer momentan bereits abschätzen, ob sich ein bestimmtes Medikament auch zur Behandlung einer anderen Krankheit einsetzten ließe.
Quelle:
The Economist, 11.8.2012
Biometrisches Armband erkennt Patienten
Bisher sind Krankenpfleger selbst dafür verantwortlich, die Identität ihrer Patienten nicht durcheinander zu bringen. Ein neues Verfahren soll für eine verbesserte Patientenerkennung in Krankenhäusern sorgen.
Ein biometrisches Armband misst die sogenannte Bioimpedanz einer Person und ordnet diese automatisch dem Träger zu. Das Gerät wertet die Antwort des Körpers auf schwache elektrische Signale aus und leitet diese dann an eine elektonische Patientenakte weiter.
Kritiker wie Ari Juels, Leiter eines Sicherheitslabors, zweifeln jedoch an der Verlässlichkeit dieser Methode, da die Fehlerquote noch zu hoch sei. So reicht beispielsweise ein Glas Wasser schon aus, um die Bioimpedanz des Körpers zu verändern.
Quelle:
Heise Online, 22.8.2012
Heise Online, 22.8.2012
Mit Quantified-Self den eigenen Körper vermessen
Als „Quantified-Self-Netzwerk“ bezeichnet man eine Bewegung, dessen Mitgliedern eine Vielzahl von Geräten und Smartphone Apps zur Verfügung stehen, mit denen sich der eigene Körper zu jeder Zeit vermessen lässt.
Die gesammelten Körper- und Lebensdaten können dann, mit Hilfe von Internet Plattformen wie TicTrac, graphisch aufgearbeitet und verknüpft werden.
Einige Quantified-Self-Anhänger wollen ihre sportlichen Leistungen verbessern, andere herausfinden, woher ihre Migräneanfälle kommen.
Quelle:
Heise Online, 11.8.2012
AOK Rheinland/Hamburg bietet virtuelle Patientenquittung an
Der Versicherer AOK Rheinland/Hamburg hat das bereits vorhandene Konzept der Patientenquittung neu aufgegriffen und digitalisiert. Die Versicherten haben nun die Möglichkeit, eine Auflistung der über die Krankenkassenkarte abgerechneten Leistungen online abzurufen. Bisher ging dies nur in den Geschäftstellen selber.
Mit dem Angebot der Online-Patientenquittung soll mehr Transparenz in Bezug auf die erbrachten Leistungen geschaffen werden.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 5.8.2012
IT-Anwendungen senken Kosten im Gesundheitssystem
Mit Hilfe moderner Informationstechnologien sollen Krankenhäuser besser kommunizieren können, um so u.a. Kosten im Gesundheitssystem zu senken.
Das Produkt T.vision soll im Krankenhaus die handschriftliche Erfassung von beispielsweise Visite-Daten ersetzten. Es ermöglicht den Ärzten, Daten auf Tablet-PCs einzugeben. Diese werden zentral gespeichert und können anschliessend an einem Desktop-PC analysiert werden. Ein effizienterer Datenaustausch wird durch Videokonferrenzen und Patientendaten, die online abrufbar sind, gewährleistet.
IT-Anwendungen in Form von Apps sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil. Ziel ist es, die Patienten stärker einzubinden und so den Betreuungsaufwand zu reduzieren. Apps wie „My Sugar“ fassen die gesammelten Blutzuckerwerte eines Patienten zusammen, sodass diese mit dem behandelnden Arzt besprochen werden können.
Quelle:
Wirtschaftsblatt, 7.8.2012
Elektronische Fallakte: Optimierung der medizinischen Versorgungskette
Um Akut- und Reha-Kliniken zeitlich und räumlich enger zu vernetzten und so die Genesungs- und Rehabilitationsprozesse für ältere Patienten zu verbessern, wird eine elektronische Fallakte (EFA) genutzt, womit der jeweilige Patient für seine Behandler transparenter wird.
In der EFA speichern behandelnde Ärzte alle relevanten Daten wie Befunde, Op-Berichte, Röntgenbilder oder auch komplexe Verlaufskurven. Die EFA wiederum kann – eine entsprechende Berechtigung vorausgesetzt – an fast jedem beliebigen Ort weltweit gelesen werden.
Selbst weit voneinander entfernte Ärzte können so gemeinsam über einen Patienten konferrieren und gleichzeitig dessen aktuelle Patientenakte einsehen. Bei Bedarf kann der Arzt vom Patienten auch per Videokonferenz konsultiert werden.
Quelle:
Ärzte Zeitung , 31.7.2012
Eine Innovation – Der Mikrochip für die Tablette
Proteus Medical Health, ein US-Amerikanisches Unternehmen, hat einen Mikrochip entwickelt, der in eine herkömmliche Filmtablette integriert werden kann.
Mithilfe des etwa Sandkorn-großen Chips können Daten aus dem Körperinneren an die Hautoberfläche übertragen und dort von Sensoren empfangen werden. Diese können die gesammelten Informationen wiederum an ein Analyse-System auf einem Smartphone oder gleich ins Internet weiterleiten.
Der Chip in der Pille soll es Ärzten erleichtern nachzuvollziehen, ob und inwiefern Patienten ihre Medikamente ordnungsgemäß einnehmen. Neben dem Zeitpunkt der Einnahme sammeln die Sensoren noch weitere Daten wie die Herzfrequenz, Körpertemperatur und Körperbewegungen. Weisen die gewonnenen Informationen Unregelmäßigkeiten auf, kann der behandelnde Arzt reagieren und die Dosis neu anpassen.
Quellen:
WinFuture, 1.8.2012
Golem, 1.8.2012
Heise Online, 1.8.2012
Spiegel Online, 20.8.2012