Belohnung für gesunde Lebensweise gewünscht
Laut einer Umfrage sind 76% der Bürger Deutschlands der Meinung, dass die Krankenkassen eine gesunde Lebensweise belohnen sollten. Die Krankenkasse solle das gesunde Leben und den Sport mit einem Bonus oder einem geringeren Tarif honorieren. Dafür seien die meisten auch bereit ihre Gesundheitsdaten zur Verfügung zu stellen.
Je jünger die Befragten waren, desto mehr wären sie mit der Weitergabe der Daten einverstanden. Besonders die Älteren stehen der Datenweitergabe skeptisch gegenüber und plädieren für eine Bestätigung der gesunden Lebensweise des Hausarztes.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 07.08.2016
Versicherte haben kein Recht auf Verweigerung der elektronischen Gesundheitskarte
Das Landessozialgericht Baden-Württemberg fällt nach einer Klage gegen die Pflicht der elektronischen Gesundheitskarte ein Grundsatzurteil, das erklärt, dass Versicherte die Digitalisierung nicht verhindern dürfen.
Laut des Klägers verstößt die Pflicht der elektronischen Gesundheitskarte gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Es sei nicht sichergestellt, dass die Daten zu einem späteren Zeitpunkt nicht in falsche Hände geraten oder die benutzte Telematik-Infrastruktur vollkommen sicher sei. Laut des Gerichts gewährt das Recht auf informationelle Selbstbestimmung jedoch kein Recht auf Verhinderung der Digitalisierung des Gesundheitswesens.
Quelle:
www.deutsche-apotheker-zeitung.de, 26.Juli.2016
Diskussion um Gesundheitskarte für Flüchtlinge
Ist ein Asylbewerber krank, muss er vor seinem Arztbesuch eine Bewilligung bei der Behörde einholen. Die elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge könnte diesen Aufwand verhindern, doch nutzen sie nur wenige Bundesländer.
Laut Kinderärztin Andrea Kuhls, sei es ein besonders Problem, dass der Weg zu den Behörden, besonders im ländlichen Raum, oft weit sei und die Kinder nicht nur während der Öffnungszeiten krank würden. Vielen Kommunen ist die Gesundheitskarte für Asylbewerber allerdings zu teuer. Zusätzlich zu den Gesundheitskosten kämen noch acht Prozent Verwaltungsgebühren dazu, daher nutzen sie bisher nur wenige Länder und Kommunen.
Quelle:
www.ndr.de, 6. Juli. 2016
EU-Regierungen fordern offene IT-Standards
Durch Telemedizin lässt sich ein Teil der Gesundheitsfürsorge von der Klinik in die häusliche Umgebung verlagern. Um mehr dieser Telemedizinverfahren in die gesundheitliche Versorgung einzubinden, fordern sechs Regierungen nun EU-weite, offene IT-Standards. Österreich, Katalonien, Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden setzen Telemedizin bereits erfolgreich in der Regelversorgung ein. EU-weite Standards für den Datenaustausch sollen den ungehinderten Datenfluss ermöglichen und so die Lebensqualität der Patienten steigern.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 29. Juni. 2016
Brexit- Arzneimittelversorgung
Nachdem am 23. Juni 51,9% der wahlberechtigten Briten für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU gestimmt haben wird um die gegenseitigen Handelsbeziehungen gefürchtet.
Großbritanniens Austritt aus der EU versetzt nicht nur die Finanzmärkte in Aufruhr. Auch die Folgen für das Gesundheitswesen können verheerend sein. Laut Dr. Martin Zentgraf, Vorstand des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI) wurde die pharmazeutische Industrie bisher durch die enge Verflechtung Großbritanniens in der Europäischen Union gekennzeichnet. Hierfür werde nun eine neue Grundlage benötigt, was für Unternehmen große Anstrengungen, sowie bürokratische Hürden bedeute.
Quelle:
news.doccheck.com, 29. Juni 2016
Mehr Sicherheit durch Medikationsplan
Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Deutscher Apothekerverband (DAV) und Bundesärztekammer (BÄK) legten eine Vereinbarung zur Erstellung und Aktualisierung des Medikationsplans vor.
Ab dem 1. Oktober 2016 haben alle Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung, die mindestens drei verordnete Medikamente gleichzeitig einnehmen, einen Anspruch auf einen Medikationsplan. Laut des KBV Vorstands Regina Feldmann bringe der Medikationsplan den Patienten mehr Sicherheit, da er alle wichtigen Details zur Einnahme der Medikamente enthalte.
Quelle:
www.aerzteblatt.de, 19.Juni. 2016
E-Rezept kaum bekannt
Laut einer Umfrage im Mai 2016 haben 63% der Bevölkerung noch nie etwas von dem elektronischen Rezept gehört. Aber auch unter jenen, bei denen das e-Rezept bereits bekannt ist, ist Skepsis vorhanden. Besonders das Argument, die Medikamente sofort zu benötigen hindert die Befragten daran, in Versandapotheken zu kaufen. Auf Platz zwei und drei der Gründe, die laut den Befragten gegen Versandapotheken sprechen, seien die komplizierte Einreichung der Rezepte und der Zweifel an der Gewährleistung des Datenschutzes.
Dies nimmt der Bundesverband der Deutschen Versandapotheken nun zum Anlass vermehrt Aufklärungsarbeit zu leisten.
Quelle:
www.healthcaremarketing.eu, 19. Juni 2016
Vernetzte Gesundheitstechnologien- Deutschland hinkt hinterher
Laut dem Future Health Index (FHI) liegt Deutschland, trotz des insgesamt überdurchschnittlich guten Zugangs zu Gesundheitsdaten, beim Einsatz vernetzter Gesundheitstechnologien hinter Brasilien und Südafrika.
Der FHI soll die Frage beantworten, wie gut Länder mit zukünftigen medizinischen Herausforderungen zurechtkommen werden. Die untersuchten Kriterien befassen sich mit unterschiedlichen Aspekten wie dem Zugang zum Gesundheitssystem, dem Stand der Vernetzung sowie der Einführung von Connected Care Technologien im Gesundheitsmarkt.
In Deutschland seien die größte Hürden bei der Einführung neuer Technologien zur der Vernetzung im Gesundheitswesen, die bürokratischen Regeln und die strengen Datenschutzvorgaben.
Quelle:
www.arztezeitung.de, 19. Juni 2016
Studie: Heilberufler erwarten durch Digitalisierung eine Verbesserung der Patientenversorgung
Laut einer Studie der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) erwarten die meisten Heilberufler eine Verbesserung der Patientenversorgung durch die zunehmende Digitalisierung des Gesundheitswesens.
Ein weiterer Vorteil, der erwartet wird, ist ein einfacheres und effizienteres Datenmanagement. Des Weiteren zeigt die Studie allerdings, dass neben den vermeintlich positiven Aspekten, auch die Risiken, wie Datenmissbrauch und Kosten, gesehen werden.
Quelle:
aerztezeitung.de, 27.05.2016
Pannen in Health IT-Infrastruktur
Laut Dr. Stefan Bales, Ministerialrat im Bundesministerium für Gesundheit (BMG) müssen erforderliche Tests zu Basisfunktionen erneut verschoben werden und finden nicht mehr im Jahre 2016 statt. Grund für die Verzögerungen ist eine als unsicher eingestufte Schnittstelle, die nicht den Anforderungen der gematik und des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entspricht. Dr. Bales ist dennoch zuversichtlich, dass der angestrebte Zeitplan des E-Health-Gesetzes eingehalten werden kann.
Quelle:
www.deutsche-apotheker-zeitung.de, 11.05.2016