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SmartMed

TK plant Feldstudie zur Online-Terminbuchung

10. April 2013 | von

Die Techniker Krankenkasse (TK) plant einen sämtliche Arztgruppen abdeckenden, bundesweiten Feldversuch um zu erkunden, wie sinnvoll eine Online-Terminbuchung ist.

Die Resonanz eines bereits abgeschlossenen Pilotversuches dazu sei sehr positiv ausgefallen. Einer Befragung zu Folge hätten 85 Prozent der teilnehmenden Ärzte die Online-Buchung als arbeitserleichternd empfunden. Und 90 Prozent der Patientinnen und Patienten würden dieses Verfahren erneut in Anspruch nehmen.

Konkret sehe die auf ein Jahr begrenzte Studie so aus, dass die Basisdaten des Arztes zusammen mit seiner Online-Terminbuchung mit dem TK-Portal verbunden werden. Dort können sich dann Patienten verschiedener Krankenkassen einen Termin reservieren.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 28.3.2013

Wachsende Bedeutung der Telemedizin

10. April 2013 | von

Felix Apitzsch, der sich am Fraunhofer Institut FOKUS mit dem Thema Telemedizin befasst, betonte die steigende Bedeutung dieser Technik für Patientinnen und Patienten. Vor allem für solche, für die die gängigen Leistungen der Gesundheitsversorgung nicht ausreichen.

Problematisch sei jedoch das notwendige Zusammenspiel aller Beteiligten. Der Arzt brauche Zeit zur Datenauswertung, die Technik müsse regelmäßig überprüft und in Stand gehalten werden und der Patient selbst müsse die Anwendungen planmäßig nutzen und dürfe dabei nicht überfordert werden.

Noch sei die Telemedizin überwiegend in der Entwicklungs- und Evaluierungsphase und es werde daran gearbeitet, dass diese Art der Versorgung Patienten aller Krankenkassen zur Verfügung steht.

Auch wenn die Telemedizin einen direkten Kontakt zu einem Arzt nicht ersetzen und demnach den Ärztemangel nicht ausgleichen könne, sei sie dennoch eine sinnvolle Ergänzung, insbesondere bei Notfällen und Krankheiten, die sich schnell verschlechtern.

Quelle:
Heise Online, 3.4.2013

Auf die Haut gedruckte elektronische Tattoos

10. April 2013 | von

Forscher der University of Illinois in Urbana-Champaign haben sogenannte „epidermal electronics“ entwickelt. Diese Netze aus Elektronik ließen sich wie entfernbare Tattoos auf die Haut aufbringen und lösten sich durch den natürlichen Hautalterungsprozess einfach wieder auf.

Mit diesem Verfahren kann der Nutzer Gesundheitssensoren ständig tragen, ohne von diesen in Alltagsaktivitäten beeinträchtigt zu werden. Während der Anwendung könne das Gerät Werte wie Temparatur oder den Feuchtigkeitsstatus der Haut erfassen. Daraus ließen sich Aussagen über den Gesundheitszustand des Nutzers ableiten. Außerdem könnte das System nach einer Operation den Wundheilungsprozess überwachen und eine drahtlose Rückmeldung an das zuständige Spital liefern.

Quelle:
Heise Online, 27.3.2013

Neues telemedizinisches Netzwerk für Epilepsie im Aufbau

10. April 2013 | von

Zusätzlich zu dem Schlaganfall-Zentrum „Steno“ in Erlangen, Bayern, werde dort derzeit das bundesweit erste telemedizinische Netzwerk „TelEP“ für Epilepsie aufgebaut.

Als zentrale Koordinationsstelle soll das Erlanger Epilepsiezentrum dienen. Daran angeschlossen seien einige Kliniken im Umkreis, denen noch weitere folgen sollen. Die Erfahrungen des Netzwerkes „Steno“ könnten dem neuen Netzwerk als Hilfestellung dienen und dabei noch weiter entwickelt werden.

„Durch das Projekt wird die Qualität der Versorgung weiter verbessert. Telemedizin unterstützt den Arzt des Vertrauens bei der Behandlung, sie wird aber nicht die enge Arzt-Patienten-Beziehung ersetzen.“

Quelle:
E-Health.com, 21.3.2013

„Tele-Augenkonsil“ soll landesweit eingeführt werden

10. April 2013 | von

Die von Martin Laser eingeführte Methode des „Tele-Augenkonsils“ soll weiterentwickelt und landesweit eingeführt werden.

Bei dem Verfahren wird mit einer Augenkamera ein genaues Netzhautbild des Patienten erstellt, das die Gefäße des Auges abzeichnet. Daraus ließen sich Informationen über das gesamte Gehirn und damit über den Gesundheitszustand des Menschen ableiten. Unterstützt wird das Verfahren durch die Telemedizin. Netzhautbilder, die Martin Laser mit seiner Augenkamera aufnimmt, kann er zur weiteren Analyse an einen Augenarzt senden. Bei Unregelmäßigkeiten könne dieser dann entscheiden, ob eine weitere Behandlung nötig ist oder nicht, ohne dass der Patient die Augenarztpraxis betreten musste.

Gerade für ältere Menschen oder Patienten aus ländlichen Regionen sei diese Methode von Vorteil. Eine ärtztliche Versorgung wäre damit gewährleistet, ohne dass der Patient den Aufwand betreiben müsste, eine Facharztpraxis aufzusuchen.

Quelle:
Nürnberger Zeitung, 16.3.2013

NRW plant elektronisch gestützes Einweisungs- und Entlassungsmanagement

28. März 2013 | von

Zur Optimierung des Einweisungs- und Entlassungsmanagements im Krankenhaus plant Nordrhein Westfalen ein einheitliches elektronisches Verfahren. „Der Patient ist derzeit bei seinem Weg durch das Gesundheitssystem völlig allein und unbegleitet“, kritisierte der Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo), Peter Potthoff.

Abhilfe diesbezüglich soll ein elektronisch unterstütztes Überleitungsverfahren schaffen, damit der Informationsaustausch zwischen ambulantem und stationärem Sektor verbessert wird.

Das System soll zunächst im Raum Düren getestet werden, wo bereits seit drei Jahren Erfahrungen mit dem elektronischen Arztbrief gesammelt werden.

Quelle:
Ärzteblatt, 15.3.2013

Flächendeckende Verblisterung in Österreich

28. März 2013 | von

In Österreich soll die sogenannte Verblisterung, also die individuell maßgeschneiderte Medikamentenverpackung, flächendeckend ausgeweitet werden.

Die Apotheke der Barmherzigen Brüder in Linz, die bereits  zehn Seniorenheime und Behinderteneinrichtungen in ganz Österreich versorgt, möchte das Angebot der Verblisterung auch auf den Spitalbereich ausdehnen. Dazu sollen in einem Pilotprojekt zuerst die Neurologie und Geriatrie des Spitals der Barmherzigen Brüder in Linz drankommen.

Durch strenge Qualitätskontrollen und ein selbstentwickeltes Softwareprogramm sei es außerdem möglich, über sechs Jahre hinweg zurück zu verfolgen, wer welche Arzneien bis hinunter zur jeweiligen Charge bekommen hat.

Quelle:
OÖNachrichten, 18.3.2012

Online-Ärzte: Bundesärztekammer ist skeptisch

28. März 2013 | von

Die Bundesärzte Kammer (BÄK) warnte vor der Behandlung durch sogenannte Online-Ärzte. Eine ganzheitliche Behandlung und Diagnosen über das Internet seien nicht im Interesse des Patienten.

Gemäß der (Muster-)Berufsordnung für die deutschen Ärzte dürfe die  Patientenindividuelle ärztliche Behandlung, insbesondere die Beratung, nicht ausschließlich aus der Ferne durchgeführt werden.

Besonders skeptisch betrachte die BÄK Angebote wie das britische Portal DrEd, bei dem sich laut Betreiber in Deutschland rund 15.000 Patienten betreuen lassen.

Quelle:
Ärzteblatt, 15.3.2013

Telemedizinische Langzeitbetreuung für herzschwache Patienten

28. März 2013 | von

Patienten, die an einer chronischen Herzschwäche leiden, sollen im Rahmen der sogenannten INTENSE-HF Studie fernmedizinisch überwacht werden.

Gemeinsam mit dem Austrian Institute of Technology und T-Mobile, nimmt das Ludwig Boltzmann Institut für Transnationale Herzinsuffizienzforschung 300 Probanden auf. Die Hälfte von ihnen wird telemedizinisch überwacht. Deren selbstgemessenen Daten schicken sie per Near Field-Technologie an ein Smartphone. Dieses leitet die Informationen wiederum an die Klinik weiter.

Bei abweichenden Daten können die Spezialisten sofort reagieren und Kontakt mit dem zuständigen Hausarzt aufnehmen. Dieser kann daraufhin die Therapie sofort anpassen.

Quelle:
Steiermark.ORF, 14.3.2014

Polen strebt digitales Gesundheitssystem an

28. März 2013 | von

Laut der deutschen Außenhandelsagentur Germany Trade & Invest (gtai) strebt Polen nach einem kompletten E-Government, das auch ein einheitliches System im Gesundheitswesen umfasst.

Bereits seit Anfang des Jahres gebe es laut gtai Veränderungen im Patienteninformationssystem. Aufgrund des zentralen Melderegisters müssten Patienten beim Besuch einer öffentlichen Gesundheitseinrichtung keinen Nachweis mehr über einen bestehenden Krankenversicherungsschutz stellen. Dies soll auch private Gesundheitseinrichtungen umfassen.

Auch elektronische Rezepte und Krankenakten seien langfristig geplant. Außerdem sollen alle Patienten mit einer elektronischen Gesundheitskarte ausgestattet werden, auf der die individuelle Krankenhistorie digital abrufbar ist.

Quelle:
Ärztezeitung, 12.3.2013