Patienten können Preise von Medikamenten vergleichen
Auf der Website der Deutschen Krankenversicherung (DKV) können Patienten ab sofort die Listenpreise freiverkäuflicher und rezeptpflichtiger Medikamente von unterschiedlichen Herstellern abfragen und vergleichen.
Das Angebot soll den Nutzern helfen, sich sinnvoll zu orientieren und ihr Portemonnaie bei Selbstbeteiligungen zu schonen. Die Bedienung der Datenbank könnte jedoch laienfreundlicher sein.
Quellen:
PZ Pharmazeutische Zeitung online, 6.6.2012
Internetportal der Deutschen Apotheker Zeitung, 8.6.2012
Datenschützer soll in der Schweiz Krankenkassen beaufsichtigen
Um in Einzelfällen zu prüfen, ob ein Patient angemessen oder zu teuer behandelt wurde, verlangen die Krankenkassen von den Schweizer Spitälern Informationen über Diagnosen und Behandlungen. Diese weigern sich jedoch, heikle Patientendaten auszuliefern. Sie wollen verhindern, dass Informationen dazu missbraucht werden, risikoreiche Patienten loszuwerden oder ihnen den Zugang zu Zusatzversicherungen zu erschweren.
Der Konflikt soll jetzt mit Datencentern beigelegt werden, die zwar von den Kassen betrieben, aber vom eidgenössischen Datenschutzbeauftragten überwacht werden. Die Administration von Krankenkassen soll keinen direkten Zugriff auf die Daten erhalten.
Quelle:
Beobachter, 7.6.2012
In Österreich stößt die Elektronische Gesundheitsakte auf Widerstand
Trotz Erfolgen im Pilotprojekt stößt die Elektronische Patientenakte (ELAG) in Österreich auf hartnäckigen Widerstand. Die Gegner sehen keinen Grund, ein neues, ungerichtetes System einzuführen. Ihrer Meinung nach reicht es, in die bestehende Infrastruktur zu investieren und Kompatibilität zwischen den verschiedenen Systemen herzustellen.
Quelle:
derStandard.at, 7.6.2012
Elektronisches Betreuungskonzept: Den Patienten aktiv einbinden
Schwerkranke Patienten, die an chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) leiden, sollen künftig im Alltag telemedizinisch betreut werden. Die Techniker Krankenkasse (TK), das Robert-Bosch-Krankenhauses in Stuttgart und die Telemedizin-Sparte des Bosch-Unternehmens (Bosch-Healthcare) haben ein gemeinsames Programm gestartet, das den regelmäßigen Informationsaustausch zwischen Arzt und Patient verbessern soll.
Tschechien stoppt elektronische Patientenakte IZIP
Ein weiteres nationales eHealth-Projekt, die elektronische Patientenakte IZIP für ganz Tschechien, geht unrühmlich zu Ende. Es werden insbesondere zwei Probleme hervorgehoben:
- Ärzte und Patienten hatten Bedenken bezüglich der Datensicherheit, da das private System der Kontrolle der staatlichen Datenschützer entzogen war.
- Die Lizenzzahlungen für das System waren den nicht an der Entwicklung beteiligten Krankenkassen zu hoch.
Das Ende des Systems führt zu einem weiteren Problem:
Mit dem Stopp der zentralen Datenbank von IZIP müssen die Patienten die Daumen drücken, dass ihre dort eingepflegten Daten dezentral bei örtlichen Geschäftsstellen der VZP und später bei den Leistungserbringern gespeichert und nicht gelöscht werden.
via Heise Online
Eine echte Innovation: Die neue Apotheken-App
Die neue kostenlose Apotheken-App „Apotheke vor Ort – meine Stamm-Apotheke“ bietet den Apothekenkunden einen optimalen Draht zu ihrer Stammapotheke und erleichtert den Patienten das Gesundheitsmanagement durch viele nützliche Funktionen. Rezepte und verschreibungsfreie Medikamente können über das Smartphone bestellt und nachbestellt werden. Weiter stehen Beipackzettel zu über 77.000 Arzneimitteln zur Verfügung sowie die Möglichkeit, eine persönliche Medikamentenliste anzulegen. Apotheker können mittels dieser persönlichen Medikamentenliste jederzeit mögliche Neben- und Wechselwirkungen überprüfen.
Quelle:
Presseportal.de, 15.5.2012
Compliance verbessern durch intelligente Verpackung
Das im Gronauer IZG ansässige Unternehmen Qolpac hat eine App namens Health-E-ness entwickelt, die die Tablettenentnahme registriert und den Patienten daran erinnert, seine Medizin im programmierten Zeitraum einzunehmen.
Pillendosen und Blisterverpackungen sind mit dünnen, Transponder versehenen Folien ausgestattet und ermöglichen eine drahtlose Kommunikation mit dem Smartphone des Patienten.
Mit derselben Technik lassen sich noch weitere Anwendungen denken wie z.B. die Speicherung relevanter, vielleicht sogar lebenswichtiger medizinischer Daten, die im Notfall abgerufen werden können.
Quelle:
Ahlener Zeitung, 16.5.2012
E-Medikation in Österreich
Die Gefahr von Wechselwirkungen bei der Verwendung mehrerer Medikamente – auch rezeptfreier – wird drastisch unterschätzt. In Österreich verspricht man sich einen besseren Überblick über alle Arzneimittel, die ein Patient einnimmt, sowohl rezeptpflichtige als auch rezeptfreie Arzneimittel zur Selbstmedikation, durch die Einführung von E-Medikation. Darunter versteht man die elektronische Erfassung ärztlich verordneter oder in der Apotheke rezeptfrei gekaufter Medikamente. Bei e-Medikation handelt es sich um eine erste Anwendung der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) in Österreich.
Quellen:
Öffentliches Gesundheitsportal Österreich, 13.5.2012
Die Presse, 11.5.2012
E-Health-Com News, 11.5.2012