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Kategorie: ‘Apotheker’

Projekt zur Vermeidung von Medikationsfehlern

20. März 2015 | von

Das Universitätsklinikum Frankfurt stellte gestern das neu erarbeitete Klinik-Projekt zur Vermeidung von Fehlern bei der Medikamentenvergabe in Kliniken vor.
Schölmerich, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik gab bekannt, dass Studien zufolge 80% der Behandlungsirrtümer Fehler in der Medikamentenvergabe seien. Dabei könnten auch lebensbedrohliche Fehler auftreten.

Das Projekt sieht vor, Patienten mit Hilfe von Informationsmaterial anzuregen, Fehler oder Auffälligkeiten zu melden. Aufgabe der Apotheke ist Medikamente mit unterschiedlich aussehender Verpackung zu beziehen oder wenn nötig zu markieren, um Verwechslungen zu vermeiden. Zudem soll bis Ende des Jahres eine Software installiert werden, die die Medikation aller Patienten erfasst und Medikationsfehler meldet. Auch Wechselwirkungen von Präparaten werden angezeigt.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 19.03.2015
Pharmazeutische Zeitung online, 19.03.2015

Medikationsmanagement für alle Apotheken

16. März 2015 | von

Aktuell laufen verschiedene Modellprojekte zur Etablierung eines erfolgreichen Medikationsplans. Jaehde, Leiter der Klinischen Pharmazie in Bonn fordert, dass sich alle Apotheken an den Modellprojekten beteiligen, um so das gesamte Team für das Medikationsmanagement zu qualifizieren. Eine Fortbildung im Umfang von acht Stunden, sei deutlich zu wenig.

Präsident Schmidt der ABDA machte deutlich, dass die Einstiegshürde jedoch nicht zu hoch sein dürfe. Allerdings könne man laut AMTS-Managerin Waltering einiges über seine Schwächen und Grenzen lernen.

Quelle:
Pharmazeutische Zeitung online, 09.03.2015

Interpharm: Wie geht’s weiter mit dem Medikationsmanagement?

16. März 2015 | von

Thema war das Curriculum der Bundesapothekerkammer „Medikationsanalyse (MedAna) und Medikationsmanagement (MedMan) als Prozess“.

Man definiere hier die Mindestanforderungen und orientiere sich am wohl fortschrittlichsten Projekt in Deutschland – ARMIN-, gab ABDA-Präsident Schmidt bekannt. Weiter berichtet er, die Schwierigkeit bestünde vor allem darin einen Mittelweg zwischen ausreichender Qualifikation und zu großen Barrieren (Ausbildungsaufwand) zu finden. Wichtig sei, dass man zur erfolgreichen Etablierung auf allen Ebenen Ausbildungs-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten schaffe.

Apotheker Rose merkte an, dass es nur langsam voran ginge. Die Nachfrage sei derzeit sehr hoch und man wünsche sich bereits jetzt unter Kollegen tiefergreifendere Fortbildungen zum Thema Medikationsanalyse und -management, so Pharmazeut Prof. Dr. Ulrich Jaehde.

Quelle:
DAZ.online, 11.03.2015

Rheinland-Pfalz testet den elektronischen Medikationsplan

11. März 2015 | von

Den Startschuss zum Modellprojekt „Vernetzte Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) mit dem elektronischen Medikationsplan in Rheinland-Pfalz“ gab gestern das Gesundheitsministerium Rheinland-Pfalz.

Ca. 600 Patienten verschiedener Kliniken in Bad Kreuznach, Kaiserslautern, Koblenz, Mainz und Trier erhalten nach ihrem stationären Aufenthalt einen Medikationsplan. Dieser soll von Apotheker und Ärzten elektronisch bearbeitet werden können. Mit Hilfe eines Codes können Patienten Änderungen bei Apotheker und Ärzt vornehmen, welcher bei genannten in elektronischer Form hinterlegt ist.
Laut Sabine Bätzing-Lichtenthäler trage ein elektronischer Medikationsplan vor allem zur Patienten-Sicherheit bei. Dr. Andreas Kiefer betont die Vernetzung von Krankenhäuser, Hausärzte und Apotheker, die den Patienten zu Gute komme.

Ende des Projekts ist Anfang 2016.

Quelle:
DAZ.online, 02.03.2015
Ärzte Zeitung, 03.03.2015

Medikationsplan vs. Verblisterung

11. März 2015 | von

Für den Bundesverband Patientenindividueller Arzneimittelverblisterer (BPAV) hat die Festlegung des Medikationsplans per Gesetz durchaus Vorteile. Verbandschef Hans-Werner Holdermann berichtete, dass man sich so eine neue Einnahmequelle  sichern könne, allerdings trage ein Medikationsplan nicht unmittelbar zur Therapietreue der Patienten bei.
Des weiteren gehöre seit einigen Jahren die elektronische Erstellung eines elektronischen Medikationsplans zur patientenindividuellen Verblisterung dazu, so Holdermann. Diese könnten von allen beteiligten Akteuren jederzeit online eingesehen werden.

Der Bundesverband sieht folglich einen deutlichen Rückschritt darin, einen Medikationsplan in Papierform durchzusetzen. Gegenteilig sieht man alleinig die flächendeckende patientenindividuelle Verblisterung mit elektronischem Medikationspass als Fortschritt hinsichtlich Therapietreue und e-Heath.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 05.03.2015

 

ABDA fordert stärkere Integration der Apotheker beim Medikationsmanagement

27. Februar 2015 | von

Laut Sprecher der ABDA solle den Apothekern deutlich mehr Einfluss bei der Entwicklung des Medikationsplans zustehen. Speziell für den Bereich Selbstmedikation. Auch die Bundesärztekammer (BÄK) sieht dies ähnlich. Apotheker sollten vor allem, wie der schriftlichen Stellungnahme der BÄK zum E-Health-Gesetz zu entnehmen ist, die Selbstmedikation über OCT-Präparate in den Medikationsplan einpflegen. Zur Erstellung des Medikationsplans gehöre auch die Medikationsanalyse als relevanter Bestandteil, so die ABDA.
Verbraucherschützer schlagen außerdem vor, die Verantwortungsfrage vom Patienten klären zulassen.

Einschränkungen sehe man laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) bei der Dokumentation von OTC-Präparaten, die nur eingeschränkt aufgelistet werden sollen. Genauso wie vertrauliche Medikamente.

Quelle:
Pharmazeutische Zeitung online, Ausgabe 08/2015

E-Health-Gesetz nicht zukunftsfähig

27. Februar 2015 | von

Der europäische Verband der Versandapotheken (EAMSP), sieht den aktuellen Entwurf zum E-Health-Gesetz als nicht zukunftsfähig an. Das Gesetz werde den aktuellen Marktentwicklungen nicht gerecht, gan der Verband bekannt.

Gemeint ist damit vor allem der schriftliche Medikationsplan. Vorstand Heinrich kritisierte, dies entspreche nicht der Vorstellung eines digitalen Gesundheitswesens. Unverständlich sei außerdem laut Heinrich, warum man sich nicht an bereits etablierten, patientenfreundlichen und sicheren Systemen anderer Länder orientiere und verwies dabei auf Dänemark und Schweiz.

Der EAMSP sieht mit dem aktuellen Entwurf keine Möglichkeit, Rückstände in den Bereichen medizinische und pharmazeutische Versorgung aufzuholen.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 17.02.2015

Schweizer Medikationsmanagement

27. Februar 2015 | von

Auf der Expertentagung des Bundesverbandes der klinik- und heimversorgenden Apotheker (BVKA) gab Prof Dr. Kurt Hersberger Einblicke in das Medikationsmanagement der Schweiz.

Seit über vier Jahren wird der Polymedikationscheck (PMC) in der Schweiz nun offiziell praktiziert. Der Aufwand wird von den Krankenkassen mit etwa 40 Euro entschädigt. Im Jahr 2013 nutzten die Apotheker gerade einmal vier Prozent des Budgets. Vermutlich würden sich Apotheker einen PMC nicht zutrauen oder hätten nicht ausreichend Zeit für ein solches Angebot, so Hersberger.

Die unternommenen klinischen Studien würden dem PMC wohl keinen signifikanten Einfluss zusprechen, ergänzte Hersberger, zukünftig müsse man vor allem Risikopatienten in die Studien miteinbeziehen.

Quelle:
DAZ.online, 25.02.2015

Neues ABDA Projekt PRIMA testet elektronischen Medikationsplan

17. Februar 2015 | von

Unter der Leitung von Martin Schulz, Geschäftsführer der ABDA, startete jetzt das neue Projekt PRIMA. Der Name stehe für „Primärsystem-Integration des Medikationsplans mit Akzeptanzuntersuchung“. Mit Hilfe des Projekts wolle man, den in Zusammenarbeit von Ärzten und Apothekern erstellten elektronischen Medikationsplan testen. Kriterien seien dabei Akzeptanz, Umsetzung und Praktikabilität.

Zusätzlich startete lauf Schulz bereits vergangenes Jahr ein Pilotprojekt zur Lesbarkeit des Medikationsplans. Die Untersuchung erfolge in der Form von Einzelinterviews innerhalb welcher Patienten relevante Informationen aus vorgelegten Versuchsobjekten lesen sollen.

Ergebnisse sollen auch in das Medikationsmanagement des Modellprojekts ARMIN einfließen.

Quelle:
Pharmazeutische Zeitung online, Ausgabe 5/2015

Stammapotheke leistet Beitrag zur Arzneimitteltherapiesicherheit

23. Januar 2015 | von

Einen sehr einfachen Beitrag zur Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) könne, laut der Apothekenkammern Nordrhein und Westfalen-Lippe, jeder mit der Wahl einer Stammapotheke leisten. Eine Studie im Journal of the American Geriatrics Society bestätigte einen Zusammenhang.

Wie man Therapietreue und Lebensqualität der Patienten erhöht belegen unter anderem Projekte der Apothekenkammern wie ATHINA und das AMTS-Ausbildungsmodell. Der Apotheker übernehme im Netzwerk der Heilberufler eine Art „Lotsenfunktion“, gaben die Kammern bekannt.

Pharmazeutische Zeitung online, 21.01.2015