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Kategorie: ‘Apotheker’

Pilotprojekt zum patientenindividuellen Medikationsmanagement

04. Dezember 2012 | von

Die AOK Rheinland/Hamburg und der Apothekerverband Nordrhein wollen ein gemeinsames Pilotprojekt zur Verbesserung der Arzneimitteltherapie in Alten- und Pflegeheimen starten.

Zentrales Thema sei die patientenindividuelle Umsetzung eines Medikationsmanagements durch den Apotheker, um u.a. unerwünschte Wechselwirkungen (UWA) durch Polymedikation zu reduzieren. Für die Mitarbeit der Apotheker sei eine Vergütung in Höhe von 55 Euro pro Medikationscheck vorgesehen.

Quelle:
Deutsche Apotheker Zeitung, 26.11.2012

Apotheken sollen alle verordneten Medikamente erfassen

04. Dezember 2012 | von

Die nordrhein-westfälische Landesgesundheitskonferenz (LGK) habe  einen umfassenden Maßnahmenkatalog zur Optimierung der Arzneimitteltherapie beschlossen, um mögliche Risiken bei der Einnahme mehrerer Medikamente zu reduzieren.

Als Schnittstelle sollen insbesondere die Apotheken dienen. Diese werden alle verordneten Medikamente einschliesslich der Selbstmedikation der Patienten mit Hilfe eines persönlichen Medikationsplans, der vom behandelnden Arzt erstellt werden kann, erfassen. Diesen Medikationsplan könnten die Patienten dann wie eine Versichertenkarte immer bei sich tragen.

„Mit diesem Bündel an Maßnahmen wollen wir zum einen die Sicherheit für Patientinnen und Patienten, zum anderen aber auch die Verordnungssicherheit für Ärztinnen und Ärzte erhöhen“, betonte Ministerin Steffens.

Quelle:
Deutsche Apotheker Zeitung, 24.11.2012
NRW.de, 26.11.2012

iMedication: Eine smarte Medikamenten-Software gegen Nebenwirkungen

04. Dezember 2012 | von

Österreich: Ein im Rahmen des Forschungsprojekts „iMedication“ entwickeltes Medikamenten-Software-System soll die frühe Identifikation von unerwünschten Arzneimittelwirkungen unterstützen und so die Patientensicherheit erhöhen.

Das Software-Pilotsystem, das am Universitätsklinikum Salzburg validiert wurde, durchsuche die elektronische Patientenakte nach möglichen Arzneimittelrisiken und schlage gegebenenfalls Alarm. Je nach Risikograd würden im Anschluss unterschiedliche Vorgehensweisen empfohlen und derartige Arzneimittelwirkungen gemeldet.

Quelle:
Computerwelt, 22.11.1990

Apotheken bieten umfassende Hilfestellung für Diabetiker

21. November 2012 | von

Einige Apotheken bieten Diabetespatienten ein umfassendes Hilfsangebot. Deutschlandweit habe sich bereits rund ein Fünftel des Apothekenpersonals in Fortbildungen auf Diabetes spezialisiert, Tendenz steigend.

Neben einem qualifizierten Schulungsgespräch gehörten in den entsprechenden Apotheken auch eine fachgerechte Ernährungsberatung, Blutzuckermessung, Hilfe bei der Suche nach einer passenden Selbsthilfe- oder Sportgruppe und bei Bedarf auch die Erstellung eines individuellen Medikamenten-Einnahmeplans zum Programm.

Dieses breite Serviceangebot der Apotheken sei sowohl ein wertvoller Beitrag zur Gesundheitsversorgung als auch zur Prävention.

Quelle:
Deutschland Today, 13.11.2012

Digitale Gesundheitswirtschaft spart Kosten

21. November 2012 | von

Ein intelligentes Gesundheitsnetz könnte dem deutschen Gesundheitssytsem einen Nutzen von über 12 Milliarden Euro jährlich bringen. Das ergab eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung im Auftrag des BITKOM.

Voraussetzung dafür sei u.a. der flächendeckende Einsatz der elektronischen Gesundheitskarte, der elektronischen Patientenakte sowie von Telemonitoring Systemen. Ein Vorbild dazu sei Dänemark. Dort finde rund 70 Prozent der Kommunikation zwischen den Akteuren im Gesundheitswesen elektronisch statt.

Eine Verbesserung der Versorgung und gleichzeitige Kosteneinsparung mit Hilfe neuer Technologien hat sich auch das zweijährige Vorhaben „Modellregion für eine digitale Gesundheitswirtschaft Franken“ zum Ziel gesetzt. Mit einheitlichen Standards für Geräte und Systeme sollen durchgängige elektronische Lösungen von der Diagnose über den Austausch der Daten/Informationen zwischen den Ärzten und Klinken bis zur Abrechnung mit der Krankenkasse realisiert werden können.

Quelle:
Portel, 14.11.2012
Agitano, 15.10.2012

Pharmakonzerne sollen mehr Transparenz zeigen

14. November 2012 | von

Das British Medical Journal (BMJ) will als erste große medizinische Fachzeitschrift ab 2013 nur noch solche klinische Arzneimittelstudien veröffentlichen, deren Rohdaten anderen Forschern, auf deren Verlangen hin, zur Verfügung gestellt wurden.

Anlass sei der Vorwurf, die Pharmaindustrie würde die Hälfte der Daten aus klinischen Studien geheim halten oder der Öffentlichkeit falsch preisgeben, wodurch u.a. mögliche Risiken für Patienten verdeckt blieben. Viele derzeit eingesetzte Medikamente erschienen daher wirkungsvoller und vor allem sicherer, als sie es wirklich sind.

Der, in der Kritik des BMJ stehende, Pharmakonzern Roche weist solche Anschuldigungen zurück und betonte, dass man aus rechtlichen Gründen und Geheimhaltungsauflagen keine Patientendaten bereitstellen würde.

Quelle:
Spiegel, 6.11.2012

Abgabe von rezeptpflichtigen Medikamenten ohne Rezept

14. November 2012 | von

Schweiz: Der Bundesrat will die Abgabe von Medikamenten in Apotheken und Drogerien lockern, um so die Selbstmedikation zu vereinfachen. Die Regierung verabschiedete dazu die Botschaft für die Revision des Heilmittelgesetzes.

Zukünftig soll es Apotheken erlaubt sein, einige verschreibungspflichtige Medikamente nach einer fachlichen Beratung abgeben zu dürfen. Drogerien sollen alle nicht-rezeptpflichtigen Medikamente verkaufen dürfen.

Desweiteren soll eine Informationsdatenbank zu zugelassenen Arzneimitteln für eine bessere Information der Patienten sorgen, da die Pharmafirmen dieser Pflicht nicht immer nachkämen. Ferner ziele die Revision darauf ab, die Entwicklung von Kindermedikamenten zu fördern. Dazu soll eine Datenbank zum Medikamenteneinsatz bei Kindern aufgebaut werden.

Quelle:
Tagesanzeiger, 7.11.2012

Neue Wissensdatenbank prognostiziert orale Bioverfügbarkeit von Wirkstoffen

14. November 2012 | von

Das Biotech-Unternehmen PharmaInformatik entwickelte in den letzten acht Jahren eine umfassende Wissensdatenbank zur oralen Bioverfügbarkeit von Wirkstoffen und Medikamenten, welche die gezielte Entwicklung neuer Medikamente am Computer ermöglicht.

Die Datenbank PACT-F (Preclinical And Clinical Trials Knowledge Base on Bioavailability) enthalte 8296 Einträge bestehend aus Ergebnissen und Versuchsbedingungen von mehr als 5000 wissenschaftlichen Veröffentlichungen zur chemischen Struktur von Wirkstoffen und bis zu 17 weiteren Feldern, die im Detail die Versuchsbedingungen beschreiben (Geschlecht, Alter, Gesundheitszustand und Anzahl der Probanden, genetische Unterschiede, untersuchte Spezies, Applikationsart, Einnahme zusätzlicher Medikamente, benutzte Messmethode, Formulierung und weitere Beschreibungen der Studien).

Mit Hilfe dieser Datenbank sollen Computermodelle zur Vorhersage der oralen Bioverfügbarkeit im Menschen erstellt werden. Dies erhöht die Erfolgsaussichten von neuen Medikamenten und führt zu mehr Sicherheit bei klinischen Studien am Menschen.

Quelle:
Nordic Market, 12.11.2012

ABDA beschließt interdisziplinäre Langzeitstudie

14. November 2012 | von

Mit der kürzlich im Saarland angelaufenen PHARM-CHF-Studie (Pharmacy-based Interdisciplinary Program for Patients with Chronic Heart Failure) der ABDA soll herausgefunden werden, welchen Effekt eine intensive, strukturierte Betreuung von Patienten mit Herzinsuffizienz durch den Apotheker hat.

Dazu werden voraussichtlich ab März 2014 in vier deutschen Bundesländern 2060 Studienteilnehmer rekrutiert. Teilnehmen können Menschen ab 65 Jahren, die an einer chronischen Herzinsuffiezienz leiden.

Durch die kombinierte Intervention aus pharmazeutischer Betreuung und patientenindividuell gestellter Medikation könnte die Einnahme-Treue verbessert, die Krankenhauseinweisungen verringert und die Lebensdauer verlängert werden.

Quelle:
Deutsche Apotheker Zeitung, 18.10.2012

Die zweite Generation der eGK

30. Oktober 2012 | von

Ab 2017/2018 soll die mit neuen Funktionen ausgestattete zweite Generation der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) verteilt werden.

Im Gegensatz zum bisherigen Modell, welches mit zwei PINs und zugehörigen PUKs gesichert ist, soll die zweite Kartengeneration mit nur noch einer „Multireferenz-PIN“ ausgestattet sein, um „das Gedächtnis des Karteninhabers zu schonen“.

Desweiteren werde im künftigen Modell die Möglichkeit bestehen, neue Berufsgruppen (z.B. „Hebammen“) einfach hinzuzufügen, sowie bereits bestehende zu differenzieren („Arzt“ oder „Psychologe“).

Quelle:
Heise Online, 26.10.2012