Fehlende Anwendungen für den E-Arztausweis
Mit Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) ist auch der elektronische Arztausweis erforderlich geworden. Dennoch besitzen bisher nur wenige Ärzte in Deutschland einen elektronischen Heilberufsausweis (HBA), um sich zu authentifizieren beim Zugriff auf die Daten der eGK. Meistens handelt es sich hierbei um Ärzte, die an einem Pilotprojekt teilnehmen wie z.B. dem elektronischen Arztbrief in Düren.
Als Grund geben die Ärzte an, dass die Telematikinfrastruktur der eGK noch nicht soweit aufgebaut und umgesetzt ist, als dass es sich lohnen würde, Kosten für die Anschaffung und Verwendung des E-Arztausweises auf sich zu nehmen.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 19.9.2012
Per Mausklick zum Arzt und Apotheker
Der Rezeptdienst Ordermed ist eine innovative Internetplattform, die Patienten, Ärzte und Apotheker zusammenbringen soll.
Der Nutzer kann per Mausklick oder über die Ordemed-App gleichzeitig Rezepte beim Arzt und Medikamente in der nächst gelegenen Apotheke vorbestellen. Dabei kann der Kunde selbst entscheiden, ob er das Rezept bzw. das Medikament selbst abholen oder der Apotheke die Anlieferung überlassen möchte.
Mit Hilfe dieser Logistik-Anwendung habe der Apotheker einen Überblick über alle verordneten Arzneimittel der Kunden und könne so zu allen Wechselwirkungen und Gegenanzeigen beraten.
Quelle:
HAN-Online, 11.9.2012
Bundesregierung strebt flächendeckende klinische Krebsregistrierung an
Zur besseren Früherkennung von Tumoren hat die Bundesregierung nun einen Gesetztesentwurf beschlossen, der die flächendeckende Einrichtung klinischer Krebsregister beinhaltet.
Man erhofft sich davon eine möglichst vollständige Erfassung von Daten über die Behandlung, den Verlauf und das Auftreten von Krebserkrankungen.
Um den hohen datenschutzrechtlichen Anforderungen gerecht zu werden, soll die Krankenversichertennummer nur in pseudonymisierter Form genutzt werden dürfen und den Betroffenen ein Widerrufsrecht bei der Weitergabe ihrer Daten zu Forschungszwecken zustehen.
Quelle:
Heise Online, 23.8.2012
Telemedizin-Projekt unterstützt COPD-Patienten
Die Techniker Krankenkasse (TK) hat ein telemedizinisches COPD-Projekt ins Leben gerufen, mit dem Patienten mit chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (chronic obstructive pulmonary disease – COPD) deutschlandweit betreut werden können. Vermeidbare Krankenhausaufenthalte sollen so weiter reduziert und die Lebensqualität der Patienten verbessert werden.
Die erkrankten Patienten wurden dazu mit Telemedizin-Geräten ausgestattet. Damit erfassen die Betroffenen selbstständig unterschiedliche Daten, wie z.B. die Sauerstoffsättigung des Blutes und leiten diese per Knopfdruck an ein telemedizinisches Zentrum in Stuttgart weiter.
„Medizinische Fachkräfte schauen sich den Verlauf der Werte an und können auf diese Weise frühzeitig auf Verschlechterungen reagieren“
Quelle:
Ärzteblatt, 24.8.2012
Automatisierte Arzneimittelabgabe in der Uniklinik Köln sorgt für mehr Sicherheit
Die Universitätsklinik Köln hat sich für die Einführung eines Systems zur patientenorientierten Arzneimittelversorgung entschieden. Das Verfahren soll Fehler bei der Medikamentenvergabe reduzieren, das Pflegepersonal entlasten und Kosten einsparen.
Anstatt die Arzneimittel manuell zusammenzustellen, werden diese in der Krankenhausapotheke von einem speziellen Automaten in einen fortlaufenden Plastikschlauch eingeschweißt, auf dem die Bezeichnung des Medikamentes mit Hinweis zur Korrekten Einnahme, sowie der Name der Patienten abgebildet ist.
Vor der Abgabe werden die Tütchen noch einmal kontrolliert. Dazu durchläuft der Schlauch einen Scanner, der überprüft, ob Patientenname und im Schlauch befindliches Arzneimittel mit dem eingegebenen Datensatz übereinstimmen.
Quelle:
Ärzteblatt, 17.9.2012
Mikrochip steuert Darmaktivität
Ein neuartiges Verfahren gibt Patienten, die an Stuhlinkontinenz leiden, die Fähigkeit zurück, ihre Darmaktivität zu kontrollieren.
Bei der so genannten Sakralnervenstimulation (SNS) wird den Betroffenen am Gesäß ein kleiner Mikrochip implantiert. Dieser sendet über eine dünne Elektrode elektrische Impulse an die entsprechenden Nervenfasern.
Mit dieser sehr erfolgreichen Methode kann die Lebensqualität der Betroffenen Patienten erheblich verbessert werden.
Quelle:
Kliniken-LB, 11.9.2012
Internetportal macht medizinische Befunde verständlicher
Das Internetportal Was hab ich? möchte medizinische Befunde verständlicher machen.
Die Plattform wird von Medizinstudenten, die kurz vor ihrem Abschluss stehen, in Zusammenarbeit mit Ärzten geführt. Den Patienten wird die Möglichkeit geboten ihren Laborbefund, zahnmedizinischen Befund, Arztbrief, das Ergebnis einer Röntgen-, CT- oder MRT-Untersuchung einzusenden und in verständlichen Worten übersetzen zu lassen.
Ziel des Portals ist es, das Arzt-Gespräch vor- und nachzubereiten, die Inhalte des Befundes sollen für den Patienten verständlicher werden.
Quelle:
Deutsche Apotheker Zeitung, 4.9.2012
Das Patiententagebuch auf dem Smartphone
Die App „Steps Tagebuch“ soll psychisch Kranken dabei helfen, den Verlauf ihrer Krankheit zu erfassen und besser verstehen zu können. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich an die Medikamenteneinnahme erinnern zu lassen.
Mittels der Tagebuchfunktion kann der Patient die Phasen seiner Erkrankung täglich erfassen und graphisch darstellen lassen. Die Aufzeichnungen des Stimmungsbildes sollen dem Anwender zu einem besseren Verständnis seiner eigenen Krankheit verhelfen. Bei Bedarf können die Ergebnisse auf dem Smartphone mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 6.9.2012
Ortung Demenzkranker über ihre Kleidung
Forscher des Projekts „MOBECS“ (Mobility and Emergency Call System) wollen mithilfe neuer, in der Kleidung integrierter Technologien, Senioren zu mehr Mobilität und Sicherheit verhelfen.
Im Rahmen dieses Pilotprojektes werden bereits bewährte Ortungssysteme, wie GPS-Module mit neuen Methoden zur automatischen Notfallerkennung kombiniert.
Dazu werden Beschleunigungs- und Bewegungssensoren, GPS-Module, Mikrofone und Kameras in tragbare Geräte oder auch Kleidung und Accessoires wie Gürtel und Armbanduhr integriert.
In einer Notfallsituation sollen die mobil nutzbaren Technologien den Betroffenen sofortige Hilfestellung bieten und automatisch eine zentrale, webbasierte Service-Plattform alarmieren.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 3.9.2012