Kategorie: ‘Patienten’
Test für Online-Versichertenstammdatenabgleich kann beginnen
Im Rahmen des Projekts der gematik, welches zunächst den digitalen Versichertenstammdatenabgleich testen soll, konnten ausreichend viele Heilberufler akquiriert werden. Die im Herbst startenden Tests überprüfen zum einen die administrativen Daten zum anderen den Versichertenstatus des Patienten.
Laut gematik hätte man 500 Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten und damit ausreichend viele Teilnehmer für die Region Nordost gefunden. Für die Auswahl hätte man zudem verschiedene Kriterien, wie unterschiedliche Praxisgrößen, verschiedene Verwaltungssysteme, sowie variierende Internetanbindungen Beachtung geschenkt.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 16.03.2015
Telematische Praxis in Hamburg eröffnet
MRT Praxis Neuer Wall Hamburg – unter diesem Namen eröffnete das Universitätsklinikum Heidelberg die erste rein telemedizinische Praxis. Privat versicherte Patienten können hier unter Betreuung geschulter Medizinisch-Technische Assistentinnen bildliche Diagnostikverfahren (Magnetresonanztherapie) nutzen, um periphere Nervenschäden diagnostizieren zu lassen.
Die Daten sind am Heidelberger Universitätsklinikum in Echtzeit verfügbar. Das Arztgespräch wird über eine Videokonferenz geführt. Für gesetzlich Versicherte sei die Diagnoseform lediglich in Heidelberg möglich, geplant sei jedoch eine telemedizinische Diagnose auch für Kassenpatienten anzubieten, wie man aus Heidelberg bekannt gab.
Quelle:
ärztblatt, 19.03.2015
Medizinische Experten beurteilen Gesundheitsapps
In Anbetracht der Schwemme an Apps für den medizinischen Gebrauch verliert man leicht den Überblick über deren tatsächliche Nutzbarkeit für medizinische Behandlungen. Deshalb gründete das Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH (ZTG) eine Expertengruppe aus medizinischen Experten und App-Spezialisten.
Die Apps sollen auf deren medizinischen Nutzen, den Anforderungen von Patienten, ihre Unterstützung für Ärzte oder Pflege und wie sie die Arzt-Patient-Beziehung unterstützen, überprüft werden.
Quelle:
e-health.com, 06.03.2015
Mögliche Terminverschiebung des Online-Tests der eGK
Laut Expertenmeinung der Verantwortlichen Projektplanung sei ein Aufschub des Online-Tests der eGK im Herbst nicht ausgeschlossen. Beim Aufbau der Telematik-Infrastruktur stoße man auf „erhebliche technische Schwierigkeiten“.
Probleme gebe es vor allem in den Bereichen Kompatibilität und Sicherheit der Informationstechnik. Sachverständige des Gesundheitsausschusses des Bundestages gaben bekannt, dass die beauftragten Unternehmen die Komplexität des Projekts deutlich unterschätzt hätten.
Dennoch gibt man sich zuversichtlich. Ob man den Termin jedoch einhalten könne, sei von der Zulieferung der Unternehmen abhängig.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 30.01.2015
Stammapotheke leistet Beitrag zur Arzneimitteltherapiesicherheit
Einen sehr einfachen Beitrag zur Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) könne, laut der Apothekenkammern Nordrhein und Westfalen-Lippe, jeder mit der Wahl einer Stammapotheke leisten. Eine Studie im Journal of the American Geriatrics Society bestätigte einen Zusammenhang.
Wie man Therapietreue und Lebensqualität der Patienten erhöht belegen unter anderem Projekte der Apothekenkammern wie ATHINA und das AMTS-Ausbildungsmodell. Der Apotheker übernehme im Netzwerk der Heilberufler eine Art „Lotsenfunktion“, gaben die Kammern bekannt.
Pharmazeutische Zeitung online, 21.01.2015
Das neue E-Health-Gesetz sieht Sanktionen vor
Um zukünftige „Blockierer“ des Fortschritts des digitalen Gesundheitswesens zu vermeiden, enthalte das kommende E-Health-Gesetz, wie Gröhe bekannt gab, Regelungen zur finanziellen Sanktionierung. Man erhoffe sich davon die Akteure zu animieren, rechtlich festgelegte Fristen einzuhalten.
Laut DAZ.online sehe der Referentenentwurf des E-Health-Gesetzes ab Oktober 2016 einen schriftlichen Medikationsplan für Patienten vor, die regelmäßig mehr als fünf Medikamente einnehmen. In dem Plan seien alle Medikamente, sowie ihre Anwendungshinweise aufzuführen und ständig vom Hausarzt zu aktualisieren. Später solle der Medikationsplan dann auch auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden können.
Der Start für das E-Health-Gesetz werde laut Entwurf 2016 sein. Ab Mitte 2016 werde es möglich sein, Stammdaten zwischen Arzt und Kasse zu tauschen. Dafür sei es notwendig, alle Akteure zu vernetzen. Für 2018 sehe das Gesetz vor, die Notfalldaten, elektronische Patientenakten und Entlassungsbriefe auf der eGK zu hinterlegen.
Eine Illustration der neuen eGK und noch mehr zu Thema finden Sie hier.
Quelle:
DAZ.online, 13.01.2015
e-health.com, 13.01.2015
Ärzte Zeitung, 14.01.2015
Neues Verfahren der Arzneimittelzulassung
In Zusammenarbeit entwickelten die Europäische Arzneimittel Agentur (EMA) mit den nationalen Arzneimittelbehörden einen neuen Ansatz der Arzneimittelzulassung. Laut Entwicklerangaben, sei das neue Verfahren mit den Worten „adaptive pathways“ zu beschreiben.
Besonders an dem Verfahren, sei die frühe Zulassung für spezielle Patientengruppen, bereits nach den ersten klinischen Studien. Je nach Anwendungserkenntnissen, könne man die Verbreitung auf weitere Patienten ausdehnen, wie der Fachzeitschrift Clinical Pharmacology & Therapeutic zu entnehmen ist. Vorteile sehe man in der Möglichkeit rechtzeitig Zugang zu Arzneimitteln zu erlangen, oder dem kleineren Umfang der Patientenstudien.
Das 2014 gestartete Pilotprojekt solle seine erste Phase bereits im Februar 2015 hinter sich haben.
Quelle:
DAZ.online, 19.12.2014
Versandapotheke: Tele-Pharmazie Pilotphase
Die Live-Beratung einer Versandapotheke stehe nun laut Anbieter online zur Verfügung. In einer mehrmonatigen Testphase wird die Videoberatung mittels Testkunden täglich für einige Stunden geprüft. Für die Kunden der Versandapotheke werde das Angebot im Laufe des Jahres 2015 zur Verfügung gestellt.
Der Anbieter gab bekannt, dass man so einen wichtigen Beitrag zur Versorgung von schlecht angebundenen Regionen leiste. Patientenindividuelle Fragen könnten direkt und persönlich geklärt werden. Man trage so auch zur Arzneimitteltherapiesicherheit bei.
Quelle:
DAZ online, 10.12.2014
heise online, 09.12.2014
EU-Strategie für Mobile-Health Dienste
Zu mehr Kosteneffizienz im Gesundheitssystem könne, laut Ausschuss der Regionen (AdR), auch eine Zusammenarbeit der EU beitragen. Eine gemeinsame Strategie, um überregional Mobile-Health Dienste anzubieten, würde außerdem auch die Qualität der Angebote deutlich verbessern.
Durch den Austausch von Informationen und Wissen ermögliche man den Patienten besseren Zugang zu bezahlbaren und hochwertigen Mobile-Health Angeboten. Besonders ältere Menschen könnten von dieser Art der Gesundheitsdienste profitieren.
Wichtig sei vor allem, dass man eine gemeinsame Strategie mit einheitlichen Standards finde. Dabei müsse die Privatsphäre der Patienten im Mittelpunkt stehen.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 15.12.2014
APS bemängelt die verzögerte Einführung der eGK
Im Positionspapier zur praktischen Umsetzung der eGK bemängelt das Aktionsbündnis der Patientensicherheit die nur schleppend vorangehende Umsetzung der eGK. Dies würde laut APS die Patientensicherheit einschränken. Aus diesen Gründen fordert die APS die Interessen der Patienten in den Mittelpunkt zu stellen und schnell eine Möglichkeit zu finden, die eGK mit mehreren Funktionen zu nutzen.
Der stellvertretende Vorsitz der APS sprach sich für das kommende e-health Gesetz aus, das ihm zufolge patientenbezogen und zukunftsorientiert sei. Es sei klar, dass Parallellösungen vermieden werden und einheitliche Standards priorisiert werden müssten.
Vor allem sei es wichtig, Patienten als relevante Interessengruppe mit einzubeziehen. Nach Kettner seien sie schließlich nicht nur Nutzer sondern auch Kostenträger.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 10.12.2014