Schlagwort: ‘Digitalisierung’
Früherkennungssystem auf der Intensivstation mit Hilfe von Big Data
Am Deutschen Herzzentrum Berlin wurde von Dr. Alexander Meyer ein System entwickelt, das bei Intensivpatienten das Risiko für bestimmte Komplikationen bewerten und Pflegekräfte wie Ärzte vorwarnen kann.
Das entwickelte Monitoring-System setzt alle Messwerte in Echtzeit in Bezug zu einander und wertet sie hinsichtlich erster Anzeichen drohender Komplikationen aus. Die künstliche Intelligenz wurde durch die große Menge an Messwerten von über 11.000 intensivmedizinischen Behandlungen „gefüttert“. Durch neue Messwerte wird das System immer besser, da es dazu lernen kann.
Quelle: https://medizin-aspekte.de/103171-big-data-auf-der-intensivstation/ 10. Oktober 2018
conhIT- Bilanz: Die Gesundheits-IT-Branche hat geliefert
Vom 17. bis zum 19. April präsentierten 577 Aussteller ihre Lösungen zum Thema Interoperabilität, IT-Sicherheit und digitale Transformation im Gesundheitswesen den rund 10.000 Besuchern aus aller Welt.
Das Motto des diesjährigen Health-IT-Branchengipfels war „Transforming Healthcare“ und Veranstalter ziehen eine positive Bilanz. Jens Neumann, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Gesundheits-IT hebt hervor, dass die Digitalisierung im Gesundheitswesen angekommen sei, man diskutiere nicht mehr ob die Digitalisierung in ärztlichen Einrichtungen stattfinden soll, sondern in welcher Geschwindigkeit, mit welchen Chancen und welchen Risiken.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 25.04.2018
Einheitliche Standards bei elektronischer Gesundheitsakte gefordert
Durch die elektronische Gesundheitsakte soll es Ärzten erleichtert werden den Krankheitsverlauf nachzuvollziehen und so bessere Diagnosen zu stellen. Patientenschützer und die Verbraucherzentralen fordern eine Garantie des Staats für hohe und einheitliche Standards bei neuen digitalen Anwendungen mit Gesundheitsdaten.
Nachdem die TK die erste bundesweite elektronische Gesundheitsakte vorgestellt hat, bei der Versicherte selbst entscheiden können, welche Diagnosen oder Medikamente sie darauf speichern und wem sie Einsicht gewähren wollen, haben Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart, bis 2021 eine elektronische Patientenakte einzuführen.
Quelle:
www.heise.de, 25.04.2018
Wunderwaffe Digitalisierung?
Sowohl Krankenkassen als auch die Politik setzen große Hoffnungen in die Digitalisierung, um das Problem der Versorgungsengpässe zu beheben. Der Vorstandschef Jens Naumann des Bundesverbands Gesundheits-IT warnt jedoch, die Digitalisierung nicht als einzige Problemlösungsstrategie zu betrachten.
Die Digitalisierung hat Grenzen und kann nicht alle Probleme lösen, so Naumann. Es müsse bedacht werden, dass die Digitalisierung nicht die Arbeit des fachlich qualifizierten Personals ersetzen kann. Dennoch ist er sich sicher, dass sie die medizinische Versorgung signifikant verändern wird- sie wird ortsunabhängig, zeitlich flexibler und transparenter werden.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 12.03.2018
Digital-Dialog
Die Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink (Bündnis 90/Die Grünen) regt in einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) an, mittels eines Digital-Dialogs die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzubringen.
Laut Klein-Schmeink fehle es vor allem an „einer längerfristigen und zusammenhängenden politische Strategie für die Digitalisierung im Gesundheitswesen“. Um die Zeit der Regierungsbildung und den damit einhergehenden politischen Stillstand zu überbrücken, sollen „bestehende Probleme, Blockaden und Regelungsdefizite strukturiert und zielorientiert aufgearbeitet werden“.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 25.01.2017
Digitalisierung erzeugt höheren Arbeitsdruck
Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung erzeugt die Digitalisierung in Krankenhäusern einen höheren Arbeitsdruck.
Im Vergangenen Jahr wurden im Rahmen einer Studie rund 500 Pflegekräfte, 40 Ärzte und 100 weitere Klinikangestellte befragt. Obwohl 90% der Befragten der Digitalisierung offen gegenüber stünden, würden sie neue Technologien dennoch eher als Zusatzaufgabe wahrnehmen. Ein Drittel der Studienteilnehmer gab an, dass die Digitalisierung bislang nicht zur Entlastung geführt habe, sondern zu „mehr Hetze und Arbeitsverdichtung“.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 18.12.2017
Digitalisierung im Versorgungsalltag noch nicht angekommen
Nähme die Digitalisierung Fahrt auf, könnten Patienten bald mehr und mehr zu Hause behandelt werden.
In Deutschland werde diese Möglichkeit allerdings noch nicht ausreichend wahrgenommen und genutzt. Die Hürden der Digitalisierung in Deutschland werden auch am Beispiel von Google Street View deutlich. Digitalisierung werde hierzulande, laut Professor Bertram Häussler, Vorsitzender der Geschäftsführung des Forschungsinstituts IGES, noch zu sehr als Risiko und weniger als Chance gesehen.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 09.11.2017
Estland will E-Health in Europa fördern
In Sachen Digitalisierung sind die Esten deutlich weiter als viele andere EU-Staaten. Seit Estlands Unabhängigkeit im Jahre 1991 wurde die papierlose Verwaltung sowohl im Gesundheitsbereich als auch in anderen Bereichen schnell vorangetrieben.
Im September will Estland auf der „Connecting Europe“ Konferenz in Tallinn sein Konzept der „Digital Society for Health“ vorstellen und diskutieren.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 26.07.2017
Frankreich investiert Milliarden in vernetzte Gesundheitslösungen
Bis zum Jahr 2021 sollen laut der französischen Regierung zwei Milliarden Euro in das Gesundheitswesen investiert werden. Marisol Touraine, die französische Gesundheitsministerin hat nun die Einführung von zwei neuen Förderprogrammen zur Digitalisierung des Gesundheitswesens bekannt gegeben.
Nach Ministerangaben werden die beiden Programme „e-parcours“ und „e-Hôp 2.0“ mit insgesamt 550 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert. Zur Verbesserung und Weiterentwicklung der Informationssysteme der Gesundheitseinrichtungen soll das Programm „e-Hôp 2.0“ dienen, in welches 400 Millionen Euro investiert werden. Die Initiative „e-parcours“ zielt auf die Erleichterung des Austauschs zwischen den Gesundheitsfachleuten, sowie die Verbesserung der Patientenbetreuung ab und wird mit 150 Millionen Euro gefördert.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 14.05.2017
Ärzte sollen Digitalisierung aktiv mitgestalten
Ärzte müssen die Digitalisierung aktiver mitgestalten und aufpassen, dass sie bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens nicht abgehängt werden, so Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein.
Patienten können von den Fortschritten des digitalen Zeitalters profitieren, jedoch nicht unmittelbar, sondern nur durch die Vermittlung durch Ärzte. Somit ist es besonders wichtig, dass Ärzte mit der neuen Technik vertraut sind und bspw. Apps auf ihre Eignung überprüfen, um diese Patienten empfehlen zu können.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 18.04.2017