Kategorie: ‘Krankenkasse’
Sprechstunde per Videochat
Die Digitalisierung des Gesundheitswesens bietet vor allem auf dem Land große Chancen.
Per Video-Sprechstunde soll es in Zukunft zum Alltag gehören, sich medizinischen Rat oder eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen, ganz ohne das Haus zu verlassen. Laut Prof. Jens Scholz,Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, könne man dank kreativem Einsatz digitaler Lösungen die Patientenversorgung, sowie die Diagnose-, Therapie- und Nachsorgeangebote verbessern und attraktiver machen. Auch eine bessere „Verzahnung“ der Ärzte untereinander würde so verbessert werden, da in diesem Sektor das „Wir-Gefühl“ weitaus weniger ausgeprägt sei als in anderen.
Quelle:
esanum.de, 16.01.2016
Intelligente Medizinelektronik – Technisch möglich, aber kaum umgesetzt
Das Münchner VDE-Kolloquium, bei dem sich Anfang Juli rund 70 Wissenschaftler und Industrievertreter zusammenfanden, kam zu dem Ergebnis, dass Anwendungen wie intelligente elektronische Implantate oder telemedizinische Assistenzsysteme schon heute weit verbreitet sein könnten, wenn die Rahmenbedingungen gegeben wären.
Die Systeme, welche als „Medizin 4.0“ bezeichnet werden, sind schon längst realisierbar, so Prof. Wolf. Anwendertest zeigten bereist positive Wirkungen auf Patienten mit beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Adipositas. Ergebnisse der Podiumsdiskussion zeigen, dass vor allem die ungünstige Struktur der Forschungsförderung sowie die Gesetzeslage die positive Entwicklung hemmt.
Quelle:
devicemed.de, 02.08.2015
Neue Gesundheitskarte – höhere Kosten als erwartet
Durch Mehrkosten in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro wird die Etablierung der elektronischen Gesundheitskarte zurückgeworfen. Der Grund für diese zusätzlich entstehenden Kosten ist das Fehlen von Hüllen in den Kartenlesegeräten, wodurch der Datenschutz nicht mehr gewährleistet ist. Um dieses Problem zu beheben, müssen alle Geräte ausgetauscht werde. Dies soll Mitte nächsten Jahres geschehen.
Quelle:
tlz, 21.10.2015
Medikamentenengpass in Griechenland
Angesichts der drohenden Staatspleite in Griechenland verschlechtert sich die Lage der Bevölkerung zunehmend; auch was die medizinische Versorgt betrifft.
Laut dem SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach werde nur noch die Basisversorgung durch das griechische Gesundheitswesen abgedeckt, für die Behandlung von Schwerstkranken hingegen fehlen häufig die nötigen Medikamente. Laut Lauterbach muss nun auch die deutsche Politik Konsequenzen aus der Lage Griechenlands ziehen und fordert konzentriere Hilfe von Pharmafirmen und Krankenkassen.
Quelle:
mz-web.de, 20.07.2015
elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge
Die Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg spricht sich für den Einsatz der e-Gesundheitskarte auch für Flüchtlinge aus.
Unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus sollen Flüchtlinge ihrer Ersterfassung eine elektronische Gesundheitskarte erhalten. Bisher war eine Einzelbeantragung jedes Behandlungsschneins erforderlich, was häufig eine zeitnahe Patientenbehandlung verhindert hat.
Quelle:
ärztezeitung.de, 31.07.2015
Kritischer Blick auf Gesundheits-Apps
Immer mehr private Krankenkassen bieten Fitness-Apps an mit denen Essverhalten, sportliche Aktivität oder auch die Herzfrequenz aufgezeichnet werden können. Dies ist aus Sicht des Datenschutzes nicht unbedenklich.
Laut der obersten deutschen Datenschützerin Andrea Voßhoff ist der Einsatz solcher Apps durchaus kritisch zu bewerten. Laut ihr seien der kurzfristige finanzielle Vorteile dieser Apps gegen die langfristigen Gefahren abzuwägen. Sie fordert die Schranken gegen das Sammeln der Gesundheitsdaten nicht nur für gesetzliche Krankenkassen, sondern auch für die privaten Krankenkassen.
Quelle:
esanum.de, 20.07.2015
Millionen Kosten durch Austausch der eGK
Aus Datenschutzgründen muss die erst Anfang 2015 eingeführte elektronische Gesundheitskarte wieder ausgetauscht werden. Bis Ende 2017 müssen alle rund 70 Millionen Karten ausgetauscht werden, da ansonsten die geplante Anwendung nach dem E-Health-Gesetz nicht möglich ist.
Durch eine neue Richtlinie für die Verschlüsselung von Patientendaten durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, erfüllt die derzeitige Karte nicht mehr alle Sicherheitsvorgaben. Laut einer gematik-Sprecherin müssen die Gesundheitskarten in regelmäßigen Abständen erneuert werden damit sichergestellt ist, dass die Algorithmen auf dem aktuellsten Stand sind. Dies werde die Krankenkassen mit einem dreistelligen Millionenbetrag belasten.
Quelle:
DAZ, 07.07.2015
Elektronische Rezeptrückmeldung
Für einen weiteren Schritt in Richtung Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) müsse es schnittstellenübergreifende Systeme im Medikationsprozess geben, wie Professor Haefeli des Heidelberger Universitätsklinikums beim Hauptkonkress in Berlin verlautete. Helfen könnte nach Haefeli eine elektronische Rezeptrückmeldung, die den Ärzten Rückmeldung über die Rezepteinlösung des Patienten beim Apotheker gebe.
Weitere elektronische Unterstützung könnte man im Verordnungsprozess etablieren, um Verordnungsfehler, vor allem im Krankenhaus zu vermeiden. Hier könne laut Haefeli eine CPOE-Plattform (Computerized Physician Order Entry) helfen, wie sie einige Kliniken bereits nutzen.
Quelle:
Pharmazeutische Zeitung online, 12.06.2015
Bundeskabinett beschließt E-Health-Gesetz
Nach jahrelangen Verzögerungen soll das E-Health-Gesetz nun Abhilfe schaffen. Der neue Gesetzesbeschluss setzt dabei, laut Bundesgesundheitsminister Gröhe klare Zeichen. Das Gesetz sei nötig, um den Patienten und den Nutzen der elektronischen Gesundheitskarte für den Patienten in den Fokus zu stellen. Fristen, Anreize, Vorgaben und Sanktionen sollen Ausreden für alle Beteiligten unmöglich machen. Dabei sei jedoch immer höchste Datensicherheit geboten.
Die wichtigsten Regelungen im Überblick:
- digitales Stammdatenmanagement
- Notfalldatenmanagement
- Arzneimitteltherapiesicherheit und Medikationsmanagement
- elektronischer Arztbrief
- Vergütung von Telekonsilen
Kritik wird seitens der Rhythmologen geübt. Die telemedizinische Überwachung von kardialen Implantaten wurde im Gesetzesentwurf trotz einschlägiger Studien nicht berücksichtig.
Quelle:
ehealth.com 27.05.2015
Ärzte Zeitung, 27.05.2015
Ärzte verweigern sich dem Stammdatenabgleich
Ärzte fühlen sich nicht für den online Stammdatenabgleich der elektronischen Gesundheitskarte verantwortlich, wie man auf dem Ärztetag in Frankfurt nun verlauten lies. So sei dies eine rein administrative Aufgabe, die Sache der Kassen sei und nichts im ärztlichen Alltag zu suchen habe.
Ab Herbst soll in einigen Regionen Deutschlands der Datenabgleich getestet werden. Laut gematik dauere das nicht länger als 5 Sekunden. Dabei werden neben der Adresse des Versicherten, die Gültigkeit der Versicherung, sowie dessen Zuzahlungsstatus online geprüft. Trotzdem solle der vierteljährliche Abgleich laut Ärzteschaft eher in Krankenkassenfilialen oder Apotheken erfolgen.
Gleichzeitig sei die Ärzteschaft jedoch grundsätzlich gegenüber sinnvollen telemedizinischen Anwendungen, wie dem Medikationsplan oder dem elektronischen Arztbrief offen, wie man zum Abschluss der Tagung bekannt gab.
Quelle:
heise online, 16.05.2015
e-health.com. 15.05.2015