Kategorie: ‘Krankenkasse’
Brexit- Arzneimittelversorgung
Nachdem am 23. Juni 51,9% der wahlberechtigten Briten für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU gestimmt haben wird um die gegenseitigen Handelsbeziehungen gefürchtet.
Großbritanniens Austritt aus der EU versetzt nicht nur die Finanzmärkte in Aufruhr. Auch die Folgen für das Gesundheitswesen können verheerend sein. Laut Dr. Martin Zentgraf, Vorstand des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI) wurde die pharmazeutische Industrie bisher durch die enge Verflechtung Großbritanniens in der Europäischen Union gekennzeichnet. Hierfür werde nun eine neue Grundlage benötigt, was für Unternehmen große Anstrengungen, sowie bürokratische Hürden bedeute.
Quelle:
news.doccheck.com, 29. Juni 2016
Mehr Sicherheit durch Medikationsplan
Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Deutscher Apothekerverband (DAV) und Bundesärztekammer (BÄK) legten eine Vereinbarung zur Erstellung und Aktualisierung des Medikationsplans vor.
Ab dem 1. Oktober 2016 haben alle Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung, die mindestens drei verordnete Medikamente gleichzeitig einnehmen, einen Anspruch auf einen Medikationsplan. Laut des KBV Vorstands Regina Feldmann bringe der Medikationsplan den Patienten mehr Sicherheit, da er alle wichtigen Details zur Einnahme der Medikamente enthalte.
Quelle:
www.aerzteblatt.de, 19.Juni. 2016
Vernetzte Gesundheitstechnologien- Deutschland hinkt hinterher
Laut dem Future Health Index (FHI) liegt Deutschland, trotz des insgesamt überdurchschnittlich guten Zugangs zu Gesundheitsdaten, beim Einsatz vernetzter Gesundheitstechnologien hinter Brasilien und Südafrika.
Der FHI soll die Frage beantworten, wie gut Länder mit zukünftigen medizinischen Herausforderungen zurechtkommen werden. Die untersuchten Kriterien befassen sich mit unterschiedlichen Aspekten wie dem Zugang zum Gesundheitssystem, dem Stand der Vernetzung sowie der Einführung von Connected Care Technologien im Gesundheitsmarkt.
In Deutschland seien die größte Hürden bei der Einführung neuer Technologien zur der Vernetzung im Gesundheitswesen, die bürokratischen Regeln und die strengen Datenschutzvorgaben.
Quelle:
www.arztezeitung.de, 19. Juni 2016
Pannen in Health IT-Infrastruktur
Laut Dr. Stefan Bales, Ministerialrat im Bundesministerium für Gesundheit (BMG) müssen erforderliche Tests zu Basisfunktionen erneut verschoben werden und finden nicht mehr im Jahre 2016 statt. Grund für die Verzögerungen ist eine als unsicher eingestufte Schnittstelle, die nicht den Anforderungen der gematik und des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entspricht. Dr. Bales ist dennoch zuversichtlich, dass der angestrebte Zeitplan des E-Health-Gesetzes eingehalten werden kann.
Quelle:
www.deutsche-apotheker-zeitung.de, 11.05.2016
Aufbau von Interoperabilitätsverzeichnis durch gematik
Die Bundesregierung hat die gematik mit dem Aufbau eines Interoperabilitätsverzeichnisses beauftragt. Einige Wissenschaftler und Vertreter der Industrie sehen dies kritisch, da sie an der nötigen Unabhängigkeit der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (gematik) zweifeln.
Laut Dr. Gessner der gematik sei das Ziel dieses Verzeichnisses die Zusammenarbeit und den Datenaustausch zwischen den IT-Systemen zu verbessern, Transparenz über verwendete Standards herzustellen und die Nutzung vorhandener Standards für neue Anwendungen zu unterstützen. Kritiker hätten sich eine unabhängigere Struktur gewünscht, welche besonders internationale Standards, Profile und Terminologien in einem höheren Maße beachten würde.
Quelle:
aerztezeitung.de, 02.05.2016
Rekord-Ausstellerzahl auf conhIT 2016 in Berlin
Auf Europas größter und wichtigster Veranstaltung für digitales Gesundheitswesen werden Lösungen und Produkte zur höheren Effizienz und Qualität in der Gesundheitsversorgung vorgestellt. Vom 19. bis zum 21. April zeigen 451 Aussteller aus 16 Ländern auf 18.000 Quadratmetern ihre Produkte. Laut Dirk Hoffmann, Geschäftsführer der Messe Berlin, haben sich die Besucher- sowie Ausstellerzahlen seit der Gründung vor 8 Jahren verdreifacht. Auch das Interesse von Besuchern aus dem Ausland nehme von Jahr zu Jahr zu.
Quelle:
www.finanzen.net, 20.04.1992
conhIT- Europas wichtigstes Event der Gesundheits-IT Branche
Vom 19.-21. April 2016 findet die conhIT in Berlin statt. Das Event umfasst eine Messe, ein Kongress, eine Akademie und Networking-Events und richtet sich dabei an alle, die sich über die aktuellen Entwicklungen von IT im Gesundheitswesen informieren möchten (Ärzte, IT-Abteilungen, Medizinische Versorgungszentren usw.). Mit den rund 7.500 Besuchern im Jahre 2015 ist sie Europas wichtigste Veranstaltung der Gesundheits-IT Branche.
Bei der diesjährigen Veranstaltung findet zum ersten Mal auch ein eHealth-Slam statt. Damit sollen einem breiten Publikum praxisnahe Projekte aus dem eHealth-Bereich in unterhaltsamer Form präsentiert werden.
Quelle:
www.medizin-edv.de, 24.02.2016
Bessere Patientenversorgung durch Apotheken-Portal
Durch eine weit verknüpfte Datenbank soll ein Portal für Apotheken zur besseren Patientenversorgung beitragen.
Für das Apotheken-Portal „Online-Vertragsportal“ (OVP) arbeiten der Deutsche Apothekerverband (DAV), Landes-Apothekerverbände und ABDATA Pharma-Daten-Service gemeinsam an einer Datenbank. Über 10.000 Apotheken dient dieses Portal schon als Hilfestellung für eine bessere Patientenversorgung. Es können beispielsweise Prüfungen zu formalen Bestimmungen zur Abgabe bestimmter Mittel erfolgen oder auch Abgleiche, welche Produkte die Krankenkasse des Versicherten erstattet.
Laut Dr. Rainer Bienfait (DAV) schaffe das OVP mehr Transparenz in dem Markt und nutze so auch den Patienten.
Quelle:
umwelt-panorama.de, 10.02.2016
Bundesminister für Verbraucherschutz warnt vor „Datenhunger“ der Krankenkassen
Fast jeder dritte Deutsche nutzt Fitnesstracker oder Apps, die Gesundheitsdaten aufzeichnen. Der TK-Chef Jens Baas hat angeregt auch diese Daten mit in die elektronische Patientenakte fließen zu lassen. Laut Bundesminister für Justiz und Verbraucherschutz seien diese Pläne nicht unproblematisch, da man als Krankenversicherter keine Nachteile haben dürfe, wenn man diese Daten nicht zur Verfügung stellt.
Quelle:
fashionmagazin.org 10.02.2016
Tablet statt Papierakte
Durch das von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe geförderte eHealth-Gesetz wurde die Grundlage dafür geschaffen, dass sich Ärzte, Krankenhäuser und Kassen künftig besser digital austauschen können.
Gröhe hat sich über das Projekt „Visite 2.0“ im Lukaskrankenhaus in Neuss informiert, dies sei ein sehr gutes Beispiel dafür, wie durch den Einsatz von Informationstechnik die Patienteninformationen verbessert und beschleunigt werden können. Die Papierakten sind durch Tablets ersetzt worden, was beispielsweise die Suche nach Labordaten, Bildern und Dokumenten erleichtert, aber auch zu der Visualisierung für Patienten beiträgt.
Quelle:
e-health-com.eu, 27.01.2016