Arzneimittelpreise steigen immer weiter
Die Ausgaben für Arzneimittel erreichten 2015 erstmals eine Summe von knapp 37 Milliarden Euro, womit sie in den vergangenen beiden Jahren um 15% gestiegen sind.
Um zu hohe Arzneimittelpreise zu verhindern wurde 2011 das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) verabschiedet. Ziel dieses Gesetzes war mit möglichst geringen Kosten die beste Therapie für den Patienten zu erreichen, wodurch man sich die Einsparung von zwei Milliarden Euro erhoffte. Bisher konnten 925 Millionen Euro eingespart werden. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will nun mit einem Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz weitere Kosten einsparen.
Quelle:
badische-zeitung.de, 30.09.2016
Tag der Patientensicherheit
Mit dem internationalen Tag der Patientensicherheit, am 17. September soll dieses Thema weiter in den Vordergrund rücken. Mit zahlreichen Aktionen soll dieser Tag dazu beitragen die Patientensicherheit bei allen Beteiligten des Medikationsprozesses zu sensibilisieren und besonders auch in der Ausbildung schon stärker aufzugreifen.
Quelle:
www.deutsche-apotheker-zeitung.de, 16.09.2016
Vorwurf an die Ärztekammer Hessen
Die Ärztekammer Hessen hat mit Vorwürfen zu kämpfen, die Einführung der neuen Gesundheitskarte zu bremsen.
In anderen Regionen sind Ärzte bereits mit dem E- Arztausweis, dem sogenannten elektronischen Heilberufeausweis (eHBA) ausgestattet, während die Hessische Ärztekammer dies für ihre Ärzte noch nicht ermöglicht. Laut des LÄK-Präsidenten Dr. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach liege dies an der nicht vorhandenen, aber benötigten Infrastruktur.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 16.09.2016
Apple mit eHealth-Strategie
Die Optimierung der Gesundheit wird immer beliebter. Allein in Deutschland sollen im Jahr 2016 laut Expertenhochrechnungen 300 Millionen Euro mit vernetzten Fitnessgeräten, medizinischen Anwendungen und Telemedizin umgesetzt werden. In 5 Jahren könnte dieser Wert mehr als verdoppelt werden.
Auch Apple nimmt seit einiger Zeit an dem weltweiten eHealth-Markt teil. Durch den Einkauf von Gliimpse, einem 2013 gegründeten Start-up, etabliert sich Apple weiter in diesem Bereich. Durch Gliimpse sollen die Aufzeichnungen von elektronisch erfassten Gesundheitsdaten auf einen einheitlichen Standard sowie ein einheitliches Dateiformat gebracht werden.
Quelle:
www.wired.de, 31. August 2016
7. Nationale Fachkongress Telemedizin
Der 7. Nationale Fachkongress Telemedizin findet am 3. und 4. November 2016 in Berlin statt. Dabei werden unter dem Motto „Telemedizin in Europa – wo steht Deutschland?“ Vertreter aus sechs europäischen Ländern ihre Telemedizinstrategie erläutern. Weitere Themenschwerpunkte sind die Umsetzung des e-Health Gesetzes und des Innovationsfonds.
Der Kongress gilt als innovative Plattform für Experten aus Gesundheitspolitik, Wissenschaft und Praxis und soll Gelegenheit zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch bieten.
Quelle
www.biermann-medizin.de, 09.08.2016
Deutsche Ärzteschaft kritisiert Online-Praxis DrEd
DrEd ist eine virtuelle Arztpraxis in England, bei der den Patienten online und an jedem Wochentag eine medizinische Beratung zur Verfügung steht. Je nach Krankheit müssen Fragebögen ausgefüllt, oder auch Fotos an den Arzt geschickt werden. In einigen Fällen telefoniert der Arzt auch mit seinen Patienten.
Unter den rund 1500 Patienten pro Tag kommen 400 bis 500 aus Deutschland. Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank-Ulrich Montgomery kritisiert das Konzept der Online Praxis, er wolle keine „Schmuddel-Rezepte“ aus dem Netz. Ein Verbot der Fernbehandlung besteht bereits in Deutschland, nun soll es ein weiteres Gesetz geben, nach dem Apotheker verschreibungspflichtige Medikamente nur abgeben dürfen, wenn klar sei, dass die Patienten in direktem Kontakt mit einem Arzt standen. Vor allem für ländliche Gebiete sei die Möglichkeit der Behandlung im Internet allerdings ein großer Vorteil.
Quelle:
www.gruenderszene.de, 09.08.2016
Belohnung für gesunde Lebensweise gewünscht
Laut einer Umfrage sind 76% der Bürger Deutschlands der Meinung, dass die Krankenkassen eine gesunde Lebensweise belohnen sollten. Die Krankenkasse solle das gesunde Leben und den Sport mit einem Bonus oder einem geringeren Tarif honorieren. Dafür seien die meisten auch bereit ihre Gesundheitsdaten zur Verfügung zu stellen.
Je jünger die Befragten waren, desto mehr wären sie mit der Weitergabe der Daten einverstanden. Besonders die Älteren stehen der Datenweitergabe skeptisch gegenüber und plädieren für eine Bestätigung der gesunden Lebensweise des Hausarztes.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 07.08.2016
Versicherte haben kein Recht auf Verweigerung der elektronischen Gesundheitskarte
Das Landessozialgericht Baden-Württemberg fällt nach einer Klage gegen die Pflicht der elektronischen Gesundheitskarte ein Grundsatzurteil, das erklärt, dass Versicherte die Digitalisierung nicht verhindern dürfen.
Laut des Klägers verstößt die Pflicht der elektronischen Gesundheitskarte gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Es sei nicht sichergestellt, dass die Daten zu einem späteren Zeitpunkt nicht in falsche Hände geraten oder die benutzte Telematik-Infrastruktur vollkommen sicher sei. Laut des Gerichts gewährt das Recht auf informationelle Selbstbestimmung jedoch kein Recht auf Verhinderung der Digitalisierung des Gesundheitswesens.
Quelle:
www.deutsche-apotheker-zeitung.de, 26.Juli.2016
Diskussion um Gesundheitskarte für Flüchtlinge
Ist ein Asylbewerber krank, muss er vor seinem Arztbesuch eine Bewilligung bei der Behörde einholen. Die elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge könnte diesen Aufwand verhindern, doch nutzen sie nur wenige Bundesländer.
Laut Kinderärztin Andrea Kuhls, sei es ein besonders Problem, dass der Weg zu den Behörden, besonders im ländlichen Raum, oft weit sei und die Kinder nicht nur während der Öffnungszeiten krank würden. Vielen Kommunen ist die Gesundheitskarte für Asylbewerber allerdings zu teuer. Zusätzlich zu den Gesundheitskosten kämen noch acht Prozent Verwaltungsgebühren dazu, daher nutzen sie bisher nur wenige Länder und Kommunen.
Quelle:
www.ndr.de, 6. Juli. 2016
EU-Regierungen fordern offene IT-Standards
Durch Telemedizin lässt sich ein Teil der Gesundheitsfürsorge von der Klinik in die häusliche Umgebung verlagern. Um mehr dieser Telemedizinverfahren in die gesundheitliche Versorgung einzubinden, fordern sechs Regierungen nun EU-weite, offene IT-Standards. Österreich, Katalonien, Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden setzen Telemedizin bereits erfolgreich in der Regelversorgung ein. EU-weite Standards für den Datenaustausch sollen den ungehinderten Datenfluss ermöglichen und so die Lebensqualität der Patienten steigern.
Quelle:
www.aerztezeitung.de, 29. Juni. 2016