Schlagwort: ‘Telemedizin’
Finnland: mobile Verifizierung zum eHealth-Konto
Mithilfe einer Endnutzerauthentifizierung (Mobile ID) können Nutzer über ihre mobilen Geräte Gesundheitsberatern gestatten, medizinische Anwendungen mit perönlichen Daten zu verknüpfen.
Mit der ID-Verifizierung können sich die Patienten in ihr individuelles eHealth-Konto einloggen und dort ihre selbst erfassten Daten eingeben und speichern, so dass diese überall und jederzeit verfügbar sind.
Valimo ist derzeit der führende Anbieter für die mobile Benutzeridentifizierung und verwandelt mit der Public Key Infrastructure (PKI) SIM-fähige Geräte in digitale Indetifizierungsausweise.
Quelle:
finanztreff.de, 26.09.2013
Heilberufsausweis für Gesundheitsfachberufe
Damit auf behandlungsrelevante medizinische Daten der elektronischen Gesundheitskarte zugeggriffen oder eine Signatur vorgenommen werden kann, muss eine Authorisierung mit Hilfe des elektronischen Heilberufsausweis erfolgen.
Neben Ärzten/-innen müssen auch Mitarbeiter weiterer Gesundheitsfachberufe auf diese Informationen zugreifen. Hierfür startet jetzt ein Pilotprojekt von dem Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH in Bochum.
Bis Ende diesen Jahres sollen sich 1.000 Physiotherapeuten/-innen mit dem sogenannten Pilot-eHBA ausweisen.
Quelle:
E-Health, 23.09.2013
Stottertherapie über Internetplattform
Mit der Cloud-basierten Plattform für Stotter-, Sprach- und Sprechtherapie ist vor allem eine alltagsnahe und sehr intensive Nachsorge möglich. Ergänzend ist durch die Plattform erstmalig eine Behandlung für Patienten möglich, die bisher keinen Zugang zu professioneller Hilfe hatten.
Die Therapiesoftware „flunatic!“ ermöglicht dem Patienten ein Live-Feedback zu seiner Sprechweise. Mit Hilfe des integriertem Videoaufnahme- und abspielgerät kann der Patient Video- und Audioaufnahmen selbst hochladen und später in der Live-Sitzung mit dem persönlichen Therapeuten besprechen, aber auch selbst erneut abspielen.
Neben wirtschaftlichen Aspekten sind auch medizinischen Vorteile wie eine flächendeckenden Therapeutenversorgung oder geringere Rückfallquoten zu nennen.
Quelle:
Computerwoche, 23.09.2013
Nachsorge nierentransplantierter Patienten mit telemedizinischer Unterstützung
Im Rahmen eines bundesweit einmaligen Projekts des Freiburger Transplantationszentrums wird innerhalb einer Patientenstudie die klassische Nachsorge von Nierentransplantierten mit Hilfe der Telemedizin unterstützt.
Die Patienten geben dabei täglich von zuhause aus ihre Daten über ein interaktives Terminal ein. Auffällige Befunde lösen im Transplantationszentrum einen Alarm aus, sodass eine sofortige Kontaktaufnahme seitens des Klinikpersonals zum Patienten erfolgen kann. Die tägliche Kommunikation zum Patienten schafft Vertrauen zur Nachsorge und die reduzierte Inhospitalisierung ermöglicht ein Stück bessere Lebensqualität.
Ziel der Studie ist es sowohl den medizinischen als auch den ökonomischen Vorteil der Telemedizin nachzuweisen.
Quelle:
Transplantationszentrum Freiburg, Badische Zeitung, 9.6.2013
Serviceroboter für Senioren
Selbstbestimmtes Leben – für die meisten älteren Menschen stellt ein eigenständig geführtes Leben in vertrauter Umgebung eine deutliche Verbesserung des Lebensstandards dar.
Zur Unterstützung der Senioren im Altag entwickeln Forscher derzeit teilautonome Serviceroboter, genannt »SRS« (Multi-Role Shadow Robotic System for Independent Living).
Die Roboter sind zuächst von den Senioren selbstädig zu steuern. In Notfällen, oder wenn Senioren die Aufgaben nicht selbständig lösen können, kann das Callcenter von Außen eingreifen und die Steuerung des Roboters übernehmen. Gleichzeitig kann Kontakt mit den Senioren aufgenommen werden und eine schnelle, zielgerichtete Hilfe sichergestellt werden. Zusätzlich wurde eine Monitoring-Funktion installiert, die den Angehörigen ermöglicht virtuell vor Ort zu sein.
Quelle:
e-health, 12.09.2013
In Kombination erfolgreich: Telemedizin und menschliche Betreuung
„Die Telemedizin nutzen, aber nicht um den Preis, das Menschliche zu verlieren.“ So lautete das Fazit von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens über das Projekt „Telemedizin Repository“.
Im Rahmen des Projekts habe die Gelderland-Klinik zusammen mit dem Fraunhofer-Institut eine App entwickelt, die Adipositas-Patienten nach einem Klinikaufenthalt unterstützen soll. Es gebe sogar einen Notfallknopf für Stresssituationen, in denen dann eine persönliche Telefonbetreuung zur Verfügung stehe, sowie Nachsorgetreffen in der Klinik.
Im Ergebnis sei der Abnahmeerfolg bei den Patienten, die eine intensive technische und menschliche Betreuung erhielten größer gewesen als bei denen, die nicht betreut wurden.
Quelle:
RP online, 24.8.2013
Erinnerungshilfen für mehr Compliance
Eine mangelnde Therapietreue – auch „Non-Compliance“ genannt – kann gefährliche Folgen für den Patienten haben. Die WHO stellte bereits 2010 fest: „Die Hälfte aller Patienten nimmt ihre Medikamente nicht korrekt ein.“
In den USA versucht man das Problem mit technischen Ansätzen zu lösen. Dazu gebe es Apps, die den Patienten zu verschiedenen Zeiten an die Medikamenteneinnahme erinnern. Als zusätzlichen Service könne der Patient von Praxismitarbeitern angerufen werden, eine SMS oder eine Sprachnachricht geschickt bekommen, um so an die pünktliche Einnahme erinnert zu werden.
Beim „Medisafe“ Projekt gehe man sogar so weit, die Angehörigen zu informieren, falls der Patient nicht auf die Erinnerung reagiert. Die Firma Vitality biete eine GlowCap an, die aufleuchte, wenn es Zeit für die Einnahme ist.
Quelle:
Spiegel online, 25.8.2013
Personalisiertes Vorhersagemodell mittels App
Max Levchin, der Gründer der Firma PayPal, habe eine neue App auf den Markt gebracht, die die Chance auf eine Schwangerschaft erhöhen soll.
In Anlehnung an Ideen aus dem BigData Bereich, solle die Glow-App möglichst viele persönliche Daten von Nutzern erfassen, um daraus ein repräsentatives Vorhersagemodell zu erstellen. Mit der Zeit solle dieses individualisiert werden.
Neben der App biete Glow eine Art Gesundheitsfond namens „Glow-first“ an. Wer zehn Monate lang 50 Euro pro Monat in einen Fond zahlt und nicht schwanger wird, erhalte einen anteiligen Betrag zurückerstattet. Das Geld werde in einen Fortpflanzungsmediziner investiert, um den Betroffenen zu helfen.
Quelle:
Heise online, 26.8.2013
MikroChip sorgt für Compliance
Fehlt die Compliance, die Therapietreue des Patienten, wird die Wirksamkeit einer Behandlung geschwächt. Ein implantierbarer Mikrochip soll Medikamente in Pillen- oder Spritzenform ablösen und Patienten ein Leben ohne Therapieplan ermöglichen.
Der computergesteuerte Mikrochip könne auf Weisung des Arztes das gewünschte Medikament im Körper des Patienten freisetzen. Denkbar sei auch, den Chip mit Biosensoren zu versehen, um Diabetespatienten bei zu niedrigem Blutzuckerspiegel und drohender Bewusstlosigkeit das nötige Medikament zuzuführen.
Weltweit halten sich nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO nur die Hälfte der Patienten an ihre Therapiepläne. Der Einsatz des Mikrochips könnte also nicht nur die Compliance verbessern, sondern auch die Menge an ungenutzt weggeworfenen Medikamenten reduzieren. Noch befinde sich der Chip jedoch in einer Testphase.
Quelle:
Handelsblatt, 9.8.2013
Feldversuch erfolgreich: Vernetzung von Pflegeheim und Arzt
Das Neustädter BRK-Alten- und Pflegeheim hat sich im Rahmen eines Feldversuchs mit einem Hausarzt vernetzt, der 19 Patienten im Haus betreut.
Das Pflegeheim erfasse seine Patientendaten bereits in elektronischer Form. Durch die Vernetzung habe der beteiligte Arzt Zugriff auf die für ihn relevanten Patientenakten erhalten. Die Anzahl seiner Hausbesuche sei davon unberührt geblieben, doch habe er sich nun besser auf diese vorbereiten können.
Sowohl der Arzt als auch das Pflegeheim hätten einen deutlichen Nutzen aus diesem Projekt erfahren. So verläuft nach Angaben der Beteiligten die Kommunikation zwischen Altenheim und Praxis wesentlich einfacher, weil Anrufe entfallen, die den normalen Praxisalltag stören. Auch könne der Arzt schneller und besser informiert Hilfe leisten.
Quelle:
Main Post, 21.7.2013