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SmartMed

Abgabe von rezeptpflichtigen Medikamenten ohne Rezept

14. November 2012 | von

Schweiz: Der Bundesrat will die Abgabe von Medikamenten in Apotheken und Drogerien lockern, um so die Selbstmedikation zu vereinfachen. Die Regierung verabschiedete dazu die Botschaft für die Revision des Heilmittelgesetzes.

Zukünftig soll es Apotheken erlaubt sein, einige verschreibungspflichtige Medikamente nach einer fachlichen Beratung abgeben zu dürfen. Drogerien sollen alle nicht-rezeptpflichtigen Medikamente verkaufen dürfen.

Desweiteren soll eine Informationsdatenbank zu zugelassenen Arzneimitteln für eine bessere Information der Patienten sorgen, da die Pharmafirmen dieser Pflicht nicht immer nachkämen. Ferner ziele die Revision darauf ab, die Entwicklung von Kindermedikamenten zu fördern. Dazu soll eine Datenbank zum Medikamenteneinsatz bei Kindern aufgebaut werden.

Quelle:
Tagesanzeiger, 7.11.2012

Neue Wissensdatenbank prognostiziert orale Bioverfügbarkeit von Wirkstoffen

14. November 2012 | von

Das Biotech-Unternehmen PharmaInformatik entwickelte in den letzten acht Jahren eine umfassende Wissensdatenbank zur oralen Bioverfügbarkeit von Wirkstoffen und Medikamenten, welche die gezielte Entwicklung neuer Medikamente am Computer ermöglicht.

Die Datenbank PACT-F (Preclinical And Clinical Trials Knowledge Base on Bioavailability) enthalte 8296 Einträge bestehend aus Ergebnissen und Versuchsbedingungen von mehr als 5000 wissenschaftlichen Veröffentlichungen zur chemischen Struktur von Wirkstoffen und bis zu 17 weiteren Feldern, die im Detail die Versuchsbedingungen beschreiben (Geschlecht, Alter, Gesundheitszustand und Anzahl der Probanden, genetische Unterschiede, untersuchte Spezies, Applikationsart, Einnahme zusätzlicher Medikamente, benutzte Messmethode, Formulierung und weitere Beschreibungen der Studien).

Mit Hilfe dieser Datenbank sollen Computermodelle zur Vorhersage der oralen Bioverfügbarkeit im Menschen erstellt werden. Dies erhöht die Erfolgsaussichten von neuen Medikamenten und führt zu mehr Sicherheit bei klinischen Studien am Menschen.

Quelle:
Nordic Market, 12.11.2012

ABDA beschließt interdisziplinäre Langzeitstudie

14. November 2012 | von

Mit der kürzlich im Saarland angelaufenen PHARM-CHF-Studie (Pharmacy-based Interdisciplinary Program for Patients with Chronic Heart Failure) der ABDA soll herausgefunden werden, welchen Effekt eine intensive, strukturierte Betreuung von Patienten mit Herzinsuffizienz durch den Apotheker hat.

Dazu werden voraussichtlich ab März 2014 in vier deutschen Bundesländern 2060 Studienteilnehmer rekrutiert. Teilnehmen können Menschen ab 65 Jahren, die an einer chronischen Herzinsuffiezienz leiden.

Durch die kombinierte Intervention aus pharmazeutischer Betreuung und patientenindividuell gestellter Medikation könnte die Einnahme-Treue verbessert, die Krankenhauseinweisungen verringert und die Lebensdauer verlängert werden.

Quelle:
Deutsche Apotheker Zeitung, 18.10.2012

Präzisionsverfahren ermittelt Wege der Seuchen

02. November 2012 | von

Forscher des Max-Planck-Instituts für Mathematik haben ein Verfahren entwickelt, das es ermöglicht, die Ausbreitung einer Infektion schnell und genau abzuschätzen, um so gezielt Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Die computergestützte Methode identifiziere jene Personen in der Bevölkerung, die Infektionen am stärksten verbreiten. Dabei zeichne es sich besonders dadurch aus, dass es mit einem wesentlich geringeren Rechenaufwand als vergleichbare Präzisionsverfahren die Anzahl an Personen abschätzt, die eine bestimmte Person direkt oder indirekt angesteckt hat.

Quelle:
Ärzteblatt, 26.10.2012

Die zweite Generation der eGK

30. Oktober 2012 | von

Ab 2017/2018 soll die mit neuen Funktionen ausgestattete zweite Generation der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) verteilt werden.

Im Gegensatz zum bisherigen Modell, welches mit zwei PINs und zugehörigen PUKs gesichert ist, soll die zweite Kartengeneration mit nur noch einer „Multireferenz-PIN“ ausgestattet sein, um „das Gedächtnis des Karteninhabers zu schonen“.

Desweiteren werde im künftigen Modell die Möglichkeit bestehen, neue Berufsgruppen (z.B. „Hebammen“) einfach hinzuzufügen, sowie bereits bestehende zu differenzieren („Arzt“ oder „Psychologe“).

Quelle:
Heise Online, 26.10.2012

Genanalyse in zwei Tagen hilft Neugeborenen

30. Oktober 2012 | von

US-Forscher aus einem Krankenhaus in Kansas City konnten mit einer neuen Technik demonstrieren, dass sich das komplette Genom von Neugeborenen im Notfall innerhalb von 50 Stunden analysieren lässt. Mit der sogenannten Turbo-Sequenzierung könne man bei bestimmten genetischen Krankheiten sehr genaue Diagnosen erstellen.

Künftig soll dieses Verfahren Ärzten die Chance geben, Säuglingen mit schwer zu diagnostizierenden Krankheitsbildern schnell und effizient helfen zu können. Eine Herausforderung liege jedoch noch in der Interpretation der riesigen Datenmengen.

Quelle:
Heise Online, 17.10.2012

Neue Referenzdatenbank für lesbare Klinikberichte

23. Oktober 2012 | von

Die Referenzdatenbank mit Qualitätsberichten der Kliniken ist nun vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) freigeschaltet worden.

Im Rahmen der gesetzlichen Qualitätsberichterstattung können die Kliniken ihre Berichte in Form von maschinenverwertbaren XML-Daten übermitteln. Die Referenzdatenbank verwandele diese dann in ein lesbares PDF, welches auf der Seite der GBA zum Download bereitstehen wird.

Die Reporte können von Ärzten und Patienten zum Leistungsvergleich von Kliniken verwendet und von Krankenkassen ausgewertet werden, um ihren Versicherten Spitäler empfehlen zu können.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 16.10.2012

Landesweiter elektronischer Arztbrief ab 2015

23. Oktober 2012 | von

Nachdem in Düren erste Ergebnisse eines Pilotprojekts vorgeführt wurden, kündigt Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens (Bündnis90/Die Grünen) die flächendeckende Einführung des elektronischen Arztbriefes in Nordrhein-Westfalen an.  Ab 2015 soll die Infrastruktur dafür landesweit zur Verfügung stehen.

Bereits in diesem Jahr soll ein weiteres Pilotprojekt in Bochum starten. 500 Ärzte sollen in diesem Rahmen das Verfahren mit dem strukturierten elektronischen Arztbrief und der qualifizierten elektronischen Signatur testen.

Quelle:
Ärzteblatt, 17.10.2012

Gesundheitsberufe fordern eigenen Heilberufsausweis

23. Oktober 2012 | von

Die nicht verkammerten Gesundheitsberufe wollen in die Tests zur E-Card miteinbezogen werden und fordern einen eigenen Heilberufsausweis (HBA).

Derzeit seien bereits 51 Fachberufe an einem solchen Ausweis interessiert. Die Ausgabe soll über ein länderübergreifendes, elektronisches Gesundheitsberuferegister (eGBR) erfolgen.

Im Spätherbst soll ein Pilotprojekt des eGBR starten und ggf. auf weitere Berufsgruppen ausgedehnt werden. Ziel sei es, relevante Anwendungen wie beispielsweise Genehmigungsverfahren für die Verordnung von Heil- und Hilfsmitteln zu erproben.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 15.10.2012

ELGA-Einführung ab 2013 beschlossen

17. Oktober 2012 | von

Nach langen Verhandlungen haben sich SPÖ und ÖVP nun auf die Einführung der elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) ab dem Jahr 2013 geeinigt.

Nach dem Start des ELGA-Portals für Patienten sei eine stufenweise Einführung in die weiteren Bereiche vorgesehen. 2015 sollen Krankenhäuser, 2016 Ärzte und Apotheker und 2022 die Zahnärzte Zugriff auf die Gesundheitsdaten haben.

Für die Patienten soll es bei einer freiwilligen Teilnahme mit einer Opting-Out-Regelung bleiben. Bei Fragen zu dieser Regelung würde ab Mitte 2013 ein Ombudsmann bereit gestellt. Für Ärzte gebe es lediglich die Verpflichtung, Entlassungsbriefe von Spitälern, Labor- und Radiologiebefunde sowie verschriebene Medikamente zu speichern. Bei einer Nicht-Verwendung von ELGA-Daten müssten diese jedoch selbst für Behandlungsfehler haften.

Quelle:
Heise Online, 9.10.2012