Schlagwort: ‘Telemedizin’
Selbstauflösende elektronische Implantate
US-Forschern ist es gelungen, elektronische Implantate zu entwickeln, die sich nach einer gewissen Zeit selbst zersetzen und so einigen Patienten eine zweite Operation ersparen könnten.
Die nötige Elektronik erzeugten die Wissenschaftler aus Magnesium, Magnesiumoxid und Silizium. Umhüllt wurde das Ganze mit einer Schicht aus Seide.
Zur Demonstration der Wirksamkeit des neuen Verfahrens versetzten die Forscher Laborratten mit einem Chip, welcher das Gewebe durch lokale Erwärmung über einen Zeitraum von zwei Wochen keimfrei hielt, bevor er sich wie geplant auflöste.
Quelle:
Heise Online, 29.9.2012
Heise Online, 28.9.2012
Bundesgesundheitsministerium gibt eHealth-Planungsstudie in Auftrag
Die gegenwärtige Vielfalt von IT-Systemen im Gesundheitswesen erschwert eine koordinierte Zusammenarbeit in und zwischen den Sektoren. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat in diesem Zusammenhang eine „Planungsstudie Interoperabilität“ in Auftrag gegeben.
Diese Studie soll dazu beitragen, dass die „vorhandenen, modernen Informations- und Kommunikationstechnologien noch besser für eine qualitativ hochwertige Versorgung der Patientinnen und Patienten genutzt werden können“, erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Ulrike Flach.
Quelle:
eHealth-com, 25.9.2012
Per Mausklick zum Arzt und Apotheker
Der Rezeptdienst Ordermed ist eine innovative Internetplattform, die Patienten, Ärzte und Apotheker zusammenbringen soll.
Der Nutzer kann per Mausklick oder über die Ordemed-App gleichzeitig Rezepte beim Arzt und Medikamente in der nächst gelegenen Apotheke vorbestellen. Dabei kann der Kunde selbst entscheiden, ob er das Rezept bzw. das Medikament selbst abholen oder der Apotheke die Anlieferung überlassen möchte.
Mit Hilfe dieser Logistik-Anwendung habe der Apotheker einen Überblick über alle verordneten Arzneimittel der Kunden und könne so zu allen Wechselwirkungen und Gegenanzeigen beraten.
Quelle:
HAN-Online, 11.9.2012
Bundesregierung strebt flächendeckende klinische Krebsregistrierung an
Zur besseren Früherkennung von Tumoren hat die Bundesregierung nun einen Gesetztesentwurf beschlossen, der die flächendeckende Einrichtung klinischer Krebsregister beinhaltet.
Man erhofft sich davon eine möglichst vollständige Erfassung von Daten über die Behandlung, den Verlauf und das Auftreten von Krebserkrankungen.
Um den hohen datenschutzrechtlichen Anforderungen gerecht zu werden, soll die Krankenversichertennummer nur in pseudonymisierter Form genutzt werden dürfen und den Betroffenen ein Widerrufsrecht bei der Weitergabe ihrer Daten zu Forschungszwecken zustehen.
Quelle:
Heise Online, 23.8.2012
Telemedizin-Projekt unterstützt COPD-Patienten
Die Techniker Krankenkasse (TK) hat ein telemedizinisches COPD-Projekt ins Leben gerufen, mit dem Patienten mit chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (chronic obstructive pulmonary disease – COPD) deutschlandweit betreut werden können. Vermeidbare Krankenhausaufenthalte sollen so weiter reduziert und die Lebensqualität der Patienten verbessert werden.
Die erkrankten Patienten wurden dazu mit Telemedizin-Geräten ausgestattet. Damit erfassen die Betroffenen selbstständig unterschiedliche Daten, wie z.B. die Sauerstoffsättigung des Blutes und leiten diese per Knopfdruck an ein telemedizinisches Zentrum in Stuttgart weiter.
„Medizinische Fachkräfte schauen sich den Verlauf der Werte an und können auf diese Weise frühzeitig auf Verschlechterungen reagieren“
Quelle:
Ärzteblatt, 24.8.2012
Internetportal macht medizinische Befunde verständlicher
Das Internetportal Was hab ich? möchte medizinische Befunde verständlicher machen.
Die Plattform wird von Medizinstudenten, die kurz vor ihrem Abschluss stehen, in Zusammenarbeit mit Ärzten geführt. Den Patienten wird die Möglichkeit geboten ihren Laborbefund, zahnmedizinischen Befund, Arztbrief, das Ergebnis einer Röntgen-, CT- oder MRT-Untersuchung einzusenden und in verständlichen Worten übersetzen zu lassen.
Ziel des Portals ist es, das Arzt-Gespräch vor- und nachzubereiten, die Inhalte des Befundes sollen für den Patienten verständlicher werden.
Quelle:
Deutsche Apotheker Zeitung, 4.9.2012
Ortung Demenzkranker über ihre Kleidung
Forscher des Projekts „MOBECS“ (Mobility and Emergency Call System) wollen mithilfe neuer, in der Kleidung integrierter Technologien, Senioren zu mehr Mobilität und Sicherheit verhelfen.
Im Rahmen dieses Pilotprojektes werden bereits bewährte Ortungssysteme, wie GPS-Module mit neuen Methoden zur automatischen Notfallerkennung kombiniert.
Dazu werden Beschleunigungs- und Bewegungssensoren, GPS-Module, Mikrofone und Kameras in tragbare Geräte oder auch Kleidung und Accessoires wie Gürtel und Armbanduhr integriert.
In einer Notfallsituation sollen die mobil nutzbaren Technologien den Betroffenen sofortige Hilfestellung bieten und automatisch eine zentrale, webbasierte Service-Plattform alarmieren.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 3.9.2012
Aachen: Telemediziner entlasten Notärzte
In einem Aachener Pilotprojekt soll der Einsatz von Telemedizinern die Notärzte im Umkreis entlasten und eine schnelle Erstversorgung sicherstellen.
Derzeit sind drei Teams von Rettunsgsanitätern und Rettungassistenten samt Fahrzeug mit der TemRas-Technik ausgestattet. Diese Technik ermöglicht es den mit Headsets ausgestatteten Rettungshelfern jederzeit eine Verbindung zum Telemediziner aufzubauen oder diesem, mit Hilfe eines Monitoring-Systems, Parameter des Patienten zu übertragen.
Desweiteren befindet sich eine Kamera an der Decke des Rettungswagens, wodurch der Arzt den Patienten live begutachten kann. Im Falle einer notwendigen Krankenhauseinlieferung, sucht der Telearzt die passende Klinik aus und schickt die erhobenen Daten an den aufnehmenden Arzt.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 28.8.2012
Meldesystem soll Engpässe in der Medikamentenversorgung reduzieren
Ein neues Meldesystem in der Schweiz verpflichtet Pharmaunternehmen dazu, drohende Engpässe in der Medikamentenversorgung einer neutralen Plattform mitzuteilen.
Ziel dabei ist es, Behörden, Industrie und den Krankenhausapotheken mehr Zeit zu verschaffen, um auf die Engpässe zu reagieren und rechtzeitig Alternativen auszuarbeiten.
Wird ein drohender Engpass gemeldet, kann diese Information beispielsweise an einen anderen Hersteller weitergeleitet werden, damit dieser seine Produktionsmenge dementsprechend anpasst.
Quelle:
Südostschweiz, 23.8.2012
Mit Quantified-Self den eigenen Körper vermessen
Als „Quantified-Self-Netzwerk“ bezeichnet man eine Bewegung, dessen Mitgliedern eine Vielzahl von Geräten und Smartphone Apps zur Verfügung stehen, mit denen sich der eigene Körper zu jeder Zeit vermessen lässt.
Die gesammelten Körper- und Lebensdaten können dann, mit Hilfe von Internet Plattformen wie TicTrac, graphisch aufgearbeitet und verknüpft werden.
Einige Quantified-Self-Anhänger wollen ihre sportlichen Leistungen verbessern, andere herausfinden, woher ihre Migräneanfälle kommen.
Quelle:
Heise Online, 11.8.2012