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SmartMed

DocMobil – Mobile Versorgung der ländlichen Bevölkerung

23. Januar 2013 | von

Auf dem vierten Kongress „Vernetzte Gesundheit“ in Kiel, diskutierten rund 500 Teilnehmer über die Gesundheitsversorgung von morgen.

Ein innovatives Beispiel zum Thema „Mobile Gesundheit“ sei das Projekt DocMobil, bei dem Patienten im dünnbesiedelten Landkreis Dithmarschen in Schleswig Holstein von Ärzten in einem mobilem Diagnistik- und Therapiemobil  medizinisch versorgt würden.

Das mit mobilen Geräten wie etwa Ultraschall, EKG, Haut-, HNO- oder Augenarztmodul etc. ausgestattete Fahrzeug könnte zu festen Zeiten an festen Standorten für die ländliche Bevölkerung zur Verfügung stehen ­ – für viele kleine Orte, die keinen Haus- oder Facharzt finden, eine Chance.

Quelle:
Ärzteblatt, 18.2.2013

Astma-Prävention durch Sensoren und Vernetzung

23. Januar 2013 | von

Forscher des US-Telekommunikationskonzerns AT&T Labs arbeiten an der Entwicklung eines Sensorsystems zur Identifikation von Asthma-Auslösern in der Luft. Betroffene Patienten sollen über einen tragbaren Detektor gewarnt werden, sobald sich bedenkliche Triggerstoffe in ihrer Umgebung befinden. Auch Ärzten könnte eine solche Langzeiterfassung dabei helfen, bessere Diagnosen zu erstellen.

Ein weiteres Forschungsprojekt in diesem Zusammenhang wird von der Firma Asthmapolis aus Wisconsin initiiert. Die Forschungsgruppe habe einen Sensor entwickelt, der an Inhalatoren angebracht werden kann, um zu verfolgen, ob der Patient seinen Therapieplan korrekt einhält. Bei vergessener Medikation werde der Benutzer automatisch über sein Smartphone benachrichtigt. Die Daten könnten dann wiederum an einen zentralen Server übermittelt und vom zuständigen Gesundheitsversorger kontrolliert werden lassen.

Quelle:
Heise Online, 17.1.2013

Die elektronische Patientenakte als Forscherparadies

23. Januar 2013 | von

Trotz des negativen Berichts der RAND Corporation, dass die elektronische Aufzeichnung der Krankenhistorien die Kosten im Gesundheitssektor in die Höhe treiben würde, gebe es motivierende Gründe, die dafür sprechen.

Die daraus resultierenden klinischen Datenbanken beispielsweise, seien besonders nützlich für medizinische Forschungszwecke. Die Analyse der Krankenhistorie könnte jeden Patienten zum Teilnehmer einer riesigen, fortlaufenden klinischen Studie machen und Wissenschaftlern so an anderer Stelle Kosten und Mühen für aufwenige Studien ersparen.

Herausforderungen einer solchen Forschungsweise bestünden jedoch noch in dem Risiko nicht validierter Daten und unzuverlässigen Diagnosecodes, die von Ärzten auch zur Abrechnung genutzt würden. And doctors don’t think like researchers. Auch müsste der Datenschutz vollkommen gewahrt werden, sodass keine der Informationen dem betreffenden Patienten zuordenbar ist.

But evidence culled from electronic medical records promises to broaden knowledge beyond what can be learned in a carefully structured study.

Quelle:
New York Times, 14.1.2013

USA – Eletronische Krankenakte bringt nicht die verhoffte Ersparnis

23. Januar 2013 | von

In einer neuen Analyse der RAND Corporation wird der Nutzen und die prognostizierte Kostenersparnis durch den Einsatz der elektronischen Krankenakte kritisch hinterfragt und optimistische Prognosen aus der Vergangenheit revidiert.

In einem Bericht aus dem Jahr 2005 prognostizierte die RAND dem US-Amerikanischen Staat eine Ersparnis von mindestens $ 81 Milliarden, durch den flächendeckenden Einsatz von elektronischen Gesundheitsakten.

Bestätigt habe sich eine solche Ersparnis allerdings bis heute nicht. Im Gegenteil, die Kosten im Gesundheitssektor seien seit Veröffentlichung des Berichts um $ 800 Milliarden gestiegen. Die Gründe seien vielfältig. Derzeit liefen u.a. dazu staatliche Ermittlungen um festzustellen, ob Tools wie die eGK es Ärzten und Krankenhäusern erleichtern, nicht geleistete Behandlungen in Rechnung zu stellen.

Die Regierung arbeite derzeit an neuen Regelungen, die solche und weitere Probleme des aktuellen Systems betreffen sollen.

Quelle:
New York Times, 10.1.2013

 

Die Linke fordert Umweltmonitoring für Arzneimittel

17. Januar 2013 | von

Die Bundestagsfraktion Die Linke fordert in einem Antrag eine stärkere Arzneimittelkontrolle hinsichtlich ihrer Umweltbelastung sowie eine sachgemäße Entsorgung von Alt-Arzneimittelstoffen.

Sie sprach sich für ein verpflichtendes, umfassendes Umweltmonitoring der Substanzen, Metaboliten und Transformationsprodukte im Nachgang jedes zentralen Zulassungsverfahrens von Arzneimitteln aus, welches vom Umweltbundesamt ausgewertet werden soll. Außerdem solle bis 2015 wieder ein bundeseinheitliches Rücknahmesystem für Arzneimittel eingeführt werden. Auf jeder Arzneimittelpackung müsse dann ein entsprechender Hinweis auf diese Entsorgungsmöglichkeit zu finden sein.

Hintergrund der Initiative sei der steigende Arzneistoffverbrauch, infolge dessen viele der Substanzen unverändert in die Umwelt gelangten. Da die gängigen Abwasserreinigungsanlagen die Stoffe nicht hinreichend herausfiltern könnten, gelange ein Rest dieser Stoffe in die Gewässer.

Quelle:
Deutsche Apotheker Zeitung, 9.1.2013

Neues Programm verbessert Arzneimittel-Therapiesicherheit

17. Januar 2013 | von

Im Rahmen eines bundesweit einzigartigen Projektes der IKK Südwest und ihrer Kooperationspartner wurde ein neues Programm zur Arzneimittel-Therapiesicherheit entwickelt, das die Zahl der Todesfälle durch den sogenannten „Sekundenherztod“ verringern soll.

Ein möglicher Grund für den plötzlichen Herztod sei die gleichzeitige Verordnungen von mehreren „QT-Intervall verlängernden“ (QT-IVAM) Arzneimitteln, deren Wechselwirkungen in vielen Fällen nicht erkannt würden, weil die Verordnung häufig durch verschiedene Ärzte stattfinde.

Mit Hilfe einer speziell entwickelten Software des Projektpartners RpDoc®Solutions GmbH sollen auf Basis der Arzneimittelverordnungsdaten die Patienten ermittelt werden, denen gleichzeitig mehrere solcher Arzneimittel verordnet wurden.

Sofern der betroffene Patient damit einverstanden ist, würden die ihn behandelnden Ärzte anschließend über die Gesamtmedikation und die ermittelten Risiken informiert.

Quelle:
Presseportal, 9.1.2013

Telerehabilitation für zu Hause

17. Januar 2013 | von

Eine neue Technologie vom Fraunhofer Fokus soll es Patienten künftig ermöglichen, ihre Reha-Übungen zu Hause durchführen zu können, und gleichzeitig sicherstellen, dass sie die richtigen Bewegungen ausführen.

Die Grundlage bildet eine Technologie, die aus einem Übungseditor, einer Reha-Box und einer mobilen Sensoreinheit, die an das Smartphone angeschlossen wird, besteht. Der Therapeut konzipiert im Übungseditor ein patientenindividuelles Trainingsprogramm. Zu Beginn werden mit einer Software die Körperdaten jedes Patienten in drei Dimensionen modelliert und auf ein biomechanisches Computermodell übertragen. Die Reha-Box analysiert anschließend die Daten, die die zugehörige Kamera vom übenden Patienten aufgenommen hat und sendet diese ausgewertet, via Internet an das Reha-Zentrum.

Zusätzlich misst eine mobile Einheit in Form von Sensoren im Brustkorb oder einer Uhr die Vital- und Bewegungsdaten des Patienten und sendet diese an ein Smartphone.

Quelle:
Fraunhofer, 2.1.2013

Speicherresidente Datenbank – Therapiedaten online global vereint

17. Januar 2013 | von

Der Kampf gegen Krebs mittels personalisierter Therapiemethoden verursacht enorme Datenmengen und lässt die Zahl möglicher Behandlungswege enorm anschwellen. Hilfe diesbezüglich verspricht sich die Berliner Charité von der speicherresidenten Datenbank HANA mittels derer Krebstherapie und Computertechnologie verbunden werden sollen.

Die mobile Gesundheitsapplikation, entwickelt von SAP, soll den Medizinern via Tablet-PC schnelle Analysen und personalisierte Therapie-Entscheidungen liefern und zusätzlich in Sekundenschnelle Zugriff auf die Krankheitshistorie sowie auf relevante Studien etwa über Medikamentenwirksamkeit oder Therapieerfolge ermöglichen.

Von der Anwendung sollen insbesondere Krebsforscher profitieren, die anhand frei wählbarer Kriterien wie Krebsart oder Krankheitsverlauf verschiedenste Szenarien erstellen und neue Hypothesen formulieren können, um so auf den Patienten zugeschnittene und damit wirkungsvollere Behandlungsmethoden zu entwickeln, die im Idealfall Nebenwirkungen vorbeugen.

Quelle:
Heise Online, 4.1.2013

Neues System erkennt gefälschte Medikamente

10. Januar 2013 | von

Drei schweizer Universitäten haben gemeinsam ein günstiges System namens ECB (L’électrophorèse capillaire budget) zur Erkennung von gefälschten Arzneimittel entwickelt.

Rund 80 Prozent von 200 Arzneimitteln, die von der Weltgesundheits-Organisation (WHO) als grundlegende Pharmaka anerkannt sind, erkenne das System und sei dabei um ein Zehntel günstiger als bereits auf dem Markt verfügbare Geräte.

Vorteile des ECB-Systems bestünden darin, dass es zur Analyse nur ein Minimum von Lösungsmitteln benötigt und jene lediglich 20 Minuten dauert. Ein Dutzend Geräte wurden bisher für den hauptsächlichen Einsatz in Entwicklungsländern hergestellt.

Quelle:
SwissInfo, 28.12.2012

Letztmögliche Datensicherung bei Google Health

07. Januar 2013 | von

Bis zum 31. Dezember 2012  hatten die Nutzer des Dienstes Google Health die Möglichkeit, ihre persönliche Gesundheitsakte als ZIP-Datei lokal zu speichern oder diese direkt nach Microsoft Healthvault zu kopieren. Danach sollten alle verbleibenden Daten unwiderruflich gelöscht werden.

Google Health war eine Plattform, auf der Patienten ihre medizinischen Daten abspeichern und eine virtuelle Krankenakte erstellen konnten. Im Juni 2011 hatte Google bekannt gegeben, den seit 2008 angebotenen Dienst aus dem Netz zu nehmen.

Die Kritik von Datenschützern, eine Suchmaschine aggregiere medizinische Daten, konnte Google nicht überzeugend entkräften.

Quelle:
Heise Online, 19.12.2012