Schlagwort: ‘Medikamentenversorgung’
Sanicare stellt Krankenhausversorgung ein
Die Insolvenz der Versandapotheke Sanicare könnte bei einigen deutschen Krankenhäusern zu Medikamentenengpässen führen.
Beteuerte das Unternehmen anfangs noch Großkunden weiterhin zu beliefern, sei nun nach Angaben des Insolvenzverwalters die Arzneimittel-Lieferung von rund 50 Kliniken eingestellt worden.
Grund dafür sei u.a., dass Zulieferer des Unternehmens aus Bad Laer ihrerseits Schulden befürchteten, falls sie weiter Material an Sanicare abgeben.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 4.10.2012
Versandapotheke Sanicare meldet Insolvenzverfahren an
Die Versandapotheke Sanicare hat nach dem Tod des Firmengründers Johannes Mönter diese Woche einen Nachlassinsolvenzantrag gestellt. Betroffen seien die Versandapotheke sowie drei niedergelassene Sanicare-Apotheken in Bad Laer, Versmold und Bielefeld. Die 50 Kliniken und mehrere hundert Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen, die Sanicare mit Medikamenten versorgt, werden aber nach Angaben des Unternehmens weiter beliefert.
Zuvor hatte der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) vor möglichen Folgen gewarnt: Sanicare habe in den vergangenen Jahren durch eine aggressive Markt- und Preispolitik eine Reihe auch großer Krankenhausapotheken aus dem Markt verdrängt. Dies könne sich für die Kliniken jetzt rächen.
Quelle:
Heise Online, 27.9.2012
Meldesystem soll Engpässe in der Medikamentenversorgung reduzieren
Ein neues Meldesystem in der Schweiz verpflichtet Pharmaunternehmen dazu, drohende Engpässe in der Medikamentenversorgung einer neutralen Plattform mitzuteilen.
Ziel dabei ist es, Behörden, Industrie und den Krankenhausapotheken mehr Zeit zu verschaffen, um auf die Engpässe zu reagieren und rechtzeitig Alternativen auszuarbeiten.
Wird ein drohender Engpass gemeldet, kann diese Information beispielsweise an einen anderen Hersteller weitergeleitet werden, damit dieser seine Produktionsmenge dementsprechend anpasst.
Quelle:
Südostschweiz, 23.8.2012