Kategorie: ‘Apotheker’
Polen strebt digitales Gesundheitssystem an
Laut der deutschen Außenhandelsagentur Germany Trade & Invest (gtai) strebt Polen nach einem kompletten E-Government, das auch ein einheitliches System im Gesundheitswesen umfasst.
Bereits seit Anfang des Jahres gebe es laut gtai Veränderungen im Patienteninformationssystem. Aufgrund des zentralen Melderegisters müssten Patienten beim Besuch einer öffentlichen Gesundheitseinrichtung keinen Nachweis mehr über einen bestehenden Krankenversicherungsschutz stellen. Dies soll auch private Gesundheitseinrichtungen umfassen.
Auch elektronische Rezepte und Krankenakten seien langfristig geplant. Außerdem sollen alle Patienten mit einer elektronischen Gesundheitskarte ausgestattet werden, auf der die individuelle Krankenhistorie digital abrufbar ist.
Quelle:
Ärztezeitung, 12.3.2013
Gemeinsames Online-Apothekenportal geplant
Apotheken in Österreich dürfen ab 2014 OTC-Arzneimittel versenden. Dafür plant der Österreichische Apothekerverband ein gemeinsames Online-Apothekenportal zu erstellen.
Über das Portal könnten Kunden sich nicht nur über alle in der Apotheke erhältlichen Gesundheitsprodukte informieren, sondern diese auch gleich online bestellen und in eine Apotheke ihrer Wahl liefern lassen. „Die Online-Vorteile für die Kunden werden so ergänzt durch Beratungsqualität, Seriosität und Sicherheit“.
Ziel sei es, die Vorteile des Internets mit den Vorteilen einer persönlichen Beratung zu kombinieren und so dem Versandhandel die Stirn zu bieten.
Quelle:
Deutsche Apotheker Zeitung, 7.3.2013
Arzneimittelverpackungen mit GPS-Gerät
Die Polizei in NewYork City, USA, möchte Medikamentendieben auf die Spur kommen und plant deshalb, die Apotheken der Stadt darum zu bitten, bestimmte Verpackungen von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln mit GPS-Geräten auszustatten.
Im Falle eines Diebstahls könnten diese dann nachverfolgt und die Polizisten gegebenenfalls zu illegalen Verstecken geführt werden.
Quelle:
CBS News, 15.1.2013
Pilotprojekt zur Arzneimittelsicherheit gestartet
Seit dem 1. Januar 2013 wird das Fälschungsschutzsystem securPharm erstmals im Rahmen eines Pilotprojekts in der Apothekenpraxis getestet.
Das Sicherheitssystem soll Arzneimittelfälschungen in der legalen Vertriebskette in den Apotheken aufdecken. Vor Abgabe an den Kunden werde die Verpackung vom Apothekenpersonal gescannt, woraufhin online ein Datenabgleich der packungsindividuellen Seriennummer sowie der Pharmazentralnummer (PZN) stattfinde. Ziel der Pilotphase sei die Überprüfung und Stabilisation des Verifizierungskonzepts.
„Ich betrachte die Echtheitsprüfung als eine Chance für die Apotheken, sich als sicherste Quelle für Arzneimittel zu profillieren„, betonte der Vorstandssprecher von securPharm Gerhard Hoferichter.
Quelle:
Pharmazeutische Zeitung, Ausgabe 02/2013
Kliniken fordern zentrales Melderegister für Lieferengpässe
In deutschen Kliniken ist es in den letzten Monaten vermehrt zu Lieferengpässen bei Arzneimitteln gekommen. Die deutsche Krankenhausgesellschaft fordert daher ein zentrales Melderegister für Lieferengpässe.
Demnach sollen Hersteller gesetzlich dazu verpflichtet werden, drohende Engpässe frühst möglich dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte bzw. dem Paul-Ehrlich-Institut zu melden. Desweiteren bedürfe es aus Sicht der Kliniken eines behördlichen Risikomanagements, um bei drohenden Engpässen rechtzeitig reagieren zu können.
Quelle:
Pharmazeutische Zeitung, 52/2012
Die Linke fordert Umweltmonitoring für Arzneimittel
Die Bundestagsfraktion Die Linke fordert in einem Antrag eine stärkere Arzneimittelkontrolle hinsichtlich ihrer Umweltbelastung sowie eine sachgemäße Entsorgung von Alt-Arzneimittelstoffen.
Sie sprach sich für ein verpflichtendes, umfassendes Umweltmonitoring der Substanzen, Metaboliten und Transformationsprodukte im Nachgang jedes zentralen Zulassungsverfahrens von Arzneimitteln aus, welches vom Umweltbundesamt ausgewertet werden soll. Außerdem solle bis 2015 wieder ein bundeseinheitliches Rücknahmesystem für Arzneimittel eingeführt werden. Auf jeder Arzneimittelpackung müsse dann ein entsprechender Hinweis auf diese Entsorgungsmöglichkeit zu finden sein.
Hintergrund der Initiative sei der steigende Arzneistoffverbrauch, infolge dessen viele der Substanzen unverändert in die Umwelt gelangten. Da die gängigen Abwasserreinigungsanlagen die Stoffe nicht hinreichend herausfiltern könnten, gelange ein Rest dieser Stoffe in die Gewässer.
Quelle:
Deutsche Apotheker Zeitung, 9.1.2013
Neues Programm verbessert Arzneimittel-Therapiesicherheit
Im Rahmen eines bundesweit einzigartigen Projektes der IKK Südwest und ihrer Kooperationspartner wurde ein neues Programm zur Arzneimittel-Therapiesicherheit entwickelt, das die Zahl der Todesfälle durch den sogenannten „Sekundenherztod“ verringern soll.
Ein möglicher Grund für den plötzlichen Herztod sei die gleichzeitige Verordnungen von mehreren „QT-Intervall verlängernden“ (QT-IVAM) Arzneimitteln, deren Wechselwirkungen in vielen Fällen nicht erkannt würden, weil die Verordnung häufig durch verschiedene Ärzte stattfinde.
Mit Hilfe einer speziell entwickelten Software des Projektpartners RpDoc®Solutions GmbH sollen auf Basis der Arzneimittelverordnungsdaten die Patienten ermittelt werden, denen gleichzeitig mehrere solcher Arzneimittel verordnet wurden.
Sofern der betroffene Patient damit einverstanden ist, würden die ihn behandelnden Ärzte anschließend über die Gesamtmedikation und die ermittelten Risiken informiert.
Quelle:
Presseportal, 9.1.2013
Neues System erkennt gefälschte Medikamente
Drei schweizer Universitäten haben gemeinsam ein günstiges System namens ECB (L’électrophorèse capillaire budget) zur Erkennung von gefälschten Arzneimittel entwickelt.
Rund 80 Prozent von 200 Arzneimitteln, die von der Weltgesundheits-Organisation (WHO) als grundlegende Pharmaka anerkannt sind, erkenne das System und sei dabei um ein Zehntel günstiger als bereits auf dem Markt verfügbare Geräte.
Vorteile des ECB-Systems bestünden darin, dass es zur Analyse nur ein Minimum von Lösungsmitteln benötigt und jene lediglich 20 Minuten dauert. Ein Dutzend Geräte wurden bisher für den hauptsächlichen Einsatz in Entwicklungsländern hergestellt.
Quelle:
SwissInfo, 28.12.2012
Digitale Vernetzung im Gesundheitswesen
Der neu gegründete Bundesverband Internetmedizin BiM widmet sich u.a. der Sicherstellung, Verbesserung und Kontrolle von medizinischer Information und Leistungsangeboten im Internet.
Der BiM möchte der Industrie und anderen Anbietern, die sich in der Internetmedizin für den Patienten engagieren möchten, eine Plattform in unmittelbarer Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft bieten, damit der Arzt im Internet eine aktive, transparente und vor allem qualitätsgeprüfte Rolle für den Patienten einnimmt.
Quelle:
E-Health-Com, 13.12.2012
Ärzte Zeitung, 14.12.2012
Ärzte und Apotheker werden zu verstärkter Kommuniaktion gezwungen
Durch die Erneuerung der Apothekenbetriebsordnung, die im Juni 2012 in Kraft trat, soll die Kommunikation zwischen Ärzten und Apothekern gefördert werden, um so Fehldosierungen und Inkompatibilitäten bei Rezepturen vorzubeugen.
Apotheken seien verpflichtet eine Herstellungsanweisung für individuelle Rezepturen zu erstellen und diese vor deren Anfertigung auf Plausibilität zu prüfen.
Dabei ist beispielsweise zu prüfen, ob Dosierung und die Applikationsart den üblichen Empfehlungen entsprechen und ob die eingesetzten Wirkstoffe untereinander sowie mit den gewählten Rezepturgrundlagen kompatibel und stabil sind. Ergeben sich Bedenken, muss der Apotheker diese mit dem verschreibenden Arzt klären.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 30.11.2012