Kategorie: ‘Patienten’
„Tele Lifestyle Coaching“ setzt auf Zusammenspiel von Telemedizin und persönlicher Betreuung
Die Studie „TeleLifeStyleCoaching“ von Prof. Dr. Stephan Martin, Chefarztes des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrums (WDGZ) verdeutlichte den Nutzen von Telemedizin in Kombination mit persönlicher Betreuung.
Im Rahmen der Studie wurden drei Testgruppen mit je 60 übergewichtigen Personen über einen Zeitraum von 12 Wochen untersucht. Die erste Gruppe (Telemedizin, TM) erhielt telemedizinische Hilfsmittel, ebenso wie die zweite Gruppe (Telemedizin + Coaching, TMC), welche zusätzlich eine wöchentliche persönliche Betreuung bekam. Die dritte Gruppe wurde lediglich vor und nach den 12 Testwochen untersucht.
Die Auswertung der Ergebnisse nach 12 Wochen hätte gezeigt, dass die TMC-Gruppe die signifikantesten Verbesserungen erzielte. Demnach seien telemedizinische Hilfsmittel geeignet, die Patienten zu einem gesünderen Lebensstil zu motivieren. Die besten Resultate erziele jedoch die Kombination aus Telemedizin und persönlicher Betreuung.
Quelle:
E-Health-Com, 18.7.2013
Intelligentes Pflaster alarmiert im Falle eines Sturzes
Ein „intelligentes“ Pflaster soll Menschen im höheren Alter mehr Sicherheit bieten, indem es im Falle eines Sturzes den Notruf alamiert.
Das Pflaster könne direkt am Körper getragen werden und sei zudem wasserfest, sodass es auch in der Badewanne – einer Gefahrenquelle – nicht abgenommen werden müsse.
Wird der Notruf ausgelöst, könne dieser sofort den Hilfebedarf erfragen bzw. Hilfe ankündigen, ohne dass der gestürzte Senior von sich aus aktiv werden muss.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 15.7.2013
Rezepte per App anfordern und dabei die eigene Medikationshistorie erfassen
Der Apothekendienstleister Ordermed bietet eine App an, mit der Patienten kostenlos Rezepte und Medikamente über ihr Smartphone bestellen können.
Der Anwender müsse nur den Namen des Arzneimittels oder die Packung einscannen und schon bekäme der jeweilige Arzt einen Fax mit der Rezeptanforderung und die Apotheke den Auftrag zur Bestellung. Damit die freie Apothekenwahl gewährleistet bleibt, könne der Patient selbst entscheiden, an welche Apotheke er sich bindet.
Durch die wiederholten Bestellvorgänge werde im Idealfall die gesamte Medikation eines Patienten erfasst und zur Kontrolle möglicher Wechselwirkungen für den Apotheker einsichtig. Sofern der Patient dies erlaubt, hätten auch Dritte einen schnellen Zugang zu den Medikationsdaten.
Quelle:
Ärzte Zeitung, 9.7.2013
US-Krankenversicherung will Gesundheitsdaten nutzbar machen
Mit Hilfe einer neuen App sollen Gesundheitsdaten der US-Krankenversicherung Aetna für Verbraucher, Unternehmen und Ärzte nutzbar gemacht werden.
Daten medizinischer Tracking-Geräte und – sofern dies gewünscht ist – Patientenakten könnten über das Programm „CarePass“ gespeichert werden.
Die App könne medizinische Daten von Arztbesuchen und Medikamenten-Rezepten erfassen und zusätzlich im Sinne des „Quantifed-Self“ genutzt werden. Eine Software leite aus diesen Daten Symptome und Diagnosen ab. Außerdem seien verschiedene Datenschnittstellen enthalten, über die die Gesundheitsdaten auch für Dritte zugänglich würden.
Quelle:
Heise Online, 25.6.2013
ICS-Cert warnt vor Sicherheitslücken bei medizinischen Geräten
Das zum US-Heimatschutz gehörende Industrial Control System-CERT (ICS-CERT) warnt vor rund 300 medizinischen Geräten von 40 Unternehmen, die durch fest voreingestellte (hard coded) Passwörter einfach zu manipulieren seien.
So sei es bereits zu Vorfällen gekommen, bei denen medizinische Geräte gehackt und im Zuge dessen eventuell Daten abgegriffen wurden. Gefährdet seien beispielsweise Insulin-Pumpen, Defibrillatoren, Patientenmonitore, medizinische Pumpen und Analyse-Geräte.
Zum Schließen der Sicherheitslücken sollen Netzwerke strenger überwacht und Ports geschlossen werden. Auch seien die betroffenen Unternehmen informiert worden, die Firmware der Geräte zu ändern.
Quelle:
Heise Online, 17.6.2013
Neues Forschungsprojekt für eine lückenlose Versorgung
Im Rahmen eines neuen Kooperationsprojektes der Universität Leipzig soll erforscht werden, wie die Schnittstellen zwischen stationärer und ambulanter Arzneimittelversorgung von Patienten verbessert werden können.
Ziel des länderübergreifenden Projektes sei es, gemeinsam Maßnahmen zu erarbeiten, Wissens- und Versorgungslücken an Schnittstellen zu identifizieren und strategisch zu schließen, um die Arzneimittelsicherheit nachhaltig zu verbessern.
Dabei sollen auch elektronisch unterstützte Kommunikationsstrukturen genutzt werden, die jedoch nicht das persönliche Gespräch mit dem Patient ersetzen dürfen.
Quelle:
E-Health, 12.6.2013
Malteser Smart.IT – Health-Cloud für ein modernes Gesundheitswesen
Die Hilfsorganisation Malteser reagiert auf den der Anstieg von mobilen Endgeräten im Arbeitsalltag und die enormen zu speichernden Datenmengen.
Mit einer IT-Lösung Namens „Malteser Smart.IT“, die auf einer Health-Cloud mit agilen Netapp Storage-Systemen basiert, verfolge die Organisation einen hybriden Ansatz.
So würde man in der Public-Cloud nur Daten lagern, die öffentlich zugänglich sind. In der Private-Cloud seien dagegen nur Informationen für bestimmte Nutzergruppen abrufbar. Ein Arzt könne hier beispielsweise Patientendaten abrufen, die sicher und nur für bestimmte Zielgruppen abgelegt sind.
Quelle:
Medizin und Elektronik, 17.4.2013
Verschlüsselte Email-Kommunikation zwischen Arzt und Patient
Über die Schweizer eHealth-Plattform HIN (Health Info Net) seien zusätzlich zu den rund 14.500 Abonnenten auch über 350 Institutionen wie zum Beispiel Krankenhäuser, Labore, Apotheken und Krankenkassen miteinander verbunden.
HIN ermögliche den Teilnehmenden eine sichere und datenschutzkonforme Kommunikation. Neben dem Austausch von E-Mails sei auch der sichere und kontrollierte Zugriff auf eine Vielzahl geschützter Internet-Applikationen im Gesundheitswesen möglich.
Neuerdings sei auch die verschlüsselte Versendung von E-Mails an Patienten in dem Angebot enthalten. Ärzte und Patienten könnten demnach Dokumente wie Laborberichte und Befunde verschlüsselt austauschen.
Quelle:
CIO, 21.3.2013
Mobile Health: Hürden für Kassenpatienten
Eine Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney kam zu dem Schluss, dass sich der Markt für Gesundheitsdienstleistungen mit mobilen Technologien bis 2017 verdreifachen werde.
Trotz des Potenzials zur Vereinfachung des Gesundheitssystems werde der Einsatz von Mobile Health in der medizinischen Versorgung ausgebremst. Hürden bei der Zulassung, Regulierung und Erstattung durch die Krankenkassen würden die Entwicklung in der medizinischen Grundversorgung behindern.
Insbesondere die Schwierigkeiten bei den Vergütungsstrukturen seien ausschlaggebend dafür, dass die Patienten der gesetzlichen Krankenversicherungen zuletzt von den Mobile-Health-Innovationen profitieren werden.
Quelle:
Presseportal, 3.6.2013
Nebenwirkungsdatenbank der BfarM jetzt öffentlich zugänglich
Die Nebenwirkungsdatenbank des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) steht seit dem 23.4.2013 mit einem Online-Zugang zur Verfügung.
Mit Hilfe der öffentlich zugänglichen Datenbank „UAW-DB„, in der seit 1995 Daten gesammelt würden, sollen Recherchen in anonymen Verdachtsfällen ermöglicht werden. Eingehende Verdachtsfälle würden von der BfarM analysiert und interpretiert, um anschließend ein Fazit daraus ziehen zu können.
Gesucht werden kann nach Begriffen und Wirkstoffen. Die Suche selbst lässt sich nach Zeiträumen und Altersgruppen einschränken.
Quelle:
BfarM, 23.4.2013
Ärzte Zeitung, 24.5.2013